Studienstart in Göttingen

Erstis, Kranke Schwestern und Hot Docs

von Philipp Emanuel Giro

Göttingen, 06.11.2017 – Wenn „Kranke Schwestern“, „Ducktors“ und „Hot Docs“ vor dem Hörsaalgebäude der Anatomie ihre Stimmbänder riskieren, um die Herzen ihrer neuen Erstis zu gewinnen. Wenn sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite das Ordnungsamt postiert, um mit einem Dezibel-Messgerät den Geräuschpegel zu kontrollieren. Dann ist in Göttingen wieder Medi-O-Phase.

Foto: Philipp E. Giro

Nach letzten Vorbereitungen machte sich der Zug aus „Kranken Schwestern“ – bewaffnet mit weißen Kitteln, roten Warnwesten, riesigen Bannern und vollgeladenen Einkaufswagen – auf den Weg machte. Destination: Anatomiegebäude. Ziel: Den „Erstis“ eine unvergessliche O-Phase bereiten.

Noch am Vorabend wurden liebevoll Ersti-Tüten gebastelt, die die Neuankömmlinge in Göttingen willkommen heißen und ihnen helfen sollen, das Wochenende nach der O-Phase sicher zu erreichen. Auch dieses Jahr hat sich der MB an den Ersti-Tüten beteiligt. Premiere feierte allerdings die „MeinBier“-Aktion. „Erstis“ und Tutoren stießen mit Bier an, dessen Flasche nicht von den üblichen Firmenetiketten geschmückt wurde.

Klar, der MB ist eine Gewerkschaft für Ärzte, aber sein Engagement reicht weit darüber hinaus bis ins erste Semester des Medizinstudiums – sei es zunächst auch nur erst einmal als Katalysator für erste freundschaftliche Gespräche während der O-Phase.