Pressemitteilung

MB für Quereinstieg in die Allgemeinmedizin

29.05.2011 – Ärztinnen und Ärzte außerhalb der Allgemeinmedizin sollen es künftig leichter haben, in den Beruf des Hausarztes zu wechseln, fordert der Marburger Bund. Die 119. Hauptversammlung des Verbandes in Kiel begrüßte heute die Bemühungen der Fachverbände für Allgemeinmedizin um den sogenannten Quereinstieg in die Allgemeinmedizin.

Durch die Anerkennung von stationären Weiterbildungszeiten soll Ärzten aus einem Fachgebiet der unmittelbaren Patientenversorgung der Wechsel in die allgemeinmedizinische Weiterbildung erleichtert werden. Gerade das gute Querschnittswissen aus vielen Bereichen der unmittelbaren Patientenversorgung sei ein besonderes Kennzeichen der Allgemeinmedizin, erklärten die Delegierten.

"Ziel ist es auch, die Flexibilität der Weiterbildungsordnung zu erhöhen und vor allem der Tatsache Rechnung zu tragen, dass aufgrund der jetzigen Muster-Weiterbildungsordnung die durchschnittliche Dauer der tatsächlichen Weiterbildung in der Allgemeinmedizin über 8 Jahre beträgt", heißt es in einem Beschluss der MB-Hauptversammlung. Die notwendige Mindestweiterbildungszeit von 24 Monaten in der ambulanten hausärztlichen Versorgung müsse aber bestehen bleiben. "Es geht darum, für 'Quereinsteiger' die schon vorhandene stationäre Erfahrung zu nutzen", so die Delegierten.