MBZ-Woche
MBZ-Newsletter der KW. KW - 10.12. bis 16.12.2012 Dieser Newsletter ist ein Online-Zusatzservice zur Printausgabe der Marburger Bund Zeitung. EINBLICK
Die Redaktion bedankt sich für Ihre Lesebereitschaft in diesem Jahr. Wenn Sie die MBZ Woche gut finden, empfehlen Sie sie bitte an Kolleginnen und Kollegen weiter. Eine Mail von diesen an den zuständigen MB-Landesverband oder ein Eintrag in das » Abo-Formular genügt und diese werden in den Verteiler aufgenommen.
Die Redaktion wünscht Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
LÄNDERBLICK
RUNDBLICK
MBZ-Newsletter der KW. KW - 10.12. bis 16.12.2012 Dieser Newsletter ist ein Online-Zusatzservice zur Printausgabe der Marburger Bund Zeitung. EINBLICK
VKA-Tarifauseinandersetzung (1)
Die Urabstimmung läuft!
Seit vergangenem Freitag, 9. Dezember, sind die Ärztinnen und Ärzte in
den kommunalen Krankenhäusern mit TV-Ärzte/VKA aufgerufen, sich an der
Urabstimmung des Marburger Bundes über Arbeitskampfmaßnahmen nach
Abbruch der Tarifverhandlungen mit der Vereinigung
der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zu beteiligen.
Hintergrund für die Entscheidung, die Verhandlungen abzubrechen, war das sogenannte Angebot der VKA in der letzten Verhandlungsrunde in Bonn, zu dem die VKA selbst mitgeteilt hatte, dass mehr nicht drin sei, da das der gesetzlich vorgegebene Rahmen sei. Deshalb findet jetzt auch die Urabstimmung statt, damit die MB-Mitglieder darüber entscheiden können, ob nun Streiks die Antwort auf diesen Affront sind.
Die Urabstimmung wird mit Urabstimmungspostkarten, die der Marburger Bund Zeitung Nr. 17 beilgelegt waren, durchgeführt. Die Ärztinnen und Ärzte im Bereich der VKA, die Mitglieder des Marburger Bundes sind, kreuzen an und senden die Postkarte bis spätestens 9. Januar 2012 an den MB-Bundesverband, der die eingegangenen Abstimmungszettel auszählt und das Ergebnis der Großen Tarifkommission zur weiteren Beschlussfassung vorlegt.
Sollte die Abstimmungskarte aus der Marburger Bund Zeitung herausgefallen sein, kann beim jeweils zuständigen MB-Landesverband unter Angabe der Mitgliedsnummer Ersatz angefordert werden.
Verschiedene Landesverbände planen, einen Teil der Urabstimmung vor Ort durchzuführen. Überall dort, wo so verfahren wird, werden die Mitglieder in den nächsten Tagen darüber informiert. Alle anderen Mitglieder schicken die Karte bitte per Post zurück.
Auf der Homepage des Bundesverbandes, unter der Rubrik » MB-Zeitung und in der » WebCommunity finden Sie weitere Informationen zum Tarifkonflikt mit der VKA. Dazu zählen u.a. das VKA-Angebot im Wortlaut, eine MB-Ausarbeitung mit Fragen und Antworten zum Angebot, die MB-Forderungen mit Erläuterungen sowie ein Plakat zur Urabstimmung.
Wir bitten Sie, mit dem zur Verfügung gestellten Material über Ihre Verteiler auch Ihre Kolleginnen und Kollegen zu informieren.
Grundsätzlich gilt, wenn Sie Fragen zur Urabstimmung haben, wenn Sie Vollversammlungen für Kolleginnen und Kollegen organisieren und dafür Unterstützung brauchen, wenn Sie Hilfe in irgendeiner Form brauchen: Wenden Sie sich an die für sie zuständigen » MB-Landesverbände!
