Tarifverhandlungen

VKA-Angebot völlig inakzeptabel

Düsseldorf, 04.02.2015 – Der Marburger Bund weist das Angebot der Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen für die Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern als völlig inakzeptabel zurück. "Die VKA lässt in keiner Weise erkennen, dass sie sich ernsthaft mit der Arbeitswirklichkeit der Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken auseinandergesetzt hat. Das Angebot bleibt mit einer Erhöhung von 2,2 Prozent für das laufende Jahr meilenweit hinter dem zurück, was unsere Mitglieder in dieser Tarifrunde erwarten. Es zeugt von einem hohen Maß an Ignoranz, unsere konkreten Forderungen nach einer Reduzierung von Wochenenddiensten mit unverbindlichen Absichtserklärungen zu beantworten. Inhaltsleere Sonntagsreden zur Work-Life-Balance ändern nichts an der hohen Belastung durch Bereitschaftsdienste. Auch die Verweigerung der notwendigen Verbesserung der Bereitschaftsdienstentgelte entspricht nicht im Geringsten den Bedürfnissen der Ärztinnen und Ärzte", sagte Rolf Lübke, Verhandlungsführer des Marburger Bundes.

In der aktuellen Tarifrunde legt der Marburger Bund, neben einer angemessenen Steigerung der Tabellenentgelte um 5,4 Prozent, den Schwerpunkt auf Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. So fordert der MB eine Reduzierung der zulässigen Zahl an Wochenenddiensten mit dem Ziel, dass Bereitschaftsdienst an höchstens zwei Wochenenden im Monat angeordnet werden darf.