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Ausgabe  02/2010, 12. Februar 2010
 

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 _ Leserforum

Zur Evaluation der Weiterbildung


Globalkritik ist wenig konstruktiv

Aktuell In der MBZ-Ausgabe 18 vom 24. Dezember 2009 haben Sie im Leserforum den Abb. \"IMB\" Link verweist in den internen Mitgliederbereich Beitrag eines Kollegen zum Thema Evaluation der Weiterbildung veröffentlicht.

Ich darf mir erlauben ihn zu kommentieren: Ich bin Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesärztekammer, leitender Oberarzt, MB-Mitglied und habe am Projekt Evaluation der Weiterbildung (EVA) von Anfang an mitgearbeitet. Ich halte die von dem Kollegen geäußerte Globalkritik gegen alles, was selbstverwaltete Ärzteschaft zu bieten hat, für wenig konstruktiv und auch für nicht ganz fair, unterstellt er doch mir zusammen mit vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen in Landesärztekammern, Bundesärztekammer, zahlreichen Berufsverbänden und Fachgesellschaften, wir hätten nichts anderes im Sinn, als Ärzte zu gängeln, von der Mitgestaltung auszuschließen, sie am Fortkommen zu hindern und unsere Pfründe zu sichern. Sogar von existenzieller Bedrohung ist die Rede.

Warum er für diesen zornigen Rundumschlag ausgerechnet die EVA zum Anlass nimmt, erschließt sich mir nicht. Immerhin hat die so gescholtene Selbstverwaltung endlich einmal, in seltener Einigkeit, dieses Projekt auf den Weg gebracht, das genau das Gegenteil will: Suche nach Schwachstellen, Aufbrechen verkrusteter Strukturen, Einbeziehung der Betroffenen mit dem Ziel, das Kernprodukt der Selbstverwaltung – die Facharztqualifikation – zu verbessern.

Wer außer uns Ärztinnen und Ärzten sollte Inhalt und Umsetzung der Weiterbildung gestalten, wer sollte die Befragung auswerten? Ein Ministerium? Eine Bundes- oder Landesbehörde? Vertraut man denen mehr als den eigenen demokratisch gewählten Kollegen? Nein, die Möglichkeit zur Selbstgestaltung in Form von Kammern sollten wir auf keinen Fall aus der Hand geben. Wir sollten sie, bei allen unbestreitbaren Defiziten, auch nicht einfach schlechtreden, sondern aktiv besser ausgestalten. Dazu gehört auch, an Kammerwahlen und an Befragungen teilzunehmen, bevor alles in Bausch und Bogen abgelehnt wird. Werter Kollege: Schauen Sie sich mal Wahlbeteiligungen und die Teilnahme an der Befragung an, dann sehen Sie, was man den „bürokratischen Ungetümen“ entgegensetzen könnte.

Wir sollten jede Ärztin, jeden Arzt zur aktiven Mitgestaltung aufrufen. EVA ist eine gute Plattform, die es zu nutzen, zu pflegen und weiterzuentwickeln gilt. Die von dem Kollegen formulierte Totalablehnung ohne Alternative halte ich für wenig hilfreich und orientiere mich lieber an Thomas Carlyle: „Die Zeit ist schlecht? Wohlan. Du bist da, sie besser zu machen.“

Dr. Wolfgang Schaaf, Straubing



Zugangscode nicht weitergegeben

Es gibt eine ganze Menge Assistenten, die von ihrem Chef den Zugangscode nicht automatisch mitgeteilt bekamen. Sie hätten mehrfach nachhaken müssen, und der Chef hätte – berechtigterweise – „Lunte gerochen“, sprich: Er wäre bei der Beurteilung alles andere als gut weggekommen. Wenn man dann noch der einzige Assistent der Abteilung oder womöglich des ganzen Hauses ist, ist eine ehrliche Evaluation reiner Selbstmord. Glückwunsch an den, der sich dieses Prozedere so ausgedacht hat. Da kann man es auch gleich lassen!

Name ist der Redaktion bekannt


E-Mail-Adresse der Redaktion: redaktion@marburger-bund.de

 
 
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