Dr. med. Werner Wyrwich, MBA

Als ich im Status eines HiWi (= wissenschaftliche Hilfskraft) an einer großen Universitätsklinik in Süddeutschland mit meinem damaligen Arbeitgeber in die Diskussion um mehrere tausend dokumentierte aber dennoch unvergütete Arbeitsstunden eintrat, sprang mir der MB zur Seite und gewann einen für uns betroffene HiWi's geführten Musterprozess. Das war vor mehr als 25 Jahren. Ich habe da gelernt, dass es unverzichtbar ist, Bestandteil einer starken Gemeinschaft zu sein, die mit den Arbeitsbedingungen bestens vertraut ist und die für Ihre Mitglieder jederzeit eintritt. ...

Ich bin dem MB bis heute treu geblieben, nicht nur aus Dankbarkeit für den gewonnenen Prozess, sondern weil ich es für wichtig erachte, dass es in Deutschland einen starken Verband der angestellten und verbeamteten Ärztinnen und Ärzte gibt. Im MB beschränkt sich nämlich die Mitgestaltung gesundheits- und berufspolitischer Themen nicht nur auf die jährliche Beitragszahlung! Im Gegenteil: Es wird interessierten Mitgliedern die persönliche Teilhabe an der aktiven Ausgestaltung des Gesundheitssystems ermöglicht. Dafür bin ich gerne bereit, persönlich etwas beizutragen. Sei es als Delegierter in den Gremien des Marburger Bundes,  der Ärztekammer Berlin oder beim Deutschen Ärztetag, sei es als "Ehrenamtler" in den Vorständen vom MB Berlin-Brandenburg und der Ärztekammer Berlin, oder als Impulsgeber im politischen Diskurs, z.B. in (Unter-)Arbeitsgruppen der Senatsverwaltung zu bestimmten Fragestellungen.   

Für mich stellt eine der größten Herausforderungen die perspektivische Gestaltung unseres Gesundheitssystems bei sich dramatisch verändernden Rahmenbedingungen dar: Wie schaffen wir es, auch in Zukunft gute medizinische Versorgung für die Menschen in unserem Land leisten zu können und zwar unabhängig von sozialem Status des einzelnen Betroffenen oder der Region, in der dieser Mensch lebt? Wie schaffen wir es, eine auf Ökonomie fokussierte Arbeitswelt im Gesundheitswesen mit den Bedarfen der Kolleginnen und Kollegen nach humanen Arbeitsbedingungen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie zur Deckung zu bringen? Wie schaffen wir es, dass junge Kolleginnen und Kollegen als Rüstzeug für die Arbeit am Patienten eine wirklich gute Weiterbildung erfahren?

Der Marburger Bund hat zwar auch nicht sofort für Jedes und Alles eine Patentlösung zur Hand, aber für mich ist klar erkennbar, dass ernsthaft danach gesucht wird, dass uns wichtige Werte und Positionen sachlich und fair diskutiert, aber bei Bedarf auch hart verteidigt werden. Und wenn es sein muss, sogar vor höchsten Gerichten...

Ich bin Marburger Bund!


Kurzvita

  • geb. 31.05.1958
  • MB-Mitglied seit 01.08.2001
  • Mitglied des Vorstandes des Marburger Bundes, Landesverband Berlin-Brandenburg, 24.08.2004 Schatzmeister
  • Mitglied des Vorstandes der Ärztekammer Berlin

Beruflich:

  • 1981 Beginn des Medizinstudiums an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Promotion an der Ludwig-Maximilians1994
  • Facharzt für Chirurgie 1997
  • Master of Business Administration (MBA) 2002
  • 2001-2014 an der Charité - Universitätsmedizin Berlin
    - dabei von 2001-2005 als leitender Oberarzt in der Klinik für Unfall- und
      Wiederherstellungschirurgie am Campus Benjamin Franklin
    - von 2005-2010 als Projektleiter und stellv. Leiter des Projektsteuerungsbüro der Charité
    - von 2010-2014 als kaufmännischer Leiter des Charité Centrums 13
  • seit 2015 bei der AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
    - von 2015-2016 als Teamleiter im Unternehmensbereich "Versorgungsmanagement und Qualitätssicherung"
    - seit 2016 Geschäftsbereichsleiter "Indikationen" im Unternehmensbereich "Versorgung – Programme und Verträge"