13 Wochen Ärztestreiks seit dem 16. März 2006 Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) haben sich am 16. Juni 2006 auf den Abschluss eines Ärzte-Tarifvertrages verständigt und Eckpunkte unterzeichnet. Am 30. Oktober 2006 verständigte man sich nach wochenlangen Redaktionsverhandlungen auf einen ausformulierten Vertragstext. Dem Abschluss ging ein harter Arbeitskampf voraus: Im Oktober 2005 begannen die Tarifverhandlungen zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über einen arztspezifischen Tarifvertrag der 22 000 Universitäts- und Landeskrankenhausmediziner. Die Tarifverhandlungen zwischen Marburger Bund und TdL waren am 9. März 2006 gescheitert, nachdem insbesondere in der Vergütungsfrage keine Annäherung der Positionen erreicht wurde. Das damals letzte Vergütungsangebot der Arbeitgeber beinhaltete eine Kürzung der Ärztegehälter um vier Prozent! Mit massiver Intensität streikten die Ärztinnen und Ärzte seit dem 16. März insgesamt 13 Wochen gegen die Betonkopfpolitik der TdL und für einen Ärzte-Tarifvertrag zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. An den Ärzte-Streiks beteiligten sich in der Spitze bis zu 14 000 Ärztinnen und Ärzte in über 40 Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern. Die Mediziner forderten von der TdL einen anständigen Ärzte-Tarif, der bessere Arbeitsbedingungen und international übliche Gehälter garantiert. Am 16. Juni 2006 wurde in Berlin der entscheidende Tarifabschluss erzielt. Hier alle Infos zu den Ärzte-Streiks und zum Tarifabschluss:
Marburger Bund und Tarifgemeinschaft deutscher Länder einigen sich auf Ärzte-Tarifvertrag