BAföG

Gibt es bald mehr Geld für (fast) alle?

Aufwandsentschädigungen im Praktischen Jahr dürfen nun auch offiziell steigen

Berlin (lure).

Gute Nachrichten für viele Medizinstudierende: Das ist ganz sicher für jene, die BAföG erhalten. Unter bestimmten Umständen könnte dies auch für viele andere gelten, die demnächst ihr Praktisches Jahr machen: Der BAföG-Höchstsatz ist angehoben worden.

Zum Wintersemester 2016 sind die BAföG-Sätze um sieben Prozent gestiegen. Studierende mit eigener Wohnung können bis zu 735 Euro monatlich erhalten. Überproportional soll zusätzlich der Wohngeldzuschlag auf 250 Euro (bisher: 224 Euro) steigen. Dies soll laut Bundesregierung den gestiegenen Mietkosten Rechnung tragen. Für Studierende, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, steigt damit der Förderhöchstsatz um rund 9,7 Prozent auf bis zu 735 Euro.

Auch die Freibeträge für das Elterneinkommen steigen, sodass mehr Studenten und Schüler BAföG erhalten können. „Durch das höhere BAföG können die Elterneinkommen etwa sieben Prozent höher sein. Damit ist die Chance auf BAföG-Förderung höher und ein BAföG-Antrag sinnvoller denn je“, kommentierte der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), Achim Meyer auf der Heyde, das Inkrafttreten der neuen BAföG-Freibeträge und -Bedarfssätze. Bis zu 735 Euro kann die BAföG-Förderung betragen. Neben dem Studium darf bis zu 450 Euro (Minijob) hinzuverdient werden, ohne dass dies Einfluss auf die BAföG-Förderung hat. Aber was hat das alles mit dem Praktischen Jahr zu tun?

Bei der vergangenen Reform der Approbationsordnung hielten die Macher es für sinnvoll, die Aufwandsentschädigungen im Praktischen Jahr an die Höhe des BAföG-Höchstsatzes zu koppeln: „Die Gewährung von Geld- oder Sachleistungen, die den Bedarf für Auszubildende nach §13 Absatz1 Nummer2 und Absatz2 Nummer2 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes übersteigen, ist nicht zulässig.“

Für den Marburger Bund müsste eigentlich der BAföG-Höchstsatz die Untergrenze für die Aufwandsentschädigungen sein. Der Marburger Bund hat sich mehrfach gegen entsprechende Höchstgrenzen ausgesprochen. Die meisten Hochschulen und Lehrkrankenhäuser sehen dagegen diesen Passus als Höchstgrenze an. Bislang wurde diese Obergrenze im Inland bei 597 Euro angenommen. Das ist der BAföG-Regelbedarf für außerhalb wohnende Studierende. Der entsprechende Satz ist nun immerhin auf 649 Euro gestiegen. Ob die Hochschulen und Lehrkrankenhäuser dies nachvollziehen? MB-Mitglieder werden über die MB-Medien wie die MB-Studi-News und die Marburger Bund Zeitung auf dem Laufenden gehalten …

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