Dr. med. Raimund Ordyniak

Lenkungsausschuss Qualitätssicherung Berliner Ärztekammer

Als langjähriges Mitglied im Marburger Bund gilt für mich damals wie heute: Eine unabhängige Vertretung der angestellten und beamteten Ärzte braucht es zu jeder Zeit und sie wird auch in Zukunft bedeutsam sein. Die Ziele unseres Verbandes ändern sich im Laufe der Jahre, ebenso wie sich auch die Interessen, Probleme und Sorgen des Einzelnen entwickeln.

Letztere spiegeln nur die Arbeits- und Lebenswelt aller wider, und diese wird eher komplizierter. Diese Kompliziertheit birgt Risiken, aber ebenso Chancen für den Einzelnen, für das Gesundheitswesen im Ganzen und damit letztlich für die uns anvertrauten Patienten. Die Bedeutung einer gewerkschaftlichen Vertretung der angestellten und beamteten Ärzteschaft wird daher sogar zunehmen müssen. Die wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass sich viele Ärztinnen und Ärzte in unserer Vertretung, im Marburger Bund engagieren. Nicht jeder wird die Möglichkeit haben, sich intensiv, z. B.  auch ehrenamtlich zu betätigen. Beruf und Weiterbildung, Familie und Kinder, auch Freizeit und Hobbys setzen dem bisweilen Grenzen, manchmal auch nur vorrübergehend. Persönliches Engagement heißt zunächst einmal mit dabei sein und es setzt sich fort in der täglichen Routine am Arbeitsplatz. Hier kann sich jeder stark machen, für eine gute Weiterbildung, eine hohe Qualität der alltäglichen Arbeit am Patienten, gute Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen, gerechte und adäquate Entlohnung der ärztlichen Tätigkeit. Wie erfolgreich das sein kann, haben die letzten 10 Jahre gezeigt!

Ich wünsche mir, dass sich möglichst viele an der Gestaltung künftiger Entwicklungen beteiligen und meine, es ist wichtig, dass sich im Besonderen die jüngere Ärzteschaft engagiert, auch wenn diese sich einer Vielzahl anderer Herausforderungen stellen muss. Als Senior freue ich mich über die gewonnene freie Zeit und nutze gern diese Chance, mich noch ein wenig aktiv zu beteiligen.


Kurzvita

  • Geboren 1951 in Berlin
  • Studium der Human-Medizin von 1971 bis 1976 an der Humboldt – Universität Berlin
  • Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie in einem Kreiskrankenhaus (Paracelsus-Krankenhaus Rathenow) und dem damaligen Städtischen Klinikum Berlin-Buch
  • 1986 bis 2016 berufliche Tätigkeit als Facharzt bzw. Oberarzt in der Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin an den DRK Kliniken Berlin | Köpenick (ehemals: Städtisches Krankenhaus Köpenick)
  • OP-Koordinator ab 1995
  • Mitglied im Marburger Bund seit Anfang der 90er Jahre
  • Ab 2014 Mitglied der Delegiertenversammlung der Berliner Ärztekammer, ein Jahr darauf Mitglied der Vertreterversammlung der Berliner Ärzteversorgung
  • Seit 2017 im Lenkungsausschuss Qualitätssicherung Berlin