Hauptversammlung des Marburger Bundes Niedersachsen

Pressemitteilung
Klare Kritik an Sparpolitik und wichtige Impulse für die Zukunft
23.April 2026
Hannover
Der Marburger Bund Niedersachsen hat auf seiner Hauptversammlung am 22. April in Hannover zentrale gesundheitspolitische Themen diskutiert und richtungsweisende Beschlüsse gefasst. Im Mittelpunkt stand dabei die deutliche Kritik am geplanten GKV-Sparpaket. Die Veranstaltung war geprägt von einem konstruktiven Austausch unter den Delegierten und Gästen.
Ein besonderer Moment: die Ernennung von Dr. Martina Wenker zum Ehrenmitglied des MB Niedersachsen. Foto: Helge Krückeberg
Ein besonderer Moment: die Ernennung von Dr. Martina Wenker zum Ehrenmitglied des MB Niedersachsen. Foto: Helge Krückeberg

Der Erste Landesvorsitzende Hans Martin Wollenberg warnte vor den Folgen einer drastischen Kostendämpfung im Gesundheitswesen: „Es droht eine Entwicklung, bei der nicht mehr der Bedarf bestimmt, sondern allein die verfügbare Finanzmasse entscheidet. Wir werden zu Spielfiguren gemacht, an denen gespart wird und welche hin und her geschoben werden. Diesem müssen wir Einhalt gebieten.“ Die vorgesehenen Maßnahmen könnten zu einer weiteren Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, zur Gefährdung der ärztlichen Weiterbildung sowie zu Einschränkungen in der Patient*innenversorgung führen. Der Marburger Bund Niedersachsen kündigte an, sich dieser Entwicklung entschieden entgegenzustellen.

Ein besonderer Moment der Hauptversammlung war die Ernennung von Dr. Martina Wenker zum Ehrenmitglied des Marburger Bundes Niedersachsen. Damit würdigte der Verband ihr jahrzehntelanges Engagement sowie ihr prägendes Wirken für die berufspolitischen Interessen der Ärzt*innenschaft.

Inhaltlich befasste sich die Versammlung zudem mit weiteren zentralen Themen, darunter die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, der Abbau bürokratischer Belastungen im Gesundheitswesen sowie die zukünftige Ausgestaltung des ärztlichen Berufsbildes. Auch der verantwortungsvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die Sicherung der fachlichen Unabhängigkeit ärztlichen Handelns und die Bedeutung internationaler Ärzt*innen für die Versorgung standen im Fokus.