Dorothea Spring

Fachärztin für Anästhesiologie

Gemeinsames Engagement für alle Ärzte – dafür steht der Marburger Bund. Er steht für mich in erster Linie für eine faire Tariflandschaft mit guten Arbeitsbedingungen für die Ärzteschaft Deutschlands. Das gemeinsame Engagement in eigener Sache hat mich bestärkt, mich weiter berufspolitisch einzubringen. Es ist spannend, in einem so aktiven wie zielorientierten und auf Aktualität der Themen bedachten Landesverband Berlin/Brandenburg mitwirken zu dürfen.

Wie kam ich zum Marburger Bund?

Durch die Anerkennung des Marburger Bundes als ärztliche Gewerkschaft waren 2008 schon in einigen Kliniken und Klinikverbänden deutschlandweit Tarifverträge des Marburger Bundes etabliert worden. Zu diesem Zeitpunkt war in meiner damaligen Klinik von einem Tarifvertrag des Marburger Bundes noch keine Rede. Allerdings waren Personalprobleme an der Basis schon deutlich zu spüren: dort wollten sich weder erfahrene Kollegen noch Nachwuchs wegen unzumutbarer Arbeitsbedingungen und nicht konkurrenzfähiger Bezahlung bewerben. Auch die Weiterbildungsbedingungen waren über die Zeit entsprechend schlecht geworden, denn ohne Personal kann keine vernünftige Weiterbildung angeboten werden.

Das wollte ich zusammen mit meinen damaligen Kollegen ändern. Ich wurde Mitglied des Marburger Bundes Berlin/Brandenburg und erlebte durch diesen Verband eine wertschätzende, zielgerichtete und förderliche Unterstützung.

Aufgrund dieser Hilfe des Marburger Bundes kam es 2009 zu dem für die Ärzteschaft positiven Tarifabschluß in meiner ehemaligen Klinik. Das hat mich bestärkt, auch weiterhin berufspolitisch aktiv zu sein.

2012 wurde ich zur Delegierten unseres ärztlichen Parlamentes der Ärztekammer Berlin gewählt.

Ziel des Marburger Bundes sollte es sein, weiterhin an einer gewerkschaftlichen Vertretung für alle Ärzte zu arbeiten. Nach wie vor gibt es einige Branchen (z.B. den Öffentlichen Gesundheitsdienst), die bisher noch nicht von einem Tarifvertrag des Marburger Bundes profitieren konnten.

Für die kommende Legislaturperiode ist es mir wichtig, mich zusammen mit meinen engagierten Kollegen u.a. für gute Arbeitsbedingungen in der gesamten Ärzteschaft, für praxisnahe und unabhängige Fort- und Weiterbildung und für eine für alle ansprechbare Ärztekammer Berlin einzusetzen.

Seit 2013 bin ich Mitglied im Aufsichtsausschuß der Berliner Ärzteversorgung. Dort haben wir vorausschauend unsere Renten im Blick.

"Nur durch eigenes und gemeinsames Engagement lassen sich die anstehenden Aufgaben lösen und die gesteckten Ziele erreichen!"

 

Kurzvita

  • seit 2013 Mitglied des Aufsichtsausschuß der Berliner Ärzteversorgung

  • seit 2012 Delegierte der Ärztekammer Berlin

  • seit 2008 Mitglied des Marburger Bundes Berlin/Brandenburg

  • Facharztausbildung in den DRK Kliniken Berlin (Westend und Mitte) zur Fachärztin für Anästhesiologie

  • Studium der Humanmedizin an der Humboldt-Universität zu Berlin (Charité), der Universität Lund in Schweden und in der Schweiz (KS Schaffhausen und KS Sarnen)