
Dr. med. Frank Ulrich Montgomery
1. Vorsitzender des Marburger Bundes
Der Marburger Bund – die Interessenvertretung der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands – ist in diesem Jahr 60 Jahre alt geworden. In diesen sechs Jahrzehnten hat sich viel getan im deutschen Gesundheitswesen, in der tarifpolitischen Landschaft und im Marburger Bund selbst.
Hervorzuheben ist dabei zweifelsohne die tarifpolitische Emanzipation des Marburger Bundes als einzige tariffähige Ärztegewerkschaft in Deutschland. Innerhalb weniger Monate ist es dem Marburger Bund mit Unterstützung der Ärztinnen und Ärzte vor Ort gelungen, das Tarifgefüge hierzulande mit eigenen arztspezifischen Tarifverträgen im öffentlichen Dienst und im privaten Kliniksektor entscheidend zu verändern. Es ist deshalb auch nicht vermessen, wenn die Medien in diesem Zusammenhang von historischen Ärztestreiks und Tarifabschlüssen sprechen.
Sicherlich waren es auch die tarifpolitischen Erfolge der vergangenen Monate, die dazu beigetragen haben, dass der Marburger Bund seine Position als größter deutscher und europäischer Ärzteverband mit freiwilliger Mitgliedschaft hat ausbauen können. Aber auch vor den Ärztestreiks und den arztspezifischen Tarifabschlüssen konnte der Marburger Bund unter anderem durch konsequente politische Interessenvertretung, mitgliedernahe Beratung und berufsrelevante Seminarangebote stetig seine Mitgliederzahlen erhöhen. Wir sind stolz darauf, dass uns heute rund 110 000 Mitglieder ihr Vertrauen schenken.
Diese positive Entwicklung bedeutet für den Marburger Bund auch eine große Verantwortung gegenüber den Ärztinnen und Ärzten. Zukünftig wird es also darum gehen, der Verpflichtung als größter Ärzteverband und einziger Ärztegewerkschaft Deutschlands gerecht zu werden.