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Marburger Bund
Die Ärztegewerkschaft
Der Marburger Bund ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.
Ärztemangel in Ostwestfalen-Lippe
Rückfall in 70er-Jahre!
Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst: Bis 2019 werden 780 Ärzte benötigt
Bielefeld (mhe). „In Ostwestfalen-Lippe ist der Ärztemangel längst angekommen“, bilanziert der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst. „Wir müssen jetzt effektiv gegensteuern, damit wir einen zukünftigen Arzt-Notstand in der Region vermeiden. Denn nicht nur, dass die Ärzte Mangelware werden, die Nachfrage nach medizinischen Leistungen wird auch in Zukunft weiter zunehmen. Es droht uns der Rückfall auf ein Versorgungsniveau der 70er-Jahre. Das wollen und können wir den Patienten nicht antun.“
Mittel- und langfristig ist der Bedarf an Nachwuchs-Medizinern in Ostwestfalen-Lippe überdurchschnittlich hoch. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe weist darauf hin, dass in den nächsten 15 Jahren allein in OWL bis zu 3.500 Ärztinnen und Ärzte altersbedingt aus der kurativen Patientenversorgung ausscheiden. Dies betrifft fast ein Drittel der Klinikärzte und fast zwei Drittel der niedergelassenen Ärzte. Ab 2030 werden aus heutiger Sicht doppelt so viele Ärztinnen und Ärzte aus der Berufstätigkeit ausscheiden als nachrücken.
Ein Blick auf die Altersstruktur der Ärzteschaft in OWL zeige, dass das Alter sowohl der Niedergelassenen als auch der Klinikärzte in OWL im NRW-Vergleich überdurchschnittlich hoch ist. Zugleich ist in der Region OWL der Anteil der Hausärzte im Alter bis 45 Jahre vergleichsweise niedrig. „Der fehlende medizinische Nachwuchs ist aber nicht nur ein Problem im hausärztlichen, sondern auch im fachärztlichen Bereich“, erklärt Windhorst.
Besonders gravierend sei der Ärztemangel in den Kliniken. Derzeit fehlen in OWL etwa 150 Klinikärzte. Bis 2019 werden etwa 780 Ärzte zusätzlich in den Krankenhäusern benötigt. „Ärzte, die heute im Krankenhaus fehlen, werden in Zukunft in der ambulanten Versorgung fehlen. Der heutige Mangel an Klinikärzten ist der Mangel an niedergelassenen Kollegen morgen.“
Eine zentrale Ursache für den im NRW-Vergleich niedrigeren Ärztebestand in Westfalen-Lippe und insbesondere in OWL sieht Windhorst in der ungleichen Verteilung der universitären Kapazitäten zwischen den einzelnen Landesteilen. In Nordrhein gibt es fünf Medizinische Fakultäten, in Westfalen-Lippe lediglich zwei, in Münster und in Bochum. „Aktuelle Studien belegen, dass Nachwuchsmediziner bereit sind, nach dem Studium in der Region um ihre Universität und Fakultät ärztlich tätig zu werden. Auch deshalb macht die Einrichtung einer Medizinischen Fakultät in Bielefeld mehr als Sinn, sie ist unbedingt notwendig.“
Mittel- und langfristig ist der Bedarf an Nachwuchs-Medizinern in Ostwestfalen-Lippe überdurchschnittlich hoch. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe weist darauf hin, dass in den nächsten 15 Jahren allein in OWL bis zu 3.500 Ärztinnen und Ärzte altersbedingt aus der kurativen Patientenversorgung ausscheiden. Dies betrifft fast ein Drittel der Klinikärzte und fast zwei Drittel der niedergelassenen Ärzte. Ab 2030 werden aus heutiger Sicht doppelt so viele Ärztinnen und Ärzte aus der Berufstätigkeit ausscheiden als nachrücken.
Ein Blick auf die Altersstruktur der Ärzteschaft in OWL zeige, dass das Alter sowohl der Niedergelassenen als auch der Klinikärzte in OWL im NRW-Vergleich überdurchschnittlich hoch ist. Zugleich ist in der Region OWL der Anteil der Hausärzte im Alter bis 45 Jahre vergleichsweise niedrig. „Der fehlende medizinische Nachwuchs ist aber nicht nur ein Problem im hausärztlichen, sondern auch im fachärztlichen Bereich“, erklärt Windhorst.
Besonders gravierend sei der Ärztemangel in den Kliniken. Derzeit fehlen in OWL etwa 150 Klinikärzte. Bis 2019 werden etwa 780 Ärzte zusätzlich in den Krankenhäusern benötigt. „Ärzte, die heute im Krankenhaus fehlen, werden in Zukunft in der ambulanten Versorgung fehlen. Der heutige Mangel an Klinikärzten ist der Mangel an niedergelassenen Kollegen morgen.“
Eine zentrale Ursache für den im NRW-Vergleich niedrigeren Ärztebestand in Westfalen-Lippe und insbesondere in OWL sieht Windhorst in der ungleichen Verteilung der universitären Kapazitäten zwischen den einzelnen Landesteilen. In Nordrhein gibt es fünf Medizinische Fakultäten, in Westfalen-Lippe lediglich zwei, in Münster und in Bochum. „Aktuelle Studien belegen, dass Nachwuchsmediziner bereit sind, nach dem Studium in der Region um ihre Universität und Fakultät ärztlich tätig zu werden. Auch deshalb macht die Einrichtung einer Medizinischen Fakultät in Bielefeld mehr als Sinn, sie ist unbedingt notwendig.“

