MB begrüßt geplante Abkehr vom PEPP-System

15.06.2016 – Der Marburger Bund hat zum Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG)“ Stellung genommen. Er begrüßt ausdrücklich, dass die Neuausrichtung des Vergütungssystems verbindliche Vorgaben zur Personalausstattung vorsieht. Die Erfahrungen aus der Umsetzung der DRGs hätten gezeigt, welche unerwünschten Wirkungen entstehen, wenn Personalmindeststandards nicht verbindlich festgelegt sind. „Die Personalausstattung muss durch verbindliche und verlässliche Regelungen zur Refinanzierung der Personalkosten abgesichert werden“, fordert der MB in seiner Stellungnahme.

Die mit dem Gesetz bezweckte Neuausrichtung der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen des Psych-Entgeltsystems hält der der MB für dringend erforderlich und begrüßt daher die geplante Abkehr vom Pauschalisierten Entgeltsystem für Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP). Wiederholt hat der Marburger Bund davor gewarnt, mit der Vorgabe eines reinen Preissystems die Fehler des DRG-Abrechnungssystems zu wiederholen und sich für eine grundsätzliche Änderung der PEPP-Systematik ausgesprochen.