Wichtige Informationen zur Tarifauseinandersetzung mit der VKA, die allgemein von Interesse sind, finden Sie auch weiterhin unter
Hintergrund für die Entscheidung, die Verhandlungen abzubrechen, war das sogenannte Angebot der VKA in der letzten Verhandlungsrunde in Bonn, zu dem die VKA selbst mitgeteilt hatte, dass mehr nicht drin sei, da das der gesetzlich vorgegebene Rahmen sei. Deshalb findet jetzt auch die Urabstimmung statt, damit die MB-Mitglieder darüber entscheiden können, ob nun Streiks die Antwort auf diesen Affront sind.
Die Urabstimmung wird mit Urabstimmungspostkarten, die der Marburger Bund Zeitung Nr. 17 beilgelegt waren, durchgeführt. Die Ärztinnen und Ärzte im Bereich der VKA, die Mitglieder des Marburger Bundes sind, kreuzen an und senden die Postkarte bis spätestens 9. Januar 2012 an den MB-Bundesverband, der die eingegangenen Abstimmungszettel auszählt und das Ergebnis der Großen Tarifkommission zur weiteren Beschlussfassung vorlegt.
Sollte die Abstimmungskarte aus der Marburger Bund Zeitung herausgefallen sein, kann beim jeweils zuständigen MB-Landesverband unter Angabe der Mitgliedsnummer Ersatz angefordert werden.
Verschiedene Landesverbände planen, einen Teil der Urabstimmung vor Ort durchzuführen. Überall dort, wo so verfahren wird, werden die Mitglieder in den nächsten Tagen darüber informiert. Alle anderen Mitglieder schicken die Karte bitte per Post zurück.
Auf der Homepage des Bundesverbandes, unter der Rubrik » MB-Zeitung und in der » WebCommunity finden Sie weitere Informationen zum Tarifkonflikt mit der VKA. Dazu zählen u.a. das VKA-Angebot im Wortlaut, eine MB-Ausarbeitung mit Fragen und Antworten zum Angebot, die MB-Forderungen mit Erläuterungen sowie ein Plakat zur Urabstimmung.
Wir bitten Sie, mit dem zur Verfügung gestellten Material über Ihre Verteiler auch Ihre Kolleginnen und Kollegen zu informieren.
Grundsätzlich gilt, wenn Sie Fragen zur Urabstimmung haben, wenn Sie Vollversammlungen für Kolleginnen und Kollegen organisieren und dafür Unterstützung brauchen, wenn Sie Hilfe in irgendeiner Form brauchen: Wenden Sie sich an die für sie zuständigen » MB-Landesverbände!
Wichtige Informationen zur Tarifauseinandersetzung mit der VKA, die allgemein von Interesse sind, finden Sie auch weiterhin unter
VKA-Tarifauseinandersetzung (2)
Wichtiges Netzwerk-Treffen
Das nächste Netzwerk-Treffen für die Ärztinnen und Ärzte aus den
VKA-Kliniken findet am Montag, 16. Januar, von 14 bis 17 Uhr in
Frankfurt im Airport Conferenz Center statt.
Das Treffen ist vor dem Hintergrund des ausstehenden Ergebnisses der Urabstimmung bis zum 9. Januar 2012 und den sich daraus ergebenden eventuellen Konsequenzen im Hinblick auf einen Streik von besonderer Bedeutung. Aus jeder VKA-Klinik sollte mindestens eine Vertreterin, ein Vertreter zu diesem Treffen kommen, sollte das Ergebnis der Urabstimmung der Streik sein, der dann am 26. Januar beginnen würde. Ihre Anmeldung zum Netzwerk-Treffen richten Sie bitte
Das Treffen ist vor dem Hintergrund des ausstehenden Ergebnisses der Urabstimmung bis zum 9. Januar 2012 und den sich daraus ergebenden eventuellen Konsequenzen im Hinblick auf einen Streik von besonderer Bedeutung. Aus jeder VKA-Klinik sollte mindestens eine Vertreterin, ein Vertreter zu diesem Treffen kommen, sollte das Ergebnis der Urabstimmung der Streik sein, der dann am 26. Januar beginnen würde. Ihre Anmeldung zum Netzwerk-Treffen richten Sie bitte
MB-Karrieremesse
DocSteps 2012
Nach den großen vergangenen Erfolgen organisiert der Marburger Bund auch
2012 die Karrieremesse DocSteps. Sie hat sich als wichtige Plattform
zur Berufs- und Karriereplanung, als Treffpunkt für Medizinstudierende,
junge Ärztinnen und Ärzte sowie für all jene,
die mit ihnen zusammenarbeiten, etabliert. DocSteps 2012 unter dem
"Einstieg und Aufstieg" findet am 21. April im Internationalen Congress
Centrum (ICC) in Berlin statt. Sie können unter
»
www.docsteps.de das vorläufige Programm einsehen und sich auch schon anmelden.
