"Zur Sache"

Rudolf Henke: Sondierungsergebnisse weisen in die richtige Richtung

17.01.2018 – „Im Bereich Gesundheit und Pflege enthält das Sondierungspapier etliche Festlegungen, die man gut entwickeln und ausformulieren kann“, kommentiert Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, die Ergebnisse der Sondierungsgespräche von CDU/CSU und SPD in der aktuellen Ausgabe der „Marburger Bund Zeitung“. Es gebe ein klares Bekenntnis zu einer flächendeckenden medizinischen und pflegerischen Versorgung – unabhängig von Einkommen und Wohnort.

„Als Marburger Bund begrüßen wir die von uns wiederholt angemahnten erhöhten Investitionen in Krankenhäuser. Wir sind aber der Auffassung, dass diese nicht nur für Umstrukturierungen, neue Technologien und Digitalisierung gelten dürfen, sondern als Einstieg zunächst einmal der Regelversorgung gelten müssen, auf die dann zusätzliche Mittel für die genannten Zwecke aufzustocken sind“, so Henke.

Ein sehr gutes Ergebnis sei das Bekenntnis zu Sofortmaßnahmen für eine bessere Personalausstattung in der Altenpflege und im Krankenhausbereich. Henke weiter: „Eine unserer langjährigen Forderungen erfüllt die in Aussicht gestellte vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen im Krankenhausbereich mit damit verbundenen Nachweispflichten, wenn es denn dazu kommt.“ Die Schaffung von 8.000 neuen Fachkraftstellen für die medizinische Behandlungspflege in Pflegeeinrichtungen werde helfen, desgleichen verbindliche Personalbemessungsinstrumente, auch im Hinblick auf die Pflegesituation in der Nacht.

Insgesamt seien gerade die angestrebten Verbesserungen im Gesundheitswesen eine gute Grundlage für Koalitionsverhandlungen. Es sei zu hoffen, dass es nun bald zu solchen Verhandlungen kommt, die zu weiteren Konkretisierungen führen.

MBZ-Kommentar „Zur Sache“ von Rudolf Henke