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    Für ein familienfreundliches Krankenhaus

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Marburger Bund Niedersachsen
19.01.2012
VKA
Tarifeinigung vor Streikbeginn möglich
Berlin - Im Tarifkonflikt zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) haben die Verhandlungskommissionen beider Seiten in einem kurzfristig anberaumten Sondierungsgespräch Eckpunkte für eine mögliche Tarifeinigung erarbeitet. Die Eckpunkte sehen u.a. eine lineare Steigerung der Ärztegehälter um 2,9 Prozent und eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 440 Euro vor. Diese und weitere Komponenten des Eckpunktepapiers unterliegen dem Vorbehalt der Zustimmung der Tarifgremien des Marburger Bundes. Die Kleine Tarifkommission des MB wird morgen in Köln zusammenkommen, die Große Tarifkommission tagt am Samstag (21. Januar) in Berlin.

„Die Eckpunkte sind ein guter Ansatz, um zu einem Tarifkompromiss zu kommen“, erklärte Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bundes. Er wies zugleich darauf hin, dass über die Rücknahme des Streikaufrufs die Große Tarifkommission des MB entscheide.

Weitere Informationen: www.vka-tarifrunde.de



 
12.01.2012
VKA
Aufruf zum Streik im Bereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)
ab 26. Januar 2012
Auf Beschluss der Großen Tarifkommission des Marburger Bundes wird hiermit ab Donnerstag, dem 26.01.2012, der Streik im Bereich der VKA ausgerufen.


Forderungen des Marburger Bundes sind


-  Erhöhung der Tabellenentgelte um durchschnittlich 6 Prozent

-  Strukturelle Veränderungen in der Tabelle

-  Erhöhung der Stundenentgelte für Bereitschaftsdienste

-  Begrenzung der Anzahl der Bereitschaftsdienste pro Monat

-  Verlässliche Dienstplanung: Anordnung von Bereitschaftsdiensten spätestens am letzten Arbeitstag

   des Vor-Vormonats.


Die Landesverbände werden die betroffenen Kliniken über den Beginn der Streikaktionen informieren. Der Aufruf ist ab sofort im Intranet einzusehen und wird zudem in den Ärztenetzwerken kommuniziert.


Die Landesverbände werden im Bedarfsfall Notdienstvereinbarungen verhandeln und abschließen.


Zur Beantwortung von Fragen stehen der Bundesverband und die Landesverbände jederzeit gerne zur Verfügung.

 
12.01.2012
Diakonische Dienste Hannover
Aufruf zum Streik für alle DDH-Betriebsgesellschaften
Streik am 25. Januar 2012 von 10:00 bis 14:30 Uhr
Die Geduld der Mitarbeiter bei den Diakonischen Diensten Hannover (DDH) ist am Ende: Der Marburger Bund, Landesverband Niedersachsen ruft gemeinsam mit Verdi zum Streik an allen Betriebsgesellschaften der DDH auf. Am Mittwoch, 25. Januar 2012, sind alle Ärztinnen und Ärzte bei der DDH aufgefordert, von 10:00 bis 14:30 Uhr die Arbeit niederzulegen.

Nehmen Sie teil, es geht um Ihre Arbeitsbedingungen, es geht um Ihre Gehälter!

» mehr
 
11.01.2012
VKA
Ergebnis der Urabstimmung
Große Tarifkommission votiert für Streik

Die Große Tarifkommission des Marburger Bundes hat am gestrigen Abend (10.01.2012) einstimmig beschlossen, ab dem 26. Januar 2012 zum unbefristeten Vollstreik an den kommunalen Krankenhäusern, die unter den TV-Ärzte/VKA fallen, aufzurufen. Sie folgte damit dem eindeutigen Votum der Urabstimmung, bei der sich mit 92,7 % eine deutliche Mehrheit für einen Streik aussprach.


Die weiteren organisatorischen Einzelheiten erhalten Sie von unserer Geschäftsstelle.

