Berlin, 19. März 2010
Terminhinweis:
DRV-Ärzte demonstrieren am 24. März in Karlsruhe
Unter dem Motto "Her mit dem Tarifvertrag oder: Wir sind dann mal weg!" demonstrieren am 24. März Ärzte aus den Einrichtungen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in Baden-Württemberg gegen ihre Ungleichbehandlung durch die Arbeitgeber. In der seit Monaten andauernden Auseinandersetzung kämpfen die streikenden Ärzte für einen eigenen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen in den Reha-Kliniken und Sozialmedizinischen Diensten der DRV. „Die Arbeitgeber schaden ihren Versicherten und den auf eine Rehabilitation angewiesenen Patienten, weil sie tatenlos zusehen, wie sich die Arbeitsbedingungen in den Reha-Kliniken und Sozialmedizinischen Diensten der Deutschen Rentenversicherung immer weiter verschlechtern“, sagte Dr. Josef Ungemach, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes Baden-Württemberg.
Seit Jahren werde den DRV-Ärzten ihre Arbeit immer schwerer gemacht. „Die DRV-Ärzte arbeiten unter veralteten Tarifverträgen, erhalten im Durchschnitt etwa ein Drittel weniger Gehalt als Ärzte an Akutkliniken und müssen aufgrund des Personalmangels eine stetig wachsende Arbeitsbelastung bewältigen. Das alles wirkt sich negativ auf die Betreuung und Versorgung der Patienten und Versicherten aus“, so Ungemach.
Seit 8. Dezember 2009 kämpfen die Ärztinnen und Ärzte der Deutschen Rentenversicherung (DRV) für einen arztspezifischen Tarifvertrag. Sie wollen nicht länger wie Ärzte zweiter Klasse behandelt werden und fordern eine Gleichstellung mit ihren Kollegen an den Akutkliniken. Die Ärztinnen und Ärzte in den Reha-Kliniken leisten eine verantwortungsvolle Arbeit bei schwer und chronisch Erkrankten und frisch operierten Patienten, die mit der ärztlichen Tätigkeit in einem Krankenhaus vergleichbar ist. Die Arbeit der Ärzte im Sozialmedizinischen Dienst setzt ein komplexes, interdisziplinäres Fachwissen und klinische Erfahrung voraus. Mit hohem Verantwortungsbewusstsein sowohl in medizinischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht nehmen sie sozialmedizinische Leistungsbeurteilungen vor, die eine wesentliche Grundlage bei der Entscheidung über die Gewährung oder Ablehnung von Sozialleistungen darstellen und die nicht selten bei fünf- bis sechsstelligen Euro-Beträgen liegen.
Angaben zur Kundgebung im Detail:
WAS: Protestveranstaltung der streikenden Ärzte im Bereich der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württembergs
WANN: Am Mittwoch, 24. März 2010, um 11:55 Uhr
WO: vor dem Regionalzentrum Karlsruhe der DRV und KBS Baden-Württemberg
Aufruf zur Protestveranstaltung in Karlsruhe ![]()