Elektronische Arbeitszeiterfassung jetzt

Unterschriftenaktion im Klinikverbund Allgäu
05.Februar 2021
18 Monate sollten ausreichen, um vereinbarte Tarifverträge umzusetzen – auch wenn es sich um umfangreiche Änderungen handelt. Wegen der immer noch fehlenden genauen Arbeitszeiterfassung haben Ärztinnen und Ärzte im Klinikverbund Allgäu nun ein eindeutiges Zeichen gesetzt. In einer Unterschriftenaktion fordern sie, endlich die mühsame, intransparente und zeitraubende Zettelwirtschaft durch eine elektronische Arbeitszeiterfassung zu ersetzen. Dr. Andreas Botzlar unterschrieb als Landesvorsitzender den offiziellen Brief an den Vorsitzenden der Geschäftsführung, um die 130 gesammelten Unterschriften zu übermitteln. Botzlar stellte darin nochmals die gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers zur Umsetzung des letzten VKA Tarifabschlusses klar. Als Kern gilt der explizit verankerte Grundsatz: Anwesenheitszeit ist Arbeitszeit. Nach dem Wortlaut muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass die gesamte Anwesenheitszeit abzüglich der tatsächlich gewährten Pausenzeiten als Arbeitszeit gilt.
Unterschriftenaktion im Klinikverbund Allgäu
Unterschriftenaktion im Klinikverbund Allgäu

Insbesondere im Hinblick auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes ist ein elektronisches Stempelsystem die einzige zeitgemäße Alternative. Nur so ist die rechtlich vorgeschriebene umfassende und unmittelbare Zeiterfassung korrekt möglich. Die MBler im Allgäu und der gesamte MB Bayern sind gespannt auf die Reaktionen der Klinikleitung.