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 _ Tarifbereich kommunale Krankenhäuser

Streik an kommunalen Krankenhäusern ausgeweitet
10 000 Ärztinnen und Ärzte legten Arbeit nieder

am heutigen Mittwoch  (28. Juni) legten rund  10 000 Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern in sechs Bundesländern und insgesamt 45 Städten ihre Arbeit nieder. Gestreikt wurde in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen.

Allein in Oldenburg versammelten sich mehr als 600 Mediziner zu einer zentralen Kundgebung und zogen vom Oldenburger Hauptbahnhof durch die Innenstadt zum Schloßplatz.

Die knapp 70 000 Ärztinnen und Ärzte an den bundesweit rund 700 kommunalen Krankenhäusern fordern wie Ihre Kollegen an den Unikliniken einen eigenen arztspezifischen Tarifvertrag, der die unerträglichen Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern verbessert und damit auch die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Patienten gewährleistet. Die Ärzte wehren sich gegen unverhältnismäßige Arbeitszeiten, massive Gehaltseinbußen, unzählige unbezahlte Überstunden und die extreme Bürokratie am Arbeitsplatz.

Mit Plakaten wie „Wir können Sie nicht behandeln – wir müssen dokumentieren!“ machten auch die Ärzte in Wiesbaden heute auf die ungeheure Misere aufmerksam. In ihren weißen Kitteln standen sie vor dem Krankenhaus und diskutierten mit den Patienten, Besuchern und Lieferanten. Bei einer Protestaktion unter dem Motto „Wir bluten aus!“ spendeten die Ärzte Blut.

Der Marburger Bund  bietet allen von Streikmaßnahmen betroffenen Kliniken Notfalldienstvereinbarungen an, die sicherstellen, dass an den Krankenhäusern zu jeder Zeit Not- und dringliche Fälle ärztlich versorgt werden. Planbare Operationen werden jedoch an den Streiktagen verschoben.

Zum Ende der Woche wird der Streik bundesweit ausgeweitet. Neben den bereits genannten Bundesländern folgen weitere Standorte in Nordrhein-Westfalen und Saarland. Weitere Streiks und Aktionen wie die „Aktive Mittagspause“ sind auch für die nächste Woche geplant.

 Mehr Infos zum Ärzte-Streik in kommunalen Krankenhäusern

(MB/28.06.06)

 
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