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Ausgabe  16/2009, 13. November 2009
 

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Hausarbeit macht sexy

Zuerst die gute Nachricht: Arbeit lohnt sich doch. Nun die schlechte: Damit ist nicht die Arbeit im Krankenhaus gemeint. Vielmehr hat eine US-amerikanische Studie an der Arizona State University, Tempe, gezeigt, dass intensive Hausarbeit mit einem regen Sexualleben verbunden ist (Abb. \"ext\" Link verweist auf externe Webseiten C.T. Gager und S.T. Yabiku; Journal of Family Issues 2009, doi:10.1177/0192513X09348753). Ursprünglich war das gegenteilige Ergebnis erwartet worden. Eigentlich hat Hausarbeit nicht den Ruf, besonders sexy zu sein. Das ist wohl zumindest in den USA ein Vorurteil. Betrachtet wurden im Rahmen der Studie dabei so reizvolle Tätigkeiten wie Kochen, Waschen und Gartenarbeit. Man sollte eigentlich meinen, dass Zeit, die mit diesen Tätigkeiten gefüllt wird, an anderer Stelle fehlt. Die Studie mit rund 7.000 Ehepaaren zeigte aber, dass vielmehr das Gegenteil gilt: „Both women and men who ,work hard’ also ;play hard“’: Wer sich in dem einen Bereich engagiert, sammelt Energie für den anderen. Dabei arbeiten Frauen fast doppelt so viel im Haushalt wie Männer – nämlich rund 42 Stunden pro Woche. Am besten schnitten Paare ab, bei denen Frau und Mann die Hausarbeit lustvoll genießen. Möglicherweise erinnern sich die Ehepartner daran, warum sie einst heirateten, wenn sie an einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten. Leider liegen analoge Ergebnisse zur Arbeit im Krankenhaus nicht vor, jedoch gewinnt die Aktion Familienfreundliches Krankenhaus“ durch solche Studien eine ganz neue Dimension, in die es vorzustoßen gilt. Schlecht wäre es jedenfalls nicht, würden dank verschärfter Hausarbeit mehr Kinder von Akademikern in die Welt gesetzt. Aber auch ohne diese Intention kann Hausarbeit offensichtlich richtig viel Spaß machen und verursachen, wundert sich

Ihr Dr. M. B.
 
 
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