Neuer Streihöhepunkt
16 300 Mediziner legen in 156 Krankenhäusern Arbeit nieder!
Am 8. August 2006 sind rund 16 300 Ärztinnen und Ärzte dem Aufruf des Marburger Bundes gefolgt und haben in 156 kommunalen Krankenhäusern ihre Arbeit niedergelegt. Gestreikt wird in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Hessen, Bremen und Sachsen.
Die Eskalationstaktik des Marburger Bundes funktioniert auch nach 44 Tagen Ärztestreik. Die weitere Verschärfung des Arbeitskampfes unterstreicht den unbändigen Willen der Mediziner für einen eigenen arztspezifischen Tarifvertrag, der zu besseren Arbeitsbedingungen und anständigen Gehältern führen muss. Die Vereinigung kommunaler Arbeitsgeberverbände (VKA) muss endlich einsehen, dass man Tarifkonflikte nicht aussitzen kann.
Der Marburger Bund fordert die Arbeitgeber erneut zu anständigen und fairen Tarifverhandlungen auf. Wir können den Tarifkonflikt an den kommunalen Krankenhäusern in kurzer Zeit beenden, wenn die VKA bereit ist, den Leitgedanken besserer Arbeitsbedingungen in den Ärzte-Tarifvertrag einzuarbeiten. Lohndiebstahl bei den Ärzten – so wie im VKA/Verdi-Tarifvertrag vereinbart – wird es mit dem Marburger Bund jedoch nicht geben.
Alles zu den Ärzte-Streiks an kommunalen Krankenhäusern