Stephan Wolter

Im Jahr 2005 bin ich in den Marburger Bund als approbierter Arzt eingetreten, da er die größte Ärztegewerkschaft ist, welche für die Belange der in der Klinik angestellten Ärzte eintritt. Für mich ist ein berufspolitisches Engagement ausgesprochen wichtig, gerade in der heutigen Zeit. Nur damit haben wir die Möglichkeit, einer Fremdbestimmung der Ausübung des ärztlichen Berufes entgegenzuwirken bzw. diese zu verhindern.

Ich würde mir wünschen, dass noch mehr junge Kollegen in den Marburger Bund eintreten, da wir nur so, als starke Gemeinschaft, eine Chance haben, die Stellung des ärztlichen Berufes zu sichern und auch weiter zu verbessern.

Abschaffung AIP und Durchsetzung Arbeitszeitgesetzt, Abschaffung Tarifeinheitsgesetz

Bereits als junger Assistenzarzt konnte ich durch die Abschaffung des AIPs und die Durchsetzung des Arbeitszeitgesetzes profitieren. In meiner beruflichen Laufbahn konnte ich persönlich miterleben, wie sich die Arbeitsbedingungen der klinisch tätigen Ärzte durch den Einsatz des Marburger Bundes stetig verbessert haben. Vor allem die Grundvergütung und die Bezahlung der Bereitschaftsdienste sind durch die Tarifverträge, welche durch den Marburger Bund geschlossen wurden, deutlich angestiegen.

Ich begrüße und unterstütze außerdem den Einsatz des Marburger Bundes gegen ein weiteres Bestehen des Tarifeinheitsgesetzes.

Verbesserung der Weiterbildung

In der Tätigkeit als Delegierter des Marburger Bundes in der Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) konnte ich erfahren, dass man berufspolitischen Entscheidungen nicht immer nur hilflos ausgesetzt sein muss, sondern dass man aktiv an Veränderungen mitarbeiten kann. Als Mitglied des Weiterbildungsausschusses der LÄKB versuche ich, die Qualität der Weiterbildung sowie  die Weiterbildungsbedingungen weiter zu verbessern.


Kurzvita

  • Geboren 18.06.1977 Neuruppin
  • Abitur 1997 Neuruppin
  • Studium 1998 – 2005 Freie Universität Berlin
  • Approbation 2005
  • 2005 Mitglied Marburger Bund
  • Seit 2008 Delegierter des Marburger Bundes in der LÄKB und Mitglied des Weiterbildungsausschusses LÄKB
  • 2005 – 2009 Assistenzarzt Orthopädie/Unfallchirurgie Ruppiner Kliniken GmbH
  • 2009 Assistenzarzt Orthopädie/Unfallchirurgie KMG Klinikum Kyritz
  • 2012 Facharzt Orthopädie/Unfallchirurgie
  • 2014 Oberarzt Abteilung Unfallchirurgie und Handchirurgie
  • Derzeit Weiterbildung ZB Handchirurgie