Tarifverhandlungen für die Ärztinnen und Ärzte an den Universitätskliniken Rostock und Greifswald (TV-Ärzte UMN)

2. Verhandlungsrunde blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück

Arbeitgeber müssen nachbessern

07.09.2017 – Am 06.09.2017 hat in Greifswald die zweite Verhandlungsrunde mit der Universitätsmedizin Nord für die Ärztinnen und Ärzte der Unikliniken Rostock und Greifswald stattgefunden. Der Arbeitgeber hatte in der Auftaktrunde angekündigt, ein Angebot zu unterbreiten, welches eine gute Grundlage für die weiteren Verhandlungen darstellt. Was sodann aber auf den Tisch gelegt wurde, bleibt noch deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Der Arbeitgeber bietet verteilt auf eine Laufzeit von 30 Monaten eine Erhöhung für die Assistenz- und Fachärzte von insgesamt 4,0 v.H. und für Oberärzte und leitende Oberärzte von 3,0 v.H. an. Das Angebot liegt damit weit hinter dem, was der Marburger Bund in Mecklenburg-Vorpommern und auch darüber hinaus in anderen Tarifbereichen abgeschlossen hat. Die Abschlüsse des Marburger Bundes 2016/2017 liegen bei ca. 5,0 v.H. bei einer Laufzeit von maximal 24 Monaten.

Begrüßenswert ist, dass sich der Arbeitgeber den Forderungen nach einer Verbesserung der Überstundenvergütung und der Einführung eines elektronischen und damit nachvollziehbaren Arbeitszeiterfassungssystems zur objektiven Dokumentation der Arbeitszeit nähert. Die Verhandlungskommission hat aber deutlich zum Ausdruck gebracht, dass der Arbeitgeber bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 19.09.2017 bei der Erhöhung des Tabellenentgeltes noch erheblich nachlegen muss.

 Für Fragen zu der Tarifrunde mit der Universitätsmedizin Nord stehen wir Ihnen gerne unter service@marburger-bund-mv.de zur Verfügung.