Meilensteine in der Geschichte des Marburger Bundes

Mit dem MB auf Erfolgskurs…

Im Jahr 1947 entschlossen sich in Marburg junge Ärzte und Medizinstudenten, bessere Arbeitsbedingungen und eine leistungsgerechte Bezahlung einzufordern. Sie gründeten den Marburger Bund. In unserer fast 70-jährigen Verbandsgeschichte haben wir viel erreicht. Unsere größten Erfolge zeigen, dass es sich lohnt, seinem Berufsverband eine starke Stimme zu geben:

 

Gründung des Marburger Bundes

1947 trafen sich junge Ärzte und Medizinstudenten in Marburg, um sich Gedanken zu machen, wie sie ihre Arbeitsbedingungen verbessern können – die Geburtsstunde des Marburger Bundes.

 

Niederlassungsfreiheit

1960 erstritt der Marburger Bund vor dem Bundesverfassungsgericht, dass Kassenärzte den Sitz ihrer Niederlassung frei wählen können.

 

Gesamtdeutsche Vertretung des Marburger Bundes

1990 gründeten sich fünf neue Landesverbände in Ostdeutschland. Damit wird der Marburger Bund zu einem gesamtdeutschen Verband.

 

Bereitschaftsdienste sind Arbeitszeit

2003 erreichte der Marburger Bund vor dem Europäischen Gerichtshof, dass Bereitschaftsdienste als Arbeitszeit zu bewerten sind. Dies ist insbesondere dann von großer Bedeutung, wenn es um die Anrechnung der Höchstarbeitszeit, die Regelung der Ruhephasen und die Vergütung der Dienste geht.

 

Abschaffung des „Arzt im Praktikum“

Seit 2004 gibt es keine Ärzte zweiter Klasse mehr. Alle Berufseinsteiger gelten seitdem mit der Approbation als vollwertige Ärzte und werden auch als solche bezahlt. Der Marburger Bund hatte sich viele Jahre für eine solche Änderung in der Approbationsordnung stark gemacht.

 

Eigene arztspezifische Tarifverträge

Seit 2006 ist der Marburger Bund eigenständige Tarifvertragspartei und verhandelt als Deutschlands einzige Ärztegewerkschaft  mit den Arbeitgebern Tarifverträge, die ganz gezielt auf die Bedürfnisse von Ärzten zugeschnitten sind.

 

Abschaffung des Hammerexamens

Die Änderung der Approbationsordnung 2012 bringt erhebliche Erleichterungen für Prüfungskandidaten und PJler, für die sich der Marburger Bund bereits seit langem einsetzte: Ein Teil des Examens wird nun vor dem praktischen Jahr abgelegt. Zudem kann das Praktische Jahr zukünftig in Teilzeit absolviert werden, die Ausbildung wird in Logbücher dokumentiert und die Studenten können ihr Lehrkrankenhaus frei wählen.