• Marburger Bund

    Die Ärztegewerkschaft

    Der Marburger Bund ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.

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Appell der MB-Spitzenkandidaten
Sorgen Sie für eine faire Balance!
Wählen Sie die Listen des Marburger Bundes - Gemeinsam mehr bewegen!
Von Michael Helmkamp
Mainz. Was für eine Überraschung! Gut 14 Tage früher als angekündigt haben die vier Bezirksärztekammern in Rheinland Pfalz die Neuwahl der Delegierten der Vertreterversammlungen gestartet. Die Wahlbriefe sind bei den über 18.500 Ärztinnen und Ärzten angekommen.
Die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz und die Bezirksärztekammern Koblenz, Rheinhessen, Pfalz und Trier stehen damit vor einer Richtungsentscheidung: Gerät die ärztliche Selbstverwaltung in die Hand der Minderheit der Niedergelassenen oder geht die Mehrheit der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in den rheinland-pfälzischen Ärztekammern endlich als der Wahlsieger hervor? Wahlfrist ist der 23. September - der Poststempel entscheidet.
"Um die Belange der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in den kommenden fünf Jahren gut vertreten zu können, wird jetzt jede Stimme benötigt: Bitte wählen Sie die Kandidatinnen und Kandidaten auf den Listen des Marburger Bundes, um endlich eine faire Repräsentanz in der Landesärztekammer und den Bezirksärztekammern zu erreichen", appellieren die fünf MB-Spitzenkandidaten in einem gemeinsamen Wahlaufruf.
"Bisher haben wir angestellte und beamtete Ärztinnen und Ärzte in den Ärzteparlamenten noch nicht die faire Vertretung, die wir aufgrund unserer tatsächlichen Zahl an Kammermitgliedern verdient haben", erklären Prof. Dr. med. Frieder Hessenauer (Pfalz), Olaf Smago und Dr. med. Karlheinz Kurfeß (beide Koblenz), Dr. med. Helmut Peters (Rheinhessen) sowie Dr. med. Günther Matheis (Trier).
"Egal, ob Sie in einem Krankenhaus, in Ämtern/Behörden, bei der Bundeswehr oder in der Industrie, in einer Praxis oder einem MVZ arbeiten - nur wenn es gelingt, eine hohe Wahlbeteiligung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte zu erreichen, können wir eine drohende Fremdbestimmung verhindern", betonen die Spitzenkandidaten. "Überlassen Sie diese Wahlen innerhalb der Ärzteschaft nicht dem Zufall! Sorgen Sie vielmehr mit Ihren beiden Stimmen für die Listen des Marburger Bundes für eine faire Balance der Kräfte!
Unsere rheinland-pfälzischen Ärztekammern sind die einzigen verbliebenen gemeinsamen Interessensvertretungen aller Ärztinnen und Ärzte. Sie dürfen nicht zum Spielfeld einer verfehlten Honorarpolitik geraten. In den Kammern müssen wir Verteilungskämpfe verhindern! Das hätte verheerende Folgen für unsere Krankenhäuser! Wir haben als Gewerkschaft seit 2006 vor allem eines gelernt: Das Fundament des gemeinsamen Erfolges ist unsere Solidarität und unser Engagement.
Als gestaltende Kraft sind unsere Ärztekammern zukünftig notwendiger denn je. „Bitte beachten Sie, die Politik, Krankenkassen und Arbeitgeber beobachten sehr genau, welche Legitimation unsere Ärztekammern von der Ärzteschaft bekommen! Jeder einzelne Wahlverzicht würde zu einer zu niedrigeren Wahlbeteiligung führen und uns letztlich als gesamte Ärzteschaft schwächen! Wer will das wirklich? Das würden Politiker sofort ausnutzen!“, mahnen die Spitzenkandidaten.
Die jüngste Ankündigung des Gesundheitsministers Bahr, Ärztinnen und Ärzte mit Honorarabzug zu bestrafen, wenn es in Praxen zu vermeidbaren Wartezeiten kommt, kritisieren die MB-Spitzenkandidaten scharf: „Es muss endlich Schluss sein, Ärztinnen und Ärzte an den Pranger gestellt und sie aus dem System getrieben werden!“
Die Bundespolitik legt Ärztinnen und Ärzten Daumenschrauben an, verhindert, dass für mehr Leistung mehr Einnahmen möglich sind und redet zudem die ärztliche Qualität schlecht. Wen wundert es, dass Ärztinnen und Ärzte Konsequenzen ziehen und ihren Kittel an den Nagel hängen. Es ist logische Folge, dass die Ärztinnen und Ärzte, die trotzdem in der ärztlichen Versorgung bleiben, mehr Patientinnen und Patienten versorgen; Wartezeiten sind eine Konsequenz der Bundespolitik ohne vorausschauendes Augenmaß.
Mit dieser MBZ-Sonderausgabe informieren wir Sie über die Aufgaben der rheinland-pfälzischen Ärztekammern und die berufspolitischen Grundsätze des Marburger Bundes. Ferner stellen wir Ihnen alle Kandidatinnen und Kandidaten auf den Listen des Marburger Bundes vor. Jede einzelne Kandidatin und jeder einzelne Kandidat gibt dem Marburger Bund vor Ort ein Gesicht!
"Unser größtes Problem ist die Wahlmüdigkeit! Bitte nehmen Sie sich deshalb jetzt drei Minuten Zeit. Wählen Sie die Listen des Marburger Bundes und bringen Sie Ihren vorfrankierten Wahlbrief auf den Postweg. Schieben Sie Ihre Entscheidung bitte nicht auf den letzten Tag!“
 
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