Neuer Streihöhepunkt
17 000 streikende Ärzte zwingen Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen
Unter dem Druck der massiven Ärztestreiks hat sich die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) bereit erklärt, die Tarifverhandlungen mit dem Marburger Bund fortzusetzen. Am 9. August 2006 legten insgesamt 17 000 Mediziner in 183 kommunalen Krankenhäusern ihre Arbeit nieder. Rund 3 500 Ärzte kamen zu einer Großdemo des Marburger Bundes nach München.
Die stetige Verschärfung der Streiks belegt, dass der Plan der VKA, die Streikmotivation der Ärzte mit dem mit Verdi am 1. August vereinbarten Tarifabschluss auszuhebeln, gescheitert ist. Die einzig legitimierte Ärztegewerkschaft ist der Marburger Bund, der von den gut 140 000 Krankenhausärzten rund 110 000 gewerkschaftlich organisiert.
Bei der Großdemo in München sagte der Vorsitzende des MB, Dr. Frank Ulrich Montgomery, dass die Ärzte den Abschluss mit Verdi nicht anerkennen. Er forderte von der VKA ein verbesserters Angebot, da der VKA/Verdi-Deal Ärzten durchschnittliche Gehaltseinbußen von 12 Prozent zumutet. "Wir werden nicht zu Verhandlungen gehen, um tagelang in die Tischkante zu beißen."
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Marburger Bund gegen Verdi (Tagesthemen-Video, 09.08.06) |
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Ärztewut gegen Verdi (Junge Welt, 09.08.06) |
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