 
10.01.2012
VKA
Urabstimmung
Ärzte in kommunalen Kliniken votieren für Streik
Berlin - Ein klares Votum für Arbeitskampfmaßnahmen hat die einmonatige Urabstimmung der Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) erbracht: Mit 92,7 Prozent stimmten die Mitglieder des Marburger Bundes in den kommunalen Kliniken für einen Ärztestreik. Die Große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft berät im Lichte des Mitgliedervotums noch am heutigen Abend über die Aufnahme von unbefristeten Arbeitskampfmaßnahmen. Der Marburger Bund-Vorsitzende Rudolf Henke erwartet den Streikbeginn für den 26. Januar. Der Streikaufruf werde alle rund 600 kommunalen Krankenhäuser im Tarifbereich der VKA betreffen.


Jeder dritte Krankenhausarzt in Deutschland arbeitet in einer kommunalen Klinik. Bis auf einige Ausnahmen (z.B. Vivantes-Kliniken in Berlin) gehören die weitaus meisten Krankenhäuser der Gebietskörperschaften einem Mitgliedsverband innerhalb der VKA an. Rund 45.000 Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern werden nach dem von Marburger Bund und VKA verhandelten Tarifvertrag bezahlt.


„Das Votum unserer Mitglieder ist ein klares Signal der Streikbereitschaft und eine große Rückenstärkung in der aktuellen Tarifauseinandersetzung mit der VKA. Die Ärztinnen und Ärzte sind entschlossen, ihren Forderungen größtmöglichen Nachdruck zu verleihen. Jetzt ist es an der VKA, aus diesem Ergebnis die richtigen Schlüsse zu ziehen“, sagte Henke.


In vier Verhandlungsrunden seit Mitte September 2011 hatte sich der Marburger Bund bemüht, mit der VKA zu einer Tarifeinigung zu kommen. Die kommunalen Arbeitgeber ließen aber zu keiner Zeit die Bereitschaft zu einem fairen Kompromiss erkennen. In der vierten Runde der Tarifverhandlungen am 22. November 2011 legte die VKA dann ein Angebot vor, das der Marburger Bund als offenen Affront auffassen musste. Dabei suggerierte die VKA, durch die staatlich festgelegte Veränderungsrate der Grundlohnsumme (de facto 1,48 Prozent) gebe es keinen weiteren Spielraum für Gehaltsverbesserungen. „Die Rechnung der Arbeitgeber geht völlig an der Realität vorbei. Die Krankenhäuser haben in den ersten drei Quartalen 2011 einen tatsächlichen Erlöszuwachs von 4,2 Prozent erzielt. Irgendetwas stimmt also nicht mit der Aussage, dass nur die Grundlohnrate darüber entscheidet, wie viele Mittel den Kliniken zur Verfügung stehen“, erklärte der MB-Vorsitzende.


Das Angebot der VKA sieht eine lineare Erhöhung der Grundgehälter um 1,48 Prozent für eine Gesamtlaufzeit von 16 Monaten vor und bewegt sich damit weit unterhalb der durchschnittlichen Inflationsrate. Aufs Jahr gerechnet bietet die VKA den angestellten Ärzten in den kommunalen Krankenhäusern eine Gehaltserhöhung um 1,1 Prozent an. Der Marburger Bund fordert eine lineare Erhöhung der Gehälter um sechs Prozent. Auch die Forderungen des Marburger Bundes nach verbindlichen tarifvertraglichen Regelungen zur Verbesserung der Arbeitssituation in den Bereitschaftsdiensten lehnt die VKA ab. Klare Festlegungen für planbare und verlässliche Arbeitszeiten scheuen die kommunalen Arbeitgeber, obwohl ihnen die Notwendigkeit einer Verbesserung der betrieblichen Organisation und Planung von Bereitschaftsdiensten wohl bewusst ist. Nach der jüngsten Mitgliederbefragung des Marburger Bundes leistet mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Kliniken pro Monat durchschnittlich fünf bis neun Bereitschaftsdienste. Für Privatleben, das diesen Namen verdient, bleibt unter solchen Bedingungen kaum noch Zeit.
 
06.12.2011
VKA
Tarifverhandlungen mit der VKA sind gescheitert
Urabstimmung wird eingeleitet

In der Sitzung vom 02.12.2011 hat die Große Tarifkommission die aktuellen Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) für gescheitert erklärt.


Sie hat weiter beschlossen, die Urabstimmung durchzuführen. Diese wird zwischen dem 9. Dezember 2011 und dem 9. Januar 2012 stattfinden.

