Als ich selbst schwanger war, stand ich vor vielen Hürden und habe gleichzeitig unglaublich viel Unterstützung erfahren. Role Models in meinem Umfeld, Erfahrungen von Müttern ebenso wie von kinderfreien Frauen haben mich getragen. Sie tragen mich bis heute als vollzeitberufstätige Mutter.
Ich bin dankbar für dieses Netzwerk an einer Uniklinik. Aber mir wurde sehr klar: Nicht jede Frau hat dieses Glück. Nicht jede hat Vorbilder, Rückhalt oder ein Umfeld, das stärkt. Genau das können wir ändern – durch Netzwerken, Sichtbarkeit und lösungsorientierte Diskussionen. FEM.IN.MED ist aus diesem Gedanken entstanden.
Wir wollen keinen Geschlechterkonflikt bedienen. Wir wollen Frauen aktiv stärken, in ihren Ideen, Überzeugungen und Werten. FEM.IN.MED ist lösungsorientiert. Wir zeigen, welche Wege möglich sind. Und vor allem, dass Frauen präsent sein dürfen, egal ob in Care/Sorge-Arbeit, Karriere, Führung oder Mutterschaft.
Wir reden zu wenig darüber, dass Gleichstellung in der Medizin noch immer vom Zufall abhängt. Vom richtigen Team. Vom richtigen Vorgesetzten. Vom richtigen Zeitpunkt. Gleichberechtigung darf aber kein Glücksfall sein, sie muss strukturell verankert werden.
Netzwerk und neue Perspektiven. Wir sind nur so stark wie unser Netzwerk. Hier soll man sich trauen, Menschen anzusprechen, sich auszutauschen und Fragen zu stellen, die man vielleicht schon lange mit sich herumträgt.
Wir wollen mehr. Mehr Vernetzung. Mehr Frauen in Führung. Mehr Role Models. Frauen stellen einen Großteil der Assistenzärztinnen. Warum also nicht auch die Führung von morgen?
Das vollständige Interview lesen Sie in der Februarausgabe der Marburger Bund Zeitung!
