Resolution der MB-Fraktion im Ärzteparlament der Ärztekammer-Westfalen-Lippe:
Nur ein Tarifvertrag auf dem marktüblichen Niveau für Ärzte kann diesen Arbeitskampf beenden!
DRV-Ärzte dürfen nicht schlechter gestellt werden als ihre Kollegen!
Bad Lippspringe. Die Fraktion des Marburger Bundes in der Kammerversammlung der Ärztekammer Westfalen-Lippe unterstützt das bisherige Engagement der streikenden Ärztinnen und Ärzte im Tarifbereich der Deutschen Rentenversicherung (DRV, TgDRV, KBS).
Die Ärztinnen und Ärzte haben allen Grund, für faire Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen in ihren Kliniken und Einrichtungen zu streiken, denn das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite in den Verhandlungen mit dem Marburger Bund blieb rund zehn Prozent hinter dem hierzulande üblichen Tarif-Standard für Ärztinnen und Ärzte an anderen Krankenhäusern zurück.
Die 47-köpfige Marburger-Bund-Fraktion in dem Ärzteparlament der viertgrößten deutschen Ärztekammer fordert auf ihrer Klausurtagung in Bad Lippspringe angesichts des über ein Jahr andauernden Tarifkonfliktes im Bereich der Deutschen Rentenversicherung die Arbeitgeberseite einstimmig und unmissverständlich auf, mit einem vernünftigen Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Die Weigerung der Arbeitgeber, die rund 2000 DRV-Ärzte endlich mit ihren Kolleginnen und Kollegen an den tarifgebundenen Kliniken gleichzustellen, ist schlicht unverständlich, denn durch das Festhalten an nicht mehr marktüblichen Ärztegehältern lassen sich in Zeiten eines sich weiter verschärfenden Ärztemangels bei der DRB/KBS keine der freien Arztstellen besetzen.
Die Arbeitgeber sollten jetzt zur Vernunft kommen, um zu verhindern, dass tausende Patienten in den nächsten Wochen nicht behandelt werden können. Schon jetzt müssen viele Patienten unnötige Wartezeiten in Kauf nehmen, weil im Bereich der DRV/TgDRV und KBS viele Arztstellen unbesetzt sind. Alle Ärztinnen und Ärzte hierzulande kennen ihren fairen Marktwert! Bis dieses Ziel erreicht ist, streiken die Ärztinnen und Ärzte weiter!
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Michael Helmkamp
Pressesprecher des Marburger Bundes NRW/RLP
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