Protestaktion
Aktive Mittagspause vor dem DIAKO Bremen
Die gemeinsam mit Ver.di durchgeführte „aktive Mittagspause“ vor dem DIAKO Bremen war ein voller Erfolg. Ca. 150 Beschäftigte des DIAKO in der Mehrzahl Ärztinnen und Ärzte, Schwestern und Pfleger, hatten sich zum gemeinsamen Protest gegen niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen vor dem DIAKO postiert. Beschäftigte des DIAKO sorgten für die Verpflegung, die anderen formulierten Ihre Forderungen und Ihren Ärger gegen die Arbeitsrechtliche Kommission, aber auch gegen die Geschäftsführung des DIAKO. Die Gehälter der Ärztinnen und Ärzte im Bereich AVR-DIAKONIE liegen deutlich unter den Gehältern der Berufgruppe im Bereich VKA und TdL Marburger Bund.
Immer noch verweigern die Einrichtungen der DIAKONIE den Abschluss von Tarifverhandlungen mit dem Hinweis auf ihre verfassungsrechtliche Sonderstellung. In der Kommentierung zum AVR (Arbeitsvertragliche Richtlinien der DIAKONIE) heißt es, dass es ein Widerspruch wäre, der die Predigt der Versöhnung unglaubwürdig machen kann, wenn Arbeitsrechtsrechtskonflikte in Konfrontation (Tarifverhandlungen) und schließlich im Arbeitskampf mit einem Partner ausgetragen würde, der dem kirchlichen Auftrag nicht verpflichtet ist.(Marburger Bund, Gewerkschaften). Zu einer verantwortlichen und fairen Konfliktlösung gehört aber auch, den beschäftigten ein auskömmliches Einkommen zu Gewähren durch das die Arbeit der Beschäftigten durch den Arbeitgeber als wertvoll anerkannt wird. Bei der derzeitigen Gehaltsgestaltung kann man diese Anerkennung nicht sehen. Bei den Ärzten gibt es zu anderen Kliniken Gehaltsdifferenzen von bis zu 700,- € brutto. Hieraus resultiert eine erhebliche Problematik bei der Personalbeschaffung und bei der Personalbindung. Der Geschäftsführer des DIAKO ist einerseits auch unzufrieden mit der Zögerlichkeit der Arbeitsrechtlichen Kommission sieht aber für sich keinen Handlungsbedarf. Er wollte die nächste Verhandlungsrunde, die am Montag, den 28. September 2009 beginnen sollte, abwarten. Dieser Termin ist abgesagt worden. Dennoch hofft er weiterhin auf eine Lösung des Problems durch die arbeitsrechtliche Kommission.
Aber was passiert, wenn es dort zu keiner Lösung kommt? Hierzu hat sich Herr Eggers noch nicht geäußert. Wir bieten ihm weiterhin an über Tarifverhandlungen zu einer beiderseits akzeptablen Regelung zu finden zumal auch die Einrichtungen der katholischen Kirche längst in weiten Teilen die Vergütung des TV-Ärzte/VKA übernommen hat.
Die aktive Mittagspause wird nicht die letzte Aktion bleiben, wenn sich nichts ändert. Ein weitergehendes Abwarten wird es nicht geben. Der Marburger Bund wird den Druck auf die Geschäftsführung durch ähnliche Veranstaltungen erhöhen.