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Ausgabe  02, 12. Februar 2010
 

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 _ MBZ-Schlagzeilen

VKA-Tarifverhandlungen
Arbeitgeber: „Bittgottesdienst für Ärzte”

Für den MB steht spätestens jetzt fest: „Wir stehen am Anfang einer außerordentlich schwierigen Tarifrunde, weil die Arbeitgeberseite offensichtlich nicht den Ernst der Lage erkannt hat und sich einer realitätsbezogenen Analyse des zunehmenden Ärztemangels verweigert,“ wie es MB-Verhandlungsführer Lutz Hammerschlag auch gegenüber den zahlreich erschienenen Pressevertretern formulierte.


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Kommentar
Jetzt oder nie
Die NATO-Streitkräfte agieren im Kriegsfall nach dem taktischen Konzept „Operation verbundener Kräfte“. Dabei wird maximale Effektivität nur dann erreicht, wenn alle Truppengattungen eng zusammenwirken. Nicht anders verhält es sich im Arbeitskampf. Am wirksamsten ist ein Streik, wenn sich alle betroffenen Ärzte beteiligen.
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Zur Sache
Krokodilstränen
Wir haben nix, wir geben nix. Auf diesen einfachen Nenner könnte man die Wortmeldungen der kommunalen Arbeitgeber zusammenfassen, mit denen sie die Tarifrunde 2010 mit dem Marburger Bund vorbereitet haben. Seit Dezember war nichts anderes von ihnen zu hören. Immer die gleiche Leier. Wir kennen das, wir erwarten es nicht anders, so geht es immer los. Befassen wir uns also mit den Fakten.
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Deusche Rentenversicherung (1)
Arbeitskampf wird deutlich ausgeweitet
Wer nicht hören will muss fühlen – dies erfahren aktuell die Deutschen Rentenversicherer (DRV). Da die Arbeitgeber ihre Blockadehaltung beibehalten und bisher kein neues Angebot für alle DRV-Ärzte vorgelegt haben, wird der Streik an den Reha-Kliniken und Verwaltungsstellen im Bereich von DRV Bund, TgDRV und KBS jetzt ausgeweitet.
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Deutsche Rentenversicherung (2)
DRV eine „Insel der Unbelehrbaren“
Das Votum war eindeutig. Anfang Januar haben die Ärztesprecher aus dem Bereich der Deutschen Rentenversicherung (DRV) beschlossen, den Druck auf die Arbeitgeber deutlich zu erhöhen. Die Ärztesprecher verständigten sie sich mit den Spitzen des Marburger Bundes darauf, vom 12. Januar an den Arbeitskampf auszudehnen. Seither werden die Rehabilitations-Kliniken und Einrichtungen der DRV jeweils von Dienstag bis Donnerstag bestreikt.
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Unfallkrankenhaus Berlin
Tarifeinigung für Europas größte Unfallklinik
Ein arztspezifischer Haustarifvertrag mit deutlichen Gehaltsverbesserungen für die Ärzte, eine Aufwertung der Bereitschaftsdienste und eine monatliche Kinderzulage im Rahmen eines „Familienpaketes“ – darauf haben sich am 12. Januar der Marburger Bund Berlin/Brandenburg und die Geschäftsführung des Unfallkrankenhauses Berlin (ukb) geeinigt.
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Betriebsratswahlen 2010 (1)
Jetzt wird es für eine Kandidatur allerhöchste Zeit!
Kennen Sie diese Probleme? Ihrer Berufsgruppe wird kein Gehör geschenkt. Ihre Abteilung ist unterbesetzt und Sie müssen immer mehr Arbeit übernehmen. Es gibt keine elektronische Zeiterfassung. Die Verwaltungsaufgaben lassen sich kaum in der regulären Arbeitszeit bewältigen. Sie haben einen Berg Überstunden angesammelt, der Ihnen nicht vergütet wird. Sie haben das Gefühl, sich zwischen Kind und Karriere entscheiden zu müssen. Es gibt zu wenig Teamarbeit und zu viel hierarchisches Denken. Betriebsvereinbarungen werden nicht oder nur teilweise eingehalten.
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Betriebsratswahlen 2010 (2) - Erfahrungsbericht
Wie viel Betriebsrat verträgt denn nun ein Krankenhaus?
Jeder kennt sie, die Missstände in deutschen Krankenhäusern: unbezahlte Überstunden, Bereitschaftsdienste, die eigentlich keine sind, Pausen, die nicht genommen werden können, ungerechte Einteilungen im Dienstplan, „besondere erzieherische Maßnahmen“ im Zusammenhang mit Ausbildungsinhalten und so weiter und so weiter. Wenn es also kein Licht mehr am Ende des Tunnels gibt, dann wird es Zeit, das Licht im Tunnel anzuknipsen. Der Gesetzgeber beschert auch Krankenhäusern eine wie auch immer geartete Form der Mitarbeitervertretung, nur hat sie oft nicht die gleiche Akzeptanz wie in der freien Wirtschaft.
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Elektronischer Entgeltnachweis
Grenzen für die Daten-Sammelwut
„Arbeitnehmer geben ihre Rechte im Datenschutz nicht am Werkstor oder an der Krankenhauspforte ab. Das wäre aber der Fall, wenn sie die Weitergabe jeder Information aus dem Arbeitsverhältnis dulden müssten. Da kann der Arbeitgeber nicht einfach freie Hand bekommen.“ So hat Rudolf Henke, MB-Vorsitzender, die Datensammlung und -weitergabe im Zuge des Elektronischen Entgeltnachweises (ELENA) kritisiert. „Wir werden rechtlich prüfen lassen, inwieweit es sich bei der Datenerhebung um eine verfassungswidrige Vorratsdatenspeicherung handelt, die einen unverhältnismäßigen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt.“
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DocSteps reloaded
Das dürfen Sie sich nicht entgehen lassen!
Gerade weil DocSteps 2008 mit knapp 1.300 Teilnehmern so ein toller Erfolg war, findet nun die Fortsetzung – DocSteps reloaded – in diesem Jahr am 17. und 18. April im Internationalen Congress Centrum Berlin statt.
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Abgehorcht
TV tötet
„Er war im grauen Einerlei/Vor Langeweile wie ein Pilz zersprungen.“ Dies wird in einem Gedicht beschrieben, in dem der deutsche Dichter Georg Heym die Hölle beschreibt. Allerdings werden ähnliche Vorfälle in der medizinischen Fachliteratur selten beschrieben. Aber kann Langeweile nicht doch töten?
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