Die Urabstimmung wird mit Urabstimmungspostkarten, die der Marburger Bund Zeitung beiliegen, durchgeführt. Die Zeitung wird ab heute bei den Mitgliedern ausgeliefert. Die Ärztinnen und Ärzte im Bereich der VKA, die Mitglieder des Marburger Bundes sind, kreuzen an und senden die Postkarte bis zum 09.01.2012 an den Bundesverband, der die eingegangenen Abstimmungszettel auszählt und das Ergebnis der Großen Tarifkommission zur weiteren Beschlussfassung vorlegt. Sollte die Abstimmungskarte aus der Marburger Bund Zeitung hinausgefallen sein, kann bei Ihren Landesverbänden unter Angabe der Mitgliedsnummer Ersatz angefordert werden. Verschiedene Landesverbände überlegen, einen Teil der Urabstimmung vor Ort durchzuführen; falls dem so ist, werden die Mitglieder in den nächsten Tagen darüber informiert und die Karten vor Ort eingesammelt.


Auf der Homepage des Bundesverbandes, unter der Rubrik MB-Zeitung und in der WebCommunity finden Sie weitere Informationen über den Tarifkonflikt mit der VKA. Wir bitten Sie, über Ihre Verteiler Ihre Kolleginnen und Kollegen ebenfalls zu informieren.

» Information über den Aufruf zur Urabstimmung
 
05.11.2011
TdL
kein Streik an den Unikliniken
MB und TdL erzielen Einigung

Berlin - In der Tarifauseinandersetzung zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) haben beide Seiten heute Nachmittag eine Tarifeinigung erzielt. Die Große Tarifkommission des MB hat daraufhin beschlossen, die Vorbereitungen für einen Ärztestreik an den Universitätskliniken im Tarifbereich TdL auszusetzen.


Die Mitglieder der Ärztegewerkschaft an den betroffenen Universitätskliniken wurden aufgerufen, ihre Planungen für Arbeitskampfmaßnahmen ab 7. November einzustellen.


Die Tarifeinigung sieht vor, dass die Gehälter der Uniklinik-Ärzte im Tarifbereich TdL ab 1. November 2011 um 3,6 Prozent erhöht werden. Weitere Eckpunkte: Für die Zeit vom 1. Juli 2011 bis 31. Oktober 2011 erhalten die Ärzte rückwirkend eine Einmalzahlung in Höhe von 350 Euro. Auch die Nachtdienste der Ärzte werden besser bezahlt: Für Vollarbeit in der Nacht erhalten die Ärzte ab 1. Januar 2012 pro Stunde einen Zeitzuschlag in Höhe von 20 Prozent anstelle des bisherigen Stundenzuschlages für Nachtarbeit von 1,28 Euro. Auch für nächtliche Bereitschaftsdienste wird ab 1. Januar 2012 ein Zeitzuschlag in Höhe von 20 Prozent je Stunde gezahlt. Außerdem werden ab 1. Januar 2012 die Ärztinnen und Ärzte im Justizvollzugsdienst der Länder in den Geltungsbereich des Tarifvertrages aufgenommen. Die neue Tarifeinigung hat eine Mindestlaufzeit bis zum 28. Februar 2013.

Der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, sprach nach den Verhandlungen in Berlin von "einem vertretbaren Ergebnis". "Wir sind nicht in Jubelstimmung, können aber mit dem Erreichten leben", sagte Henke. Der MB-Vorsitzende hob hervor, dass es gelungen sei, das Tarifdiktat der Arbeitgeber zu durchbrechen. "Wir haben nicht alle Ziele erreicht, aber wichtige Wegmarken gesetzt. Ohne das große Engagement unserer Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken wäre die jetzt gefundene Lösung angesichts der Haltung der Arbeitgeber nicht möglich gewesen. Wir hätten es uns aber gewünscht, auch ohne Vorbereitungen auf einen Arbeitskampf zum Ziel zu kommen", so Henke.

Besonders wichtig sei es dem Marburger Bund gewesen, neben einer akzeptablen Gehaltserhöhung auch substanzielle Verbesserungen bei den Nachtdiensten zu erreichen. "Mit den Zeitzuschlägen in Höhe von 20 Prozent haben wir an den Unikliniken nun einen neuen Standard gesetzt. Diesen Weg werden wir auch in künftigen Tarifrunden konsequent weiter gehen“, betonte Henke.

