Leitfaden zur Beschäftigung ausländischer Ärztinnen und Ärzte

Eine Orientierungshilfe für ausländische Mediziner und Betriebsräte an Kliniken

Immer mehr Ärztinnen und Ärzte mit einer im Ausland erworbenen Qualifikation sind an deutschen Kliniken und in der ambulanten Versorgung beschäftigt. Vielerorts kann der Personalbedarf nur noch dank der Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland gedeckt werden – insbesondere in ländlichen Gebieten.

Viele dieser Mediziner befinden sich zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn in Deutschland zunächst nur für einen kurzen Zeitraum von einigen Wochen oder Monaten in einer Klinik, oft  nennt sich das Ganze dann „Hospitation“ oder „Praktikum“. Die von den Krankenhäusern gelieferten Begründungen für diese Beschäftigungsformen sind unterschiedlich: Der Chefarzt möchte sich beispielsweise ein Bild machen, ob die- oder derjenige aus seiner Sicht geeignet ist, eine Weiterbildung zu absolvieren, oder die Sprachkenntnisse sollen verbessert werden oder man leiste Hilfestellung zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung.

Doch oft ist die rechtliche Einordnung dieser „Beschäftigungsmodelle“ nicht klar, und es ergeben sich Fragen zu deren Folgen. Für alle, die sich zu dem Thema näher informieren wollen – in erster Linie ausländische Mediziner und Betriebsräte in Kliniken – hat der Marburger Bund zur Orientierung einen Leitfaden entwickelt.

Dieser gliedert sich in zwei Teile, die getrennt voneinander verwendet werden können. Der erste Teil richtet sich an die Ärztinnen und Ärzte selbst und es weren verschiedene Beschäftigungsarten sowie deren rechtliche Implikationen erörtert. Der zweite Teil kann von Marburger Bund Mitgliedern, die in  Betriebsräten  aktiv sind, kostenlos angefordert werden.   

Teil 1 - Fallgruppen und deren juristische Bewertung