Weiterbildung Allgemeinmedizin in Rheinland-Pfalz

Bindeglied zwischen ambulanten und stationären Stationen für angehende Hausärzte

Kassenärztliche Vereinigung, Krankenhausgesellschaft und Landesärztekammer rufen gemeinsame Koordinierungsstelle ins Leben

Mainz, 23.04.2017 – mhe. Ein guter Schritt vorwärts: Mit einer neuen Anlaufstelle zur Beantwortung aller Fragen rund um die fünfjährige Weiterbildung zum Hausarzt soll Ärztinnen und Ärzten in Rheinland-Pfalz der Weg in die spätere Niederlassung erleichtern werden. Die Kassenärztliche Vereinigung, die Krankenhausgesellschaft und Landesärztekammer Rheinland-Pfalz haben gemeinsam vereinbart, mit der neuen Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin die hausärztliche Versorgung in Rheinland-Pfalz langfristig und flächendeckend zu sichern.

Der Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, Dr. Günther Matheis, lobt den neuen, dreiseitigen Vertragsabschluss: „Das ist ein wichtiger Schritt für eine gemeinsame Nachwuchsförderung. Junge Ärztinnen und Ärzte brauchen Planungssicherheit. Daher ist es wichtig, mit einer strukturierten Weiterbildung dafür zu sorgen, dass der Wechsel innerhalb der Weiterbildungsphasen zwischen den ambulanten und stationären Bereichen erleichtert wird. Der neue Vertrag ist hierfür ein wichtiger Baustein.“

Die Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin soll auf regionaler und auch überregionaler Ebene die Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin abstimmen und organisieren. Dabei steht sie nicht nur den Fragen und Bedürfnissen der Ärztinnen und Ärzten offen, die sich in Weiterbildung befinden. Sie dient (neben den einzelnen Organisationen selbst) auch den Vertragsärztinnen und -ärzten sowie den Krankenhäusern, die befugt sind, den Nachwuchs weiterzubilden, als Ansprechpartner und Informationsquelle. Zudem wird die Koordinierungsstelle neue Weiterbildungsverbünde initiieren und bereits bestehende unterstützen. Die Arbeit der Koordinierungsstelle wird auch evaluiert, um sie kontinuierlich zu verbessern. Die Koordinierungsstelle ist bei der KV RLP angesiedelt und mit einer Leiterin besetzt; die KV RLP trägt die Kosten für deren Betrieb.

„Wir freuen uns, dass wir in Zusammenarbeit mit der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz und der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz die Koordinierungsstelle für Allgemeinmedizin als neuen Baustein in die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz integrieren können. Mit ihr werden wir die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin optimieren und individuell aus einer Hand organisieren. Dies sorgt zum einen für mehr Planungssicherheit, zum anderen für eine strukturierte und qualitativ hochwertige Weiterbildung“, sagt Dr. Peter Heinz, Vorsitzender des Vorstands der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz.

„Die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz haben großes Interesse, aktiv an der Weiterbildung junger Hausärzte mitzuwirken. Gerade für die ländlichen Krankenhäuser ist die Nachbesetzung der Hausarztsitze in den Regionen von herausragender Bedeutung", erklärte Dr. Gerald Gaß, Vorsitzender der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz.

Gesundheitsstaatssekretär David Langner begrüßt die Verständigung auf die Einrichtung der Koordinierungsstelle als wichtigen Teil des Maßnahmenpakets, das die Landesregierung und die ärztliche Selbstverwaltung in den letzten Jahren zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung geschnürt haben: „Eine engagierte Arbeit der neuen Koordinierungsstelle ist elementare Voraussetzung für die Etablierung von Weiterbildungsverbünden, die jungen Ärztinnen und Ärzten den Weg zum Abschluss der allgemeinmedizinischen Weiterbildung ebnen. Daher hat das Gesundheitsministerium den Beratungsprozess eng begleitet und wird auch gerne die weitere Umsetzung unterstützen.“