Marburger Bund einigt sich mit Helios auf neuen Konzerntarif

Ärztegehälter steigen in zwei Schritten um insgesamt 5,2 Prozent – Laufzeit 24 Monate

13.09.2013 – Die Gehälter der Ärztinnen und Ärzte in 36 Helios-Akutkliniken steigen rückwirkend zum 1. Januar 2013 um 2,6 Prozent. Zum 1. Januar 2014 werden die Gehälter um weitere 2,6 Prozent angehoben. Im gleichen prozentualen Umfang und zu den gleichen Zeiten erhöhen sich die Stundenentgelte der Ärzte für unständige Entgeltbestandteile wie Bereitschaftsdienste und Überstunden. Auf diese Eckpunkte einer Tarifeinigung für die rund 4.000 Ärzte im Helios-Konzerntarifvertrag verständigten sich am Donnerstag (12.09.2013) die Verhandlungskommissionen des Marburger Bundes und der Helios Kliniken GmbH in der fünften Verhandlungsrunde. Der Kompromiss steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Tarifgremien.

Die Vertragspartner einigten sich auch darauf, die für Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Kliniken geltende Urlaubsregelung zu übernehmen. Helios-Ärzte haben – vom 1. Januar 2014 an - ab dem 7. Jahr ärztlicher Tätigkeit Anspruch auf 30 Tage Erholungsurlaub pro Jahr. Für Ärzte mit weniger Berufserfahrung beträgt der Urlaubsanspruch mit Beginn des nächsten Jahres 29 Tage. Für das Jahr 2013 besteht generell ein Anspruch auf Erholungsurlaub von 30 Tagen.

„Das Ergebnis ist ein tragfähiger Kompromiss und kann sich auch im Vergleich zu anderen Tarifbereichen durchaus sehen lassen. Wir wären auch bereit gewesen, weitere Schritte in Richtung Überleitung in den kommunalen Tarifvertrag zu unternehmen, allerdings nicht um den Preis von Verschlechterungen für die Ärzte in Helios-Kliniken“, sagte Christian Twardy, Tarifexperte und Verhandlungsführer des Marburger Bundes.

Seit April dieses Jahres hatte der Marburger Bund in vier Runden mit der Helios Kliniken GmbH darüber verhandelt, wie die von Helios gewünschte Übernahme des kommunalen Ärzte-Tarifrechts gelingen kann. Die Helios-Geschäftsführung war allerdings nicht bereit, die vor Beginn der Verhandlungen getroffene Aussage, dass durch die Übernahme des kommunalen Tarifrechts keine Nachteile für die Helios-Ärzte entstehen würden, tarifvertraglich zu untermauern.