 
31.10.2011
VKA
2. und 3. Runde der Tarifverhandlungen
Liebe Ärztinnen und Ärzte, liebe Mitglieder,

die aktuellen Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) für die rund 45.000 Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern (TV-Ärzte/VKA) wurden am 18. und 27. Oktober 2011 in zweiter und dritter Verhandlungsrunde fortgesetzt.

Die Tarifverhandlungen betreffen den Zeitraum ab 1. September 2011, da die Kündigung der Entgelttabelle, der Stufenlaufzeiten in der EG I sowie bestimmter Bereitschaftsdienstregelungen vertragsgemäß zum 31. August 2011 erfolgt war.

In der zweiten und dritten Verhandlungsrunde wurde deutlich, dass seitens der VKA keinerlei Bereitschaft besteht, die Forderungen des Marburger Bundes in die Tat umzusetzen. Stattdessen werden unsere Forderungen von den Arbeitgebern in kategorischer Weise – und mit pauschalen Begründungen – abgelehnt. Für den Marburger Bund liegen die Schwerpunkte auf den folgenden Verhandlungsthemen:
» weitere Informationen finden Sie unter MB-WebCommunity.de
 
24.10.2011
TdL
Jetzt brauchen wir Sie
97,4 Prozent haben in der Urabstimmung für die Aufnahme von Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt
Das Votum für den Streik an den Unikliniken im Bereich TdL ist an Eindeutigkeit nicht zu übertreffen: 97,4 Prozent haben in der Urabstimmung für die Aufnahme von Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt. Die Große Tarifkommission des MB hat daher beschlossen, Vorbereitungen für einen unbefristeten Vollstreik an den 23 Universitätskliniken zu treffen. Alle Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken im Geltungsbereich des TV Ärzte sind aufgerufen, ab 7. November in einen unbefristeten Vollstreik zu treten.


Jetzt brauchen wir Sie!

Damit der Streik seine volle Schlagkraft entfaltet und der Unmut der Ärzte über das arrogante Tarifdiktat der Arbeitgeber in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird, ist es notwendig, dass Sie von Anfang an mit dabei sind. Es ist wichtig, dass spätestens jetzt an allen betroffenen Universitätskliniken Streikleiter eingesetzt werden, die sich mit dem jeweiligen MB-Landesverband in Verbindung setzen, um alle notwendigen Vorbereitungen für den Streik zu treffen.

Mit der nächsten Marburger Bund Zeitung in der kommenden Woche erhalten Sie weitere ausführliche Informationen zu wichtigen Fragen rund um den Streik und auch ein Streik-Plakat.

Zur schnelleren Kommuninkation im Zuge des Warnstreiks bitten wir alle Mitglieder der Universitätskliniken um Bekanntgabe ihrer aktuellen E-Mail-Adressen.

 
21.09.2011
TdL
Deutliches Signal der Uni-Ärzte

Am Montag wurden in den niedersächsischen Universitätskliniken in Hannover und Göttingen erfolgreiche Warnstreiks durchgeführt. Mit über 300 beteiligten Ärztinnen und Ärzten an der MHH und über 250 an der UMG setzten die Beschäftigten ein deutliches Zeichen für die enorme Unzufriedenheit mit ihren derzeitigen Arbeitsbedingungen.


Weitere Informationen über den Stand der Tarifverhandlungen finden Sie unter


www.tdl-tarifrunde.de sowie unter www.mhh-aerzte.de.

 
06.06.2011
114. Deutscher Ärztetag
Dr. Frank Ulrich Montgomery zum Präsidenten der BÄK gewählt
Dr. Martina Wenker wird Vizepräsidentin

Der 114. Deutschen Ärztetag in Kiel hat Dr. Frank Ulrich Montgomery für die kommenden 4 Jahre zum Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt. Der Landesverband Niedersachsen gratuliert Dr. Montgomery herzlich zu seiner Wahl und wünscht ihm für die kommenden Aufgaben viel Erfolg.

Ganz besonders freut sich der Landesverband Niedersachsen aber über die Wahl der Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Dr. Martina Wenker, zur Vizepräsidentin der Bundesärztekammer. Neben Dr. Wenker wurde mit Dr. Max Kaplan ein Hausarzt in das Präsidium der Bundesärztekammer gewählt.

