Caritas Regionalkommission Baden-Württemberg: Weiterhin keine Übernahme der Tariferhöhung

Caritas Regionalkommission Baden-Württemberg: Weiterhin keine Übernahme der Tariferhöhung

 

Die Caritas-Dienstgebervertreter haben am 17. Oktober die Verhandlungen zur Erhöhung der Ärztetarife in der Regionalkommission Baden-Württemberg abgebrochen. Sie wollten eine Regelung unterhalb des Abschlusses des Marburger Bundes erreichen. Dieses Ziel soll nun mit der Anrufung des noch neu zu gründenden Vermittlungsausschusses erreicht werden. Bislang war die Bildung eines Vermittlungsausschusses nicht notwendig, da die Regionalkommission ihre Ergebnisse traditionell immer in direkten Verhandlungen erzielte. Dadurch wird sich die Entscheidung weiter verzögern, weil aller Voraussicht frühestens im Februar 2014 die Bildung eines Vermittlungsausschusses gelingen wird.

 

Zum Vergleich: Der Abschluss des Marburger Bunds im Bereich des TV-Ärzte/VKA trat zum 01.01.2013 in Kraft. Die Dienstgeberseite bot eine rückwirkende Tariferhöhung von 2,6 % ab 01.01.2013 und eine weitere Erhöhung ab 01.01.2014 um 2 %, analog dem TV-Ärzte/VKA an. Verweigert wurde jedoch ein Ausgleich dafür, dass die Bundestarifkommission der Caritas die verbesserten Bereitschaftsdienstregelungen des Marburger Bundes erst sechs Monate später übernommen hat. Hinzukam, dass mit Beschluss der Regionalkommission Baden-Württemberg vom 16.11.2012 die Urlaubsneuregelung der Bundeskommission übernommen wurde. Danach beträgt der Urlaubsanspruch derzeit wie im Bereich des TVöD 29 Tage und ab dem 55. Lebensjahr 30 Tage, mit entsprechender Besitzstandregelung. Auch diese im Vergleich zum Marburger Bund schlechtere Urlaubsregelung wollten sie nicht ausgleichen. Zum Vergleich: Im Rahmen des TV-Ärzte/VKA beträgt der Urlaubsanspruch in jedem Kalenderjahr 29 Arbeitstage und ab dem 7. Jahr ärztlicher Tätigkeit 30 Arbeitstage.

 

„Der Marburger Bund teilt die Ansicht, dass sich die Caritas-Ärzte in Baden-Württemberg angesichts des Wettbewerbs um Fachpersonal darauf verlassen können müssen, dass die Caritas nicht schlechter bezahlt als der Öffentliche Dienst.“ unterstützt Dr. Frank J. Reuther, Vorsitzender des Landesverbandes die Mitarbeiterseite. „Eine derartige Verzögerung ist das falsche Signal.“