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Glückwunsch an alle Erstis!

Vorstellung und Wirklichkeit

Von Konrad Kilic

Herzlich begrüßen wir alle Erstsemester in unseren Reihen! Der steinige Weg hin zur Zulassung ist beschritten und gespannt könnt ihr auf den neuen Lebensabschnitt blicken. gleich zu Beginn türmen sich Fragen über Fragen zu Studium, Zukunft und Drumherum auf. Wie werden sich Vorstellung und Wirklichkeit decken?

Vorstellung

Der Wecker klingelt schrill. Rasch wird aus dem Bett geklettert, in die Socken geschlüpft und der Weg in die Küche angetreten. Ein Blick auf die Uhr versichert, dass mit zwei Stunden bis zum Vorlesungsbeginn noch genug Zeit bleibt, um die heutigen Themen ausreichend vorzubereiten. Da hat es sich dann doch gelohnt, der gestrigen Feier des Nachbarn abzusagen, und auch der angespannte Anruf beim Ordnungsamt kurz vor 10 am Vorabend hat seinen Zweck erfüllt – ausgeschlafen und fokussiert sitzt man nun mal am besten am Schreibtisch!

Gefrühstückt, Tasche gepackt, ein letzter Blick in den Spiegel und der Weg zur Uni kann beschritten werden. Angekommen, ist die Stammreihe glücklicherweise noch frei, sodass Jacke, Schal und Pulli für die Lerngruppe als Platzfreihalter dienen können. Pünktlich startet das alltägliche Wrap-up. Seite um Seite füllt sich der Block mit Notizen und der Vormittag fliegt dahin.

Die für den Nachmittag geplante Lerneinheit fällt heute etwas kürzer aus, da am frühen Abend noch ein gemeinsames Durchsprechen mit ein paar Kommilitonen in der Bibliothek angedacht ist. Im Zuge dessen kann auch beruhigt die nächste WG-Feier abgesagt werden.

Wirklichkeit

Der Wecker klingelt schrill. Der Kopf dröhnt. Die Hand wird widerwillig zum Nachttisch gestreckt. Der Wecker schweigt wieder und der Kopf sinkt kraftlos zurück Richtung Kissen. Das Schnarchen zur Mittagszeit muss im Nachbarzimmer wohl für Irritationen gesorgt haben, denn hastig stürmt der Mitbewohner ins Zimmer und beginnt wild an der Decke zu ziehen. Das war’s dann wohl mit dem verzweifelt ersehnten bisschen Ruhe.

Der Blick auf die Uhr lässt die Müdigkeit kurz in Vergessenheit geraten und Panik aufkommen. Die Klamotten des Vorabends noch am Körper klebend, huscht man unverzüglich aus dem Bett Richtung Haustür. Mit ein wenig Glück hätte die letzte Vorlesungsstunde noch pünktlich erreicht werden können. Stattdessen lässt der Bus weiter auf sich warten. Schlussendlich im Hörsaal angekommen, kommt auch die Müdigkeit zum günstigen Zeitpunkt wieder.

Der ausnahmsweise praktikumsfreie Nachmittag wird im Folgenden zum Auffüllen der Energiereserven genutzt. Und da die Prüfungsvorbereitung noch einen weiteren Tag warten kann, muss auch die Abendplanung nicht weiter beschränkt werden.

 

Am Ende klappt es mit jedem Semester besser, dass sich Wirklichkeit und Vorstellung einander annähern. Rom ist auch nicht an einem Tag erschaffen worden. Lasst euch also nicht entmutigen!

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