 
11.05.2011
Diakonische Dienste Hannover
Diakonie nimmt Hausverbot zurück
Arzt Michael Gruß darf Mündener Altenheime wieder betreten
Hann. Münden.
Die Diakonischen Altenhilfeeinrichtungen Hann. Münden haben am Freitagnachmittag das Hausverbot gegen den Arzt Michael Gruß mit sofortiger Wirkung zurückgenommen. Das teilte Pastor Peter Unger, Vorsitzender des Verwaltungsrates des Vereins Diakonische Altenhilfeeinrichtungen Hann. Münden, auf einer Pressekonferenz im Evangelischen Vereinskrankenhaus in Hann. Münden mit. Gruß, der im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen in kirchlichen Einrichtungen in Niedersachsen sitzt, darf damit die beiden Einrichtungen des Vereins, das Altenwohnheim in Hermannshagen und das Herzogin-Elisabeth-Stift in Hann. Münden, wieder betreten. Unger wies darauf hin, dass das Hausverbot nie für seine Aufgabe als Notarzt für Hann. Münden gegolten habe.Entscheidung korrigiert Der Verwaltungsrat der Altenhilfeeinrichtungen Hann. Münden, der sich auf einer Sitzung am Donnerstagabend mit dem Thema beschäftigt hatte, korrigierte damit eine Entscheidung der Heimleiterin der beiden Einrichtungen, Monika Beyer-Hess. Sie hatte Gruß unerlaubte Mitgliederwerbung für die Gewerkschaft Ver.di vorgeworfen, mit der er den Gesamtbetriebsablauf in den beiden Altenpflegeeinrichtungen gestört habe (wir berichteten). Unger sagte weiter, dass mit Gruß sowie mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Ronald Schminke, der gegen das Hausverbot öffentlich heftig protestiert hatte, weitere klärende Gespräche geführt werden sollen. Darin werde auch die Kritik, die von Michael Gruß an den Löhnen und den Arbeitsbedingungen in den Diakonischen Altenhilfeeinrichtungen in Hann. Münden geübt worden sei, Thema werden. Über die Ergebnisse, teilte Unger weiter mit, soll auch die Öffentlichkeit informiert werden. Gruß und Schminke begrüßten am Freitag die Entscheidung des Verwaltungsrates. Sie sei ein gutes Fundament für weitere Gespräche in ruhiger und sachlicher Atmosphäre.
 
15.04.2011
HELIOS
Warnstreik zeigt die gewünschte Wirkung
Marburger Bund und HELIOS einigen sich

Die Tarifverhandlungen mit dem HELIOS-Konzern konnten am 13.04.2011 doch noch erfolgreich abgeschlossen werden. Der Warnstreik der Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern hat offensichtlich seine Wirkung nicht verfehlt.

Am 11.04.2011, dem Tag des Warnstreiks, waren die Gespräche noch ergebnislos abgebrochen worden. Allerdings erkannte die Arbeitgeberseite schnell die feste Entschlossenheit der Ärztinnen und Ärzte für die Durchsetzung ihrer Forderungen nötigenfalls auch die Arbeit niederzulegen. Erst diese Kampfbereitschaft ermöglichte es der Verhandlungskommission des Marburger Bundes letztendlich die Verhandlungen mit einem guten Ergebnis abzuschließen.


Die Eckpunkte lauten im Einzelnen:


  • Erhöhung der Tabellenvergütung ab 01.01.2011 um durchschnittlich 3%.
  • Zum 01.03.2012 Erhöhung um weitere 2,4%.
  • Ab 01.01.2011 zwei Tage Zusatzurlaub bei kalenderjährlich mindestens 288 Stunden nächtlichem Bereitschaftsdienst.
  • Erhöhung des Stundenentgelts in der Entgeltgruppe Ä1 ab 01.05.2011 auf 25,- €.
  • Erhöhung des Stundenentgelts in der Entgeltgruppe Ä2 ab 01.05.2011 auf 29,- €.
  • Ab 01.05.2011 Zuschlag für Nachtarbeit in Höhe von 15% des Stundenentgelts der jeweiligen Entgeltgruppe.
  • Ab 01.05.2011 Zuschlag für jede Bereitschaftsdienststunde zwischen 21:00 und 6:00 Uhr in Höhe von 15% des Stundenentgelts der jeweiligen Entgeltgruppe.
  • Erhöhung dieser Zuschläge ab 01.03.2012 um 2,4%.
  • Erhöhung der Kinderzulage nach § 5 Abs. 5 TV-Ärzte Umsetzung HELIOS ab 01.01.2011 um 3% und ab 01.03 2012 um weitere 2,4%.


