Tarifpolitik

Auftakt der Tarifrunde 2016: VKA noch nicht auf dem neuesten Stand

22.09.2016 – „Vor uns liegt noch ein schweres Stück Arbeit.“ So resümierte Rolf Lübke, Verhandlungsführer des Marburger Bundes, die Auftaktrunde der Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Es habe sich gezeigt, dass es an einer ausreichenden Wertschätzung für die hohe Einsatzbereitschaft der Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern fehle. „Der finanzielle Spielraum für eine Anpassung der ärztlichen Gehälter in der von uns geforderten Höhe ist durchaus vorhanden. Die VKA ist hier schlichtweg nicht auf dem neuesten Stand. Wir haben unseren Beitrag dazu geleistet, über die tatsächlichen Verhältnisse aufzuklären“, sagte Lübke. Die Forderung des Marburger Bundes nach einer Gehaltssteigerung in Höhe von 5,9 Prozent sei betriebswirtschaftlich vertretbar und angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung auch tarifpolitisch geboten.

Die Tarifverhandlungen für die rund 52.500 Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern werden am 17./18. Oktober 2016 in Düsseldorf fortgesetzt. Der Ärztetarifvertrag gilt bundesweit - mit Ausnahme von Berlin und Hamburg - in etwa 550 kommunalen Kliniken.