Auftaktrunde mit Vivantes: „Die Arbeitsbelastung ist zu hoch“

19.01.2016 – Nachdem relevante Bestandteile des Tarifvertrag zum 31.12.2015 gekündigt wurden, fand am 15.01.2016 die Auftaktrunde der Tarifverhandlungen mit der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH statt. Der Arbeitgeberseite wurden die Forderungen des Marburger Bundes detailliert erläutert. Dabei geht es im Wesentlichen um eine gerechtere Bezahlung der Bereitschaftsdienste in Abhängigkeit zur Berufserfahrung.....

Derzeit werden Bereitschaftsdienste mit lediglich einem einheitlichen Wert pro Entgeltgruppe vergütet, wodurch die ärztliche Vorerfahrung nicht abgebildet wird. Vivantes erkannte in diesem Zusammenhang zutreffend, „dass die Arbeitsbelastung der Ärztinnen und Ärzte zu hoch ist.“ Umso wichtiger ist es aus Sicht des Marburger Bundes, die Bereitschaftsdienste angemessen zu vergüten. Diese Konsequenz muss von der Arbeitgeberseite jedoch noch nachvollzogen werden.

Neben der systematischen Neuordnung der Dienstvergütung wird eine lineare Erhöhung der Entgelttabelle um 5,5 v.H. sowie eine Anpassung des seit 2009 nicht erhöhten Einsatzzuschlags im Rettungsdienst gefordert.

Die Arbeitgeberseite wies erwartungsgemäß auf die schwierige Finanzlage hin und war in dieser Auftaktrunde noch nicht in der Lage, ein Angebot zu unterbreiten, obwohl Vivantes das Forderungsschreiben des Marburger Bundes bereits seit Anfang Dezember 2015 vorliegt. Die Tarifverhandlungen werden am 22.01.2016 fortgesetzt.

Ihr Marburger Bund
Landesverband Berlin/Brandenburg e.V.