Der Landesverband Niedersachsen möchte sich allen Beteiligten für ihren Einsatz während des Warnstreiks bedanken.

 
15.04.2011
Diakonie
Verhandlungen ergebnislos beendet
Diakonie-Arbeitgeber beharren auf ihre Forderungen
Die Verhandlungen für die über 25.000 Beschäftigten der Diakonie in Niedersachsen sind am heutigen Freitag um 03:00 Uhr früh ergebnislos beendet worden. Auch der Aktionstag der Diakonie-Beschäftigten am 12. April an verschiedenen Orten in Niedersachsen brachte die Arbeitgeber nicht zur Vernunft: Sie bestehen auf Absenkung bestimmter Entgeltbestandteile alsGegenleistung für eine geringfügige Entgeltsteigerung.


Die Arbeitgeber haben 1,1 Prozent zum Juni 2011 und 1,5 Prozent zum April 2012 sowie eine Einmalzahlung von 150,00 Euro angeboten. Gleichzeitig sollen diese Erhöhungen jedoch an anderer Stelle wieder gekürzt werden. Nach dem Willen der Arbeitgeber soll unter anderem die Arbeitszeit verlängert, eine Eigenbeteiligung an der Zusatzversorgung eingeführt und in der Altenhilfe das Weihnachtsgeld gekürzt werden. Außerdem sollen auf betrieblicher Ebene weitere Absenkungen von bis zu 8 Prozent vereinbart werden, wenn sich der Betrieb in einer „schwierigen wirtschaftlichen Lage“ befindet. Dies kann bei einer 55jährigen Altenpflegerin ein Minus von über 6 Prozent ihres Entgeltes

ausmachen.


Die Arbeitnehmervertreter haben bis zuletzt versucht, einen Kompromiss zu finden und waren zu Abstrichen bei ihren Forderungen bereit. Doch auch diese Kompromissbereitschaft brachte kein Ergebnis. Gefordert waren unter anderem 5 Prozent mehr Gehalt, ein Regelung zur Altersteilzeit sowie verlässliche Dienstpläne.


Da es keinen Abschluss gibt und der sogenannte 3. Weg der Arbeitsrechtsetzung damit beendet ist, werden die Verhandlungen nun von dem Marburger Bund -  Tarifkommission für die Diakonie -  weitergeführt werden müssen. Die Amtszeit der arbeitsrechtlichen Kommission endet am 30. April 2011. Die Marburger Bund -Tarifkommission Diakonie - ist bereits im Januar 2011 gebildet worden, um neben verbesserten Arbeits- und Entlohnungsbedingungen auch einen Tarifvertrag mit den Diakonie-Arbeitgebern zu verhandeln.


„Auch wenn die Verhandlungen gescheitert sind – das Thema Entgelterhöhung ist damit nicht erledigt. Nun müssen die Proteste weitergehen, solange, bis es ein Ergebnis in einem Tarifvertrag gibt“,

sagte Herr Sven De Noni vom Marburger Bund - Landesverband Niedersachsen.


Kontakt:

Herr Sven De Noni - Marburger Bund Rechtanwalt -

Telefon: 0511/543066-15


 
21.03.2011
Asklepios
Tarifrunde 2011
Einigung in der zweiten Runde
Der Marburger Bund und die Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH haben sich am 11. März 2011 in Königstein/Taunus auf die Eckpunkte eines Tarifabschlusses der laufenden Verhandlungsrunde geeinigt.
» MB-WebCommunity Mitgliederinfo
 
