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Marburger Bund
Die Ärztegewerkschaft
Der Marburger Bund ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.
Kommentar des rheinland-pfälzischen Kammerpräsidenten Prof. Dr. Frieder Hessenauer
Familienfreundlichkeit darf nicht nur ein Schlagwort sein!
Angebot an familienfreundlichen Arbeitzeiten und Teilzeitstellen muss erhöht werden
Bei einem Blick in die Hörsäle in der Universitätsmedizin Mainz wird es offenkundig: Zwei von drei Studienanfängern im Fach Humanmedizin sind heutzutage weiblich. Tendenz steigend! Heute liegt die Zahl der Ärztinnen im rheinland-pfälzischen Kammergebiet bei 40 Prozent der 18.500 Kammermitglieder. In der nahen Zukunft werden immer mehr Ärztinnen unseren Beruf prägen. Diese Entwicklung fordert in den nächsten Jahren Praxen und Krankenhäuser noch intensiver als bisher heraus. Zwangsläufig wird sich unser Berufsalltag verändern.
Als Marburger Bund fordern wir, dass Familienfreundlichkeit nicht nur in öffentlichen Debatten ein gerne genutztes Schlagwort darstellen darf. Familienfreundlichkeit ist für Praxen und unsere Kliniken ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor im Wettbewerb um die besten Ärztinnen und Ärzte auf dem Arbeitsmarkt.
Die Nachfrage nach familienfreundlichen Arbeitszeiten und mehr Teilzeitstellen für Ärzte und Ärztinnen wird in den nächsten Jahren angesichts der zunehmenden Zahl an Ärztinnen zunächst in den Krankenhäusern deutlich steigen. Dies wird auch Anpassungen der Weiterbildung erforderlich machen.
Von unseren über 18.500 Mitgliedern in der Landesärztekammer sind heute schon über 7.100 Ärztinnen, stationär tätig sind davon 3.100 Ärztinnen. Dies sind über 43 Prozent der Ärztinnen. Unter den ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzten in Rheinland-Pfalz befinden sich 2.238 Frauen, was 33,79 Prozent entspricht. Weitere gut 750 Ärztinnen arbeiten in Ämtern und Behörden, in der Wirtschaft, in Verwaltungen, in der Pharmabranche oder als Medizinjournalistinnen.
In unserer Doppelfunktion als Berufsverband für angestellte und verbeamtete Ärztinnen und Ärzte und als Ärztegewerkschaft sind wir überzeugt, dass nur bessere Rahmenbedingungen und ein größeres Angebot an flexiblen Arbeitszeiten den Ärztinnen in Rheinland-Pfalz langfristig eine ihren hohen Qualifikationen entsprechende Ausübung des Berufes ermöglichen können. Wir fordern für Ärztinnen eine faire Teilhabe an beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten in Krankenhäusern.
Die generell schwierig zu lösende Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben stellt junge Eltern vor ganz besondere Herausforderungen. Übrigens brachte schon eine Umfrage unseres Landesverbandes 2004 zum Ausdruck, dass sogar mehr Männer als Frauen sich eine Familienpause wünschen.
Ganz gleich ob für Ärztinnen oder Ärzte, die Arbeitszeiten in Krankenhäusern gehen über gewöhnliche Achtstundentage weit hinaus. Ruf- und Bereitschaftsdienste, Wochenend- und Nachtdienste fordern einen besonders schwierigen Spagat.
Wir werben in unseren Gremien im Marburger Bund, in unseren gewählten Funktionen in den Vertreterversammlungen und Ausschüssen der Landesärztekammer Rheinland- Pfalz sowie in den vier Bezirksärztekammern Koblenz, Pfalz, Rheinhessen und Trier, in der breiten Öffentlichkeit und auf der politischen Bühne konsequent für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Ärztinnen und Ärzte.
Über 100 Kliniken unterstützen bereits die von uns initiierte Kampagne „Das familienfreundliche Krankenhaus“. Das ist erst ein Anfang. Es bedarf angesichts der bevorstehenden Zahl an neuen Ärztinnen noch eines wesentlich größeren Angebots. Dies auch, weil die Ärzteschaft in Rheinland-Pfalz vor einer bisher unbekannten Pensionierungswelle steht.
Die Krankenhäuser werden sich vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen unseren Forderungen nach familienfreundlicheren Arbeitszeiten, nach Kinderbetreuung und flexibleren Arbeitszeitmodellen für Ärztinnen und Ärzte nicht länger widersetzen können. Wenn sich die beruflichen Angebote für Ärztinnen und Ärzte mit Kindern in naher Zukunft nicht grundlegend verbessern, wird sich auch die neue Generation an Ärztinnen schnell für die nächsten Jahre aus den Kliniken verabschieden und ihren eigenen Weg außerhalb unserer stationären Versorgungslandschaