Was ist das ­Besondere am MB?

Die Frage ist berechtigt und einfach zu beantworten

Berlin (ass).

Der Marburger Bund ist nicht nur Europas und damit auch Deutschlands größter Ärzteverband, er ist auch Deutschlands einzige Ärztegewerkschaft. Als solche handelt er arztspezifische Tarifverträge für die Ärztinnen und Ärzte an den allermeisten Kliniken in Deutschland aus. Das Recht dazu haben Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudierende in den Jahren 2005 und 2006 gemeinsam in wochenlangen Streiks durchgesetzt – erst für die Universitätskliniken, dann für die allermeisten kommunalen Krankenhäuser, später dann auch für die großen Klinik-Ketten wie Helios und Asklepios, aber auch für kleinere Verbünde wie die KMG-Kliniken (mehr dazu in der MB-Broschüre für Berufseinsteiger).

Verhandelt wird mit Krankenhausarbeitgebern auf Bundes- und Landesebene. Manche Tarifverträge werden durch die MB-Landesverbände auch nur für einzelne Krankenhäuser abgeschlossen, wo Ärztinnen und Ärzte ihr Recht auf einen arztspezifischen Tarifvertrag durchsetzen wollten. Der MB setzt sich aktuell zudem dafür ein, dass es künftig auch Tarifverträge für angestellte Ärztinnen und Ärzte in Praxen und Medizinischen Versorgungszentren gibt.

Was interessiert das ­Medizinstudierende?

Ganz einfach: Medizinstudierende im Marburger Bund erhalten über viele verschiedene Informationskanäle wichtige Infos über spätere mögliche Arbeitgeber. Das verschafft einen enormen Wissensvorsprung. Wer sollte außerdem besser zum Zeitpunkt des Berufseinstiegs, beim ersten Arbeitsvertrag seine Mitglieder kostenlos beraten können als jene Organisation, die die Tarifverträge – darin geht es ums konkrete Gehalt, die Arbeitszeit, die Regelungen zu Überstunden, zum Bereitschaftsdienst usw. – gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten in Verhandlungskommissionen gegenüber einem Arbeitgeber durchgesetzt hat?

Als Medizinstudierender hat man vielleicht auch bereits einen Arbeitsvertrag für einen Nebenjob – auch da bekommt man schon Hilfe vom MB, wenn  es Probleme gibt. Und dann gilt schlicht und einfach: Je mehr Mitglieder eine Gewerkschaft zählt, desto durchsetzungsfähiger ist sie, desto besser ist der Einzelne in schwierigen Arbeits­situationen geschützt – zurzeit denken so rund 119.500 MB-Mitglieder, vom Studierenden bis zum Chefarzt.

Kommentare


Möchten auch Sie mitdiskutieren?!

Dann loggen Sie sich in unsere Web-Community ein. Sind Sie bereits Mitglied, besitzen aber noch keinen Account zur Web-Community? Dann registrieren Sie sich bitte hier.

Login