MB-Gutachten
Ausbildungskosten könnten bald absetzbar sein
Noch vor Jahresende sollten Studierende und Berufsanfänger vorsorglich
ihre Fortbildungskosten in ihren Steuererklärungen geltend machen. Das
empfiehlt die H. Vierhaus Steuerberatungsgesellschaft mbH in einem
Gutachten mit praktischen Handlungsempfehlungen
und Beispielen, das der Marburger Bund für seine Mitglieder kurzfristig
anfertigen ließ. Anlass war eine Änderung der Rechtsprechung des
Bundesfinanzhofs. Nach dieser können Studierende auch die Kosten für das
erstmalige Studium (insbesondere Studiengebühren)
absetzen und ggfs. eine Steuererstattung erhalten. Weitere
Informationen erhalten MB-Mitglieder
MB-Unterstützung
Spendenaktion für Euthanasie-Opfer
Mit einem Aufruf an alle Ärztinnen und Ärzte unterstützt der Marburger
Bund die Spendenaktion „Psychiatrie im Nationalsozialismus – Erinnerung
und Verantwortung“, welche von der Deutschen Gesellschaft für
Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)
im Herbst 2011 ins Leben gerufen wurde. „Mit der Spendenaktion leistet
die deutsche Ärzteschaft einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung eines
der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Während des NS-Regimes
litten hunderttausende Menschen mit Behinderungen
und Krankheiten unter den Gräueltaten der Nationalsozialisten. Wir als
Ärzte dürfen unsere besondere historische Verantwortung gegenüber diesen
Opfern nie vergessen. Daher begrüßt der Marburger Bund die Initiative
ausdrücklich und hofft auf eine rege Spendenbeteiligung
seiner Mitglieder“, so der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf
Henke.
Bis zum Oktober 2012 können Ärztinnen und Ärzte sowie Interessierte und Unterstützer für diese Initiative spenden. Von den Geldern ist unter anderem eine Ausstellung in den Räumen der „Stiftung Topograhie des Terrors“ in Berlin geplant, die über den Umgang mit psychisch Kranken und behinderten Menschen während der NS-Diktatur informiert. Diese wird danach als Wanderausstellung in ganz Deutschland und Europa zu sehen sein. Langfristig wird eine öffentlich zugängliche Datenbank über alle Namen, Schicksale und Biografien der Opfer Auskunft geben. Im Rahmen dessen soll auch die Rolle der Ärzte während der Zeit des Nationalsozialismus umfassend wissenschaftlich aufgearbeitet werden.
Spenden können auf das Spendenkonto 5252 bei Sal. Oppenheim, BLZ: 37030200, IBAN: DE 82 3703 0200 0000 0052 52, BIC: SOPPDE3KXXX, unter dem Stichwort: "Spendenaufruf" eingezahlt werden.
