Ärztinnen gestalten aktiv den Wandel in der Medizin

Pressemitteilung
FEM.IN.MED 2026
21.März 2026
Die Ärztinnentagung FEM.IN.MED des Marburger Bundes Bayern hat ein klares Signal gesetzt: Frauen in der Medizin warten nicht auf Veränderung – sie treiben sie selbst voran.

Am 20. und 21. März kamen in Augsburg Ärztinnen aller Karrierestufen zusammen, um sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven zu entwickeln. Der Kongress schuf bewusst einen geschützten Raum, der Austausch auf Augenhöhe und gegenseitige Unterstützung ermöglicht – ein zentraler Schlüssel für nachhaltigen Wandel.
Speakerinnen des Panels Schwangerschaft im Beruf: Dr. Kathrin Aehling, Dr. Julia Haehl und Stefanie Werneburg
Speakerinnen des Panels Schwangerschaft im Beruf: Dr. Kathrin Aehling, Dr. Julia Haehl und Stefanie Werneburg

Deutlich wurde zugleich: Echte Gleichstellung erfordert strukturelle Veränderungen – und die aktive Mitwirkung von Männern. Oder, wie es Dr. Dana Maresa Haag prägnant formulierte: „Männer müssen nicht stillen, aber sie müssen Strukturen für mehr Gleichstellung schaffen.“

Ein zentrales Ergebnis der Tagung ist die Neubewertung der Doppelrolle von Karriere und Familie. Viele Ärztinnen begreifen diese nicht nur als Herausforderung, sondern als Quelle von Stärke – sie fördert Resilienz, Organisationstalent und Empathie. Auch der offene Umgang mit Selbstzweifeln wurde als wichtige Ressource für persönliches und berufliches Wachstum hervorgehoben.

Internationale Impulse setzte bei diesem Thema die Keynote-Speakerin Prof. Dr. Karen L. R. Boretsky von der Harvard Medical School, Boston. Sie betonte in ihrem mitreißenden Vortrag die Bedeutung von Mut, Unterstützung und individuellen Werten.

FEM.IN.MED zeigt: Netzwerke, Role Models und offene Räume sind entscheidend, um Potenziale zu entfalten und Veränderungen anzustoßen. Der Kongress steht damit exemplarisch für eine neue Generation von Medizinerinnen, die ihre Zukunft selbstbewusst gestaltet – und den Wandel im Gesundheitssystem aktiv vorantreibt.