11.03.2011
Hauptversammlung des Landesverbandes vom 09.03.2011
Dr. Buckisch-Urbanke als Vorsitzende wiedergewählt

Die Hauptversammlung des MB-Landesverbandes Niedersachsen hat am vergangenen Mittwoch, 9. März 2011, in Hannover mit großer Mehrheit die Führungsspitze bestätigt. Dr. Elke Buckisch-Urbanke bleibt für weitere zwei Jahre 1. Vorsitzende, ihr Stellvertreter heißt weiterhin Detlef Schmitz. Ebenfalls bestätigt wurden Dr. Kai Johanning, Michael Gruß und Hans Martin Wollenberg als Beisitzer. Neu unter den gewählten Vorstandsmitgliedern sind Dr. Christina Correns, die zuvor schon als kooptiertes Mitglied im Vorstand aktiv war, und Tobias Steiniger. Komplettiert wird der Vorstand durch Dr. Martina Wenker als  Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Dr. Jürgen Tempel als Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Ärzteversorgung Niedersachsen und Vertreter der Ärztekammer Niedersachsen in der Ständigen Konferenz „Ärztliche Versorgungswerke und Fürsorge“ der Bundesärztekammer sowie Dr. Franz Bernhard Ensink als Vorsitzender der Finanzkommission der Bundesärztekammer und Mitglied des Vorstandes der Ärztekammer Niedersachsen, die kooptiert wurden.

» neuer Vorstand
 
28.02.2011
RHÖN
Tarifeinigung - das Warten hat sich gelohnt -
In der sechsten Runde der Tarifverhandlungen gelang der Verhandlungskommission des Marburger Bundes am 23. Februar 2011 in Würzburg eine Einigung mit der RHÖNKLINIKUM AG. Diese sieht neben einer Steigerung der Tabellenentgelte um 2,7 % eine spürbare Verbesserung der Bezahlung von Bereitschaftsdiensten vor.
» MB-WebCommunity Mitgliederinfo
 
13.12.1970
Niedersächsisches Krankenhausgesetz
Entwurf eines Niedersächsischen Krankenhausgesetzes
Das Niedersächsische Sozialministerium hat die nach dem bisherigen Krankenhausgesetz zu beteiligenden Verbände und Körperschaften zu Stellungnahmen zu dem Entwurf eines neuen Niedersächsischen Krankenhausgesetzes aufgefordert. Aus nicht nachvollziehbaren Überlegungen heraus, gehört der Marburger Bund nicht zu dem Kreis der Beteiligten, anders als ver. di und der christliche Gewerkschaftsbund, der ja bislang nur gelegentlich als Tarifpartner für Dumpingtarife in kleineren Einrichtungen wahrnehmbar war. Der Marburger Bund wird seine Stellungnahme jedoch unaufgefordert dem Sozialministerium zuleiten. Die formale Beteiligung wird nur mittelbar über die Ärztekammer erfolgen können. Die Ärztekammer gehört allerdings nur zum Kreis der sog. Beteiligten, nicht aber zur den an der Krankenhausplanung unmittelbar zu Beteiligenden. Dies bleibt den Krankenkassen und der Krankenhausgesellschaft vorbehalten. Ärztlicher Sachverstand wird offenbar für überflüssig gehalten.

Während das bisherige Niedersächsische Krankenhausgesetz ein reines Ausführungsgesetz zum Krankenhausfinanzierungsgesetz war, enthält der neue Gesetzesentwurf auch eine Reihe struktureller Bestimmungen. So findet sich auch Ermächtigungsgrundlage für den Erlass einer Krankenhaushygieneverordnung, die es in anderen Bundesländern bereits längst gibt. Vermisst wird unverändert eine landesrechtliche Rechtsgrundlage für die Poolbeteiligung. In Niedersachsen erfolgt die Poolbeteiligung ausschließlich auf Basis der Berufsordnung, die jedoch keine gesetzliche Anspruchsgrundlage darstellt, so dass die Forderung letztlich nicht einklagbar ist. 

Das zentrale Problem der Krankenhausfinanzierung ist jedoch unverändert die schlechte Finanzlage des Landes Niedersachsen. Alle Förderungsmaßnahmen stehen unter dem Haushaltsvorbehalt. Die völlig unzureichende Förderung der Krankenhäuser aus dem Jahr 2009 i. H. v. 110 Mio. Euro fällt im Jahr 2010 auf 35 Mio. Euro zurück. So wird der Krankenhausmarkt weiter für die privaten Klinikkonzerne geöffnet, die bei der Finanzierung ihrer Investitionen nicht auf die Landesmittel angewiesen sind.