Ärzte-Streiks in kommunalen Krankenhäusern “Der starke Wille der Ärzte, für einen eigenen arztspezifischen Tarifvertrag streiken zu wollen, ist ein unmissverständliches Signal an die Arbeitgeber“, so der Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Frank Ulrich Montgomery. Der Gewerkschaftschef warnte die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) vor einem „heißen Sommer“ in den Krankenhäusern. Es sei ein großer Fehler der Arbeitgeber gewesen, in den fünf Tarifverhandlungsrunden kein Angebot für einen originären Ärzte-Tarif vorzulegen und stattdessen auf der Grundlage des mit ver.di abgeschlossenen Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) verhandeln zu wollen. “Kein Arzt wird jemals einen Tarifvertrag akzeptieren, der nicht vom Marburger Bund unterzeichnet wurde“, so Montgomery. Der MB-Vorsitzende stellte klar, dass die ärztlichen Arbeitsbedingungen auch in den kommunalen Krankenhäusern „grottenschlecht“ seien. Überlange Arbeitszeiten, Marathon-Schichten zu Lasten der Patienten, permanente Kürzung der Einkommen, millionenfach unbezahlte Überstunden und immer mehr Bürokratie seien auch für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern bittere Realität. Die zunehmende Verschlechterung der ärztlichen Arbeitsbedingungen bekämen auch die Patienten zu spüren, die immer häufiger auf überlastete und demotivierte Mediziner treffen. Montgomery: „Unser Streik für bessere Arbeitsbedingungen ist deshalb auch ein Streik für unsere Patienten, die Anspruch auf ausgeruhte und motivierte Ärzte haben.“ Hauptforderungen des MB: Mehr Infos zum Ärzte-Streik in kommunalen Krankenhäusern (MB/23.06.06)
Die Kernforderungen des Marburger Bundes