Bis zum Oktober 2012 können Ärztinnen und Ärzte sowie Interessierte und Unterstützer für diese Initiative spenden. Von den Geldern ist unter anderem eine Ausstellung in den Räumen der „Stiftung Topograhie des Terrors“ in Berlin geplant, die über den Umgang mit psychisch Kranken und behinderten Menschen während der NS-Diktatur informiert. Diese wird danach als Wanderausstellung in ganz Deutschland und Europa zu sehen sein. Langfristig wird eine öffentlich zugängliche Datenbank über alle Namen, Schicksale und Biografien der Opfer Auskunft geben. Im Rahmen dessen soll auch die Rolle der Ärzte während der Zeit des Nationalsozialismus umfassend wissenschaftlich aufgearbeitet werden.
Spenden können auf das Spendenkonto 5252 bei Sal. Oppenheim, BLZ: 37030200, IBAN: DE 82 3703 0200 0000 0052 52, BIC: SOPPDE3KXXX, unter dem Stichwort: "Spendenaufruf" eingezahlt werden.
In eigener Sache
Letzte MBZ Woche in diesem Jahr
Diese Ausgabe der MBZ Woche ist die letzte in diesem Jahr. Die nächste MBZ Woche erreicht Sie im neuen Jahr am 6. Januar 2012.Die Redaktion bedankt sich für Ihre Lesebereitschaft in diesem Jahr. Wenn Sie die MBZ Woche gut finden, empfehlen Sie sie bitte an Kolleginnen und Kollegen weiter. Eine Mail von diesen an den zuständigen MB-Landesverband oder ein Eintrag in das » Abo-Formular genügt und diese werden in den Verteiler aufgenommen.
Die Redaktion wünscht Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
LÄNDERBLICK
MB-Landesverband Baden-Württemberg
VKA-Netzwerktreffen auf Landesebene am 12. Januar in Stuttgart
Die Tarifgremien des Marburger Bundes haben entschieden: Abbruch der
Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgebervertreter
(VKA). Seit dem 9. Dezember 2011 läuft die Urabstimmung, sie endet am 9.
Januar 2012. Um das Ergebnis der VKA-Urabstimmung
zu besprechen und – bei mehrheitlichem Votum für Streik (der dann am
26. Januar begänne) – die weiteren Maßnahmen abzustimmen, lädt der
MB-Landesverband Baden-Württemberg am Donnerstag, 12. Januar, um 18 Uhr
zu einem Netzwerktreffen der Ärztinnen und Ärzte
in kommunalen Krankenhäusern in die Räume der Bezirksärztekammer
Nordwürttemberg in Stuttgart ein. Bitte merken Sie sich diesen Termin
vor und stellen Sie sicher, dass aus jedem Krankenhaus ein Vertreter
nach Stuttgart kommt.
MB-Landesverband Baden-Württemberg
Geschäftsstelle zwischen den Jahren geschlossen / "VKA-Notbesetzung" eingerichtet
Die Geschäftsstelle des MB-Landesverbandes Baden-Württemberg bleibt in
der Zeit vom 27. bis 30. Dezember geschlossen. Für Fragen im
Zusammenhang mit der Urabstimmung im Bereich der Vereinigung der
kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) ist eine Notbesetzung
eingerichtet und jeweils in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis
16 Uhr unter Telefon: (07021) 923 90 erreichbar. Anfragen zu anderen
Themen beantworten die Mitarbeiter im MB-Landesverband gern bis zum 23.
Dezember 2011 und wieder ab 2. Januar 2012.
MB-Landesverband Bayern
Tarifbereich TdL: Bayern-Zulage für neuen Abschluss zugesagt
Der MB-Landesverband Bayern hatte 2006 für Ärztinnen und Ärzte an den
Universitätskliniken eine bayerische Sonderleistung vereinbaren können.
Im April 2009 wurde diese Bayern-Zulage als freiwillige, jederzeit
widerrufliche Zulage auf die damals verhandelte
Tabelle weiterhin gewährt. Im Rahmen der nun verhandelten Tarifeinigung
mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sicherte
Finanzminister Markus Söder dem MB-Landesverband sein Einverständnis zu,
dass diese Sonderleistung in der bisherigen Höhe erhalten
bleibt. Die bayerischen Unikliniken sowie das Deutsche Herzzentrum
werden durch das Ministerium entsprechend informiert.
MB-Landesverband Berlin/Brandenburg
Tarifeinigung mit dem Klinikum Niederlausitz
Der MB-Landesverband Berlin/Brandenburg hat sich mit der Klinikum
Niederlausitz GmbH auf neue Tarifbedingungen geeinigt. In der letzten
Tarifverhandlungsrunde haben sich die Tarifvertragsparteien auf eine
Bündelung von verschiedenen tariflichen Regelungen verständigt.
Die Tariflohnsteigerungen haben ein Gesamtvolumen von durchschnittlich 5
Prozent.
MB-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
Mitgliederversammlung im DRK-Krankenhaus Bartmannshagen
Der MB-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern lädt die Mitglieder im
DRK-Krankenhaus Bartmannshagen am kommenden Montag, 19. Dezember, um 13
Uhr zu einer Mitgliederversammlung ein. Den Versammlungsort entnehmen
Sie bitte der örtlichen Ankündigung. Das Thema der
Versammlung lautet: "Festlegung der Forderungen für die bevorstehenden
Entgelttarifverhandlungen mit den DRK-Krankenhäusern."
MB-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
Mitgliederversammlung im DRK-Krankenhaus Teterow
Der MB-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern lädt die Mitglieder im
DRK-Krankenhaus Teterow am kommenden Dienstag, 20. Dezember, um 12 Uhr
zu einer Mitgliederversammlung ins Chefarztsekretariat von Dipl. Med.
Karsta Mehlan ein. Das Thema der Versammlung lautet:
"Festlegung der Forderungen für die bevorstehenden
Entgelttarifverhandlungen mit den DRK-Krankenhäusern."
MB-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
Mitgliederversammlung im DRK-Krankenhaus Neustrelitz
Der MB-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern lädt die Mitglieder im
DRK-Krankenhaus Neustrelitz am kommenden Dienstag, 20. Dezember, um 15
Uhr in den Konferenzraum zu einer Mitgliederversammlung ein. Das Thema
der Versammlung lautet: "Festlegung der Forderungen
für die bevorstehenden Entgelttarifverhandlungen mit den
DRK-Krankenhäusern."
MB-Landesverband Niedersachsen
Erstes Tarifgespräch im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg
Der MB-Landesverband Niedersachsen hat am vergangenen Mittwoch, 14.
Dezember, gemeinsam mit Verdi Tarifgespräche mit der Leitung des
Evangelischen Krankenhauses Oldenburg aufgenommen. In konstruktiver,
offener und lösungsorientierter Atmosphäre wurden Eckpunkte
für die weiteren Verhandlungen festgelegt, die jedoch der Genehmigung
der jeweiligen Aufsichtsgremien bedürfen, um so den Weg für weitere
Verhandlungen zu eröffnen. Mehr dazu in der kommenden MBZ-Ausgabe
18/2011, die am 23. Dezember erscheint.
MB-Landesverband NRW/Rheinland-Pfalz
Infos zur Urabstimmung in kommunalen Krankenhäusern im MB-Landesverband
Seit Mitte September 2011 bemüht sich der MB mit der Vereinigung der
kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) eine Tarifeinigung zu erzielen. Von
Anfang an betonte die VKA, dass den Kliniken kein Spielraum für
Einkommensverbesserungen zur Verfügung stünde. Von
ernsthafter Kompromissbereitschaft keine Spur! Das uns vorgelegte
Angebot von 1,48 Prozent für eine 16-monatige Gesamtlaufzeit liegt
unterhalb der Inflationsrate. Auf ein Jahr gerechnet liegt es bei nur
1,1 Prozent - das ist angesichts der tatsächlich viel
höheren Erlöse der Krankenhäuser blanker Hohn! Wir haben die
Verhandlungen abgebrochen und rufen zur Urabstimmung auf. Jetzt sind Sie
gefragt! Stimmen Sie bis zum 9. Januar für Streik - es geht schließlich
um die Verbesserung Ihrer Arbeitsbedingungen! Wir
müssen Druck auf die Arbeitgeberseite ausüben, damit diese ein
besseres, akzeptables Angebot vorlegen. Neben der Urabstimmung über
Abstimmungskarte, die der Marburger Bund Zeitung beigefügt war, besteht
in den nächsten Tagen ebenfalls noch die Möglichkeit,
an der Urabstimmung in verschiedenen Kliniken teilzunehmen.
MB-Landesverband NRW/Rheinland-Pfalz
4. Ethikforum der Ärztekammer Westfalen-Lippe
Der medizinische Fortschritt hat zweifelsfrei zu einer deutlichen
Verbesserung der Lebensqualität geführt und ist ein wesentlicher Grund
dafür, dass Menschen sich heute über ein längeres Leben freuen können.
Erkrankungen, die vor einer Generation noch zum Tode
führten, sind dank der atemberaubenden Entwicklung in der medizinischen
Wissenschaft, neuer diagnostischer Möglichkeiten und Therapien
mittlerweile behandelbar und heilbar. "In unserer Konsumgesellschaft
wurde bedauerlicherweise Gesundheit als eine Ware deklariert",
kritisierte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor
Windhorst, bei der Eröffnung des 4. Ethikforums im Gut Havichhorst bei
Münster. "Wir lehnen den Trend, dass Patienten zu Kunden mutieren und
Ärzte zu reinen Dienstleistern degradiert werden,
konsequent ab!", betonte Dr. Windhorst. "Patienten suchen sich ihre
Krankheiten nicht aus und im Notfall wird immer noch ein Arzt gerufen,
nicht ein Kundendienst! Wir Ärzte wollen uns von der Politik und von
Gesetzen nicht vorschreiben lassen, was der ethisch
richtige Weg ist. Vielmehr wollen wir im Einzelfall eine gute Lösung
suchen."
MB-Landesverband NRW/Rheinland-Pfalz
Gedenkworte von MB-Chef Rudolf Henke: In memoriam Jörg-Dietrich Hoppe
Am 7. November 2011 ist der Ehrenvorsitzende unseres Marburger Bundes,
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, von uns gegangen. Anders als er
selber es gehofft hatte, konnte Jörg Hoppe nicht mehr in die
Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein zurückkehren
und dort zu uns sprechen. So bleibt seine Eröffnungsrede auf dem 114.
Deutschen Ärztetag in Kiel seine Abschiedsrede. Ihr Schlussteil ist eine
Art Vermächtnis. Mit diesem Text soll Jörg Hoppe hier noch einmal
selbst zu Wort kommen. Wir werden ihn niemals vergessen.
Rudolf Henke
MB-Landesverbandes Saarland
Weihnachtspause der Geschäftsstelle
Von Dienstag, 27. Dezember, bis einschließlich Freitag, 30. Dezember,
bleibt die Geschäftsstelle des MB-Landesverbandes Saarland geschlossen.
Ab Montag, 2. Januar, ist die Geschäftsstelle wieder für Sie besetzt. In
dringenden juristischen Fällen wenden Sie
sich bitte direkt an die juristische Vertretung beim MB-Landesverband
NRW/Rheinland-Pfalz (Tel.: 0221-7200373). Bei dringenden
Rechtsschutzfragen - an die Beratungshotline der ROLAND Rechtsschutz AG
(Tel.: 0221-82774400).RUNDBLICK
Tarifabschlüsse
Mehr Geld - aber auch mehr Inflation
Die Tarifabschlüsse im Jahr 2011 liegen deutlich über denen des
Vorjahres. In vielen Bereichen wurden wieder dauerhafte
Tarifsteigerungen vereinbart, nachdem im vergangenen Jahr
Pauschalzahlungen eine große Bedeutung hatten. In zahlreichen Branchen
sehen die
Abschlüsse für dieses Jahr Tarifsteigerungen zwischen drei und vier
Prozent vor. Das zeigt die Tarifbilanz des Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung.
Allerdings dürfte der Anstieg der Verbraucherpreise in diesem
Jahr mit rund 2,3 Prozent etwa doppelt so hoch ausfallen wie im
Vorjahr.
Wissenschaftszeitvertragsgesetz
Wissenschaftsorganisationen wollen höhere Grundfinanzierung
Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen spricht sich entschieden für
eine unveränderte Fortführung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes
(WissZeitVG) aus. Gleichzeitig erkennen die Wissenschaftsorganisationen
die große Bedeutung eines verantwortungsvollen
Umgangs mit den Befristungsregelungen, heißt es in der
Allianz-Stellungnahme anlässlich der Evaluation des
Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Kurze Befristungszeiten seien häufig
auf die stetig steigenden Drittmittelfinanzierungen bei - insbesondere
in den
Hochschulen - stetig sinkender Grundfinanzierung und die entsprechenden
haushalts- und zuwendungsrechtlichen Bestimmungen zurückzuführen. Hier
gelte es sowohl die Grundfinanzierung zu verbessern, als auch das
Haushalts- bzw. Zuwendungsrecht mit dem Dienstrecht
zu harmonisieren.
Chancengleichheit
Frauen im Wissenschaftssystem weiter unterrepräsentiert
Die Chancengleichheit für Männer und Frauen an Hochschulen und
außeruniversitären Forschungseinrichtungen hat sich in den vergangenen
zehn Jahren deutlich verbessert. Das schreibt die Bundesregierung in
ihrer Antwort (
17/7756, pdf) auf eine Große Anfrage. Die bestehende
Unterrepräsentanz von Frauen im Wissenschaftssystem werde jedoch
durchgängig als Problem wahrgenommen. Dagegen habe das
Professorinnenprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
dazu geführt,
dass „Gleichstellung nun als Leistungsaufgabe in den Hochschulen
verankert ist und eine von der Öffentlichkeit wahrgenommene Erhöhung der
Professorinnenanzahl erreicht werden konnte“.
Versorgungsstrukturgesetz
Bundesrat stimmt vermutlich zu
Der Bundesrat hat das Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen
in der gesetzlichen Krankenversicherung nach Redaktionsschluss am
heutigen Freitag, 16. Dezember, gebilligt. Gegebenenfalls könnte das
Gesetz wie geplant zum 1. Januar 2012 in Kraft treten.
Es soll die Situation von Patienten verbessern und gegen den
Ärztemangel im ländlichen Raum vorgehen. Darin enthalten ist ein ganzes
Bündel von Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen, um strukturellen
Problemen in der medizinischen Versorgung zu begegnen (die
Print-Ausgabe der MBZ berichtete).
Kinderschutzgesetz
Helfende Netzwerke schon in Krankenhäusern knüpfen
Nach langem Streit haben sich Bund und Länder über ein neues
Schutzgesetz für Kinder in Problemfamilien verständigt. Danach wird der
Bund dauerhaft die Kosten für sozialpädagogisch geschulte
Familienhebammen übernehmen. Auch sei es möglich, gleich in den Krankenhäusern helfende Netzwerke zu knüpfen, etwa wenn es Anzeichen gebe, dass eine Mutter ihr Kind nicht annehme oder damit überfordert sei.
Familienhebammen übernehmen. Auch sei es möglich, gleich in den Krankenhäusern helfende Netzwerke zu knüpfen, etwa wenn es Anzeichen gebe, dass eine Mutter ihr Kind nicht annehme oder damit überfordert sei.
Krankenhausstatistik
Weniger Alkoholvergiftungen bei Kindern
Zu den vom
Statistischen Bundesamt veröffentlichten aktuellen Zahlen der
Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen sowie der jungen
Erwachsenen erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild
Dyckmans: „Der Rückgang der Krankenhauseinlieferungen
wegen einer Alkoholvergiftung um 5,5 Prozent bei Kindern und
Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren ist eine gute Nachricht.
Jedoch ist die Zahl bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter
von 15 bis 20 Jahren - bezogen auf 100.000 Personen dieser
Altersgruppe - weiter um 2,9 Prozent leicht angestiegen." Der Trend zum
Rauschtrinken bei einem Teil der jungen Menschen bestehe weiterhin. Die
Krankenhausdiagnosestatistik zeige außerdem: Psychische und
verhaltensbedingte Störungen durch Alkohol liegen insgesamt
auf Platz 2 der Statistik.
Evaluation
Was Ärzte von ihrer Weiterbildung halten
Die Bundesärztekammer stellt am heutigen Freitag, 16. Dezember, die
Ergebnisse der Evaluation der Weiterbildung vor. Die Marburger Bund
Zeitung wird dazu in der kommenden Ausgabe berichten.
Kassenärzte
KBV-Vorstandsmitglied Dr. Müller hört auf
Dr. Carl-Heinz Müller, einer von zwei Vorstandsmitgliedern der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), tritt zurück. Ausschlaggebend
sei vor allem, dass er mehr Zeit für seine Familie und seine eigene
Arztpraxis in Trier haben wolle, sagte der 56-Jährige
der Nachrichtenagentur dpa. Sein Amt wolle er Anfang 2012 niederlegen.
Dr. Müller steht dem KBV-Vorsitzenden Dr. Andreas Köhler seit 2007 zur
Seite. Er lobte die Zusammenarbeit und zeigte sich zufrieden, in seiner
Amtszeit einiges für die Hausärzte erreicht
zu haben, etwa bei der Förderung der Weiterbildung.
Wirtschaft
Jobmotor Gesundheitsbranche
Zum 31. Dezember 2010 waren rund 4,8 Millionen Menschen in Deutschland
und damit etwa jeder neunte Beschäftigte im Gesundheitswesen tätig. Wie
das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt mitteilt, gab es 2010 im
Gesundheitswesen damit rund 90.000 Arbeitsplätze
mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Beschäftigungswachstum von
1,9 Prozent. Beispielsweise stieg die Zahl der Ärzte um 8.000 und die
Zahl der Gesundheits- und Krankenpfleger um 14.000. Die Deutsche
Industrie- und Handelskammer hatte bereits vorige Woche
vom Jobmotor Gesundheitsbranche gesprochen. Nun liegt nicht nur das
Ergebnis einer Umfrage, sondern auch eine offizielle Zahl vor.
Altersentwicklung
Immer mehr Senioren wegen Mangelernährung im Krankenhaus
In Deutschland werden immer häufiger Senioren mit einer Mangelernährung
im Krankenhaus behandelt. Nach Auswertung aktueller Daten der
gesetzlichen Krankenkasse DAK stieg die Zahl der Betroffenen in den
vergangenen zwei Jahren um 53 Prozent. Die Patienten waren
im Durchschnitt 70 Jahre alt. Im Jahr 2010 wurden bei der DAK
bundesweit 17.091 Krankenhausbehandlungen mit der Haupt- oder
Nebendiagnose Mangelernährung abgerechnet. 2008 waren es noch 11.173
Fälle. In der Regel wurde ein therapiebedürftiger Eiweiß- oder
Vitaminmangel festgestellt, wenn in der Klinik andere Haupterkrankungen
wie zum Beispiel Diabetes, Herzschwäche oder ein Oberschenkelhalsbruch
behandelt wurden. Laut Statistik waren deutlich mehr Frauen als Männer
betroffen.
ext
Mehr bei der DAK
Urteil
Arzt kann auf stationäre Behandlung bestehen
Vereinbaren ein Arzt und ein Patient eine ambulante Operation und
erfährt der Arzt am Tag der Operation, dass eine häusliche Nachbetreuung
nicht gewährleistet ist, kann er auf eine stationäre Behandlung
bestehen. Ein Schadenersatzanspruch, etwa wegen Verdienstausfall,
besteht nicht. Das sieht zumindest das Amtgericht München in einem
rechtskräftigen Urteil so (AZ 275 C 9085/11).
© 2012 Marburger Bund Zeitung
