Kinder kriegen

Was das neue Mutterschutzgesetz schützen soll

Schwangere Studentinnen könnten unter bestimmten Bedingungen unters Gesetz fallen

Berlin (lure).

Auch Studentinnen und Schülerinnen sollen künftig Mutterschutz in Anspruch nehmen können. Das ist einer der zahlreichen Punkte, mit denen Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) die fast 65 Jahre alten Regelungen entstauben will. Ihr Gesetzentwurf zur Reform des Mutterschutzes hat bereits das Kabinett passiert. Die Schutzfrist für werdende Mütter beginnt demnach zwar unverändert sechs Wochen vor der Entbindung und endet in der Regel acht Wochen danach.
Schülerinnen und Studentinnen sollen dann in den Anwendungsbereich des Gesetzes einbezogen werden, wenn die Ausbildungsstelle Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgibt oder die Schülerinnen oder Studentinnen im Rahmen der schulischen oder hochschulischen Ausbildung ein verpflichtend vorgegebenes Praktikum ableisten. Für Schülerinnen und Studentinnen werden damit nun erstmalig bundeseinheitliche Regelungen für den Mutterschutz getroffen.

Im Mutterschutzgesetz geht es aber um mehr – und die Diskussionen um den Mutterschutz und die Weiterbildung sind auch unter Ärztinnen teilweise heftig. Für jene, die eine Schwangerschaft nach dem Studium planen, ist vielleicht die Forderung des Marburger Bundes interessant: „Die 128. Hauptversammlung fordert die Arbeitgeber im Krankenhaus auf, bei der Gestaltung des Mutterschutzes im Krankenhaus die individuelle Situation von Ärztinnen stärker zu berücksichtigen. Gefährdungsbeurteilungen müssen auf die individuellen Bedürfnisse der Ärztin eingehen und mit der werdenden Mutter ausführlich besprochen werden.“

Der Marburger Bund hat eine entsprechende Stellungnahme verfasst: http://weiter.es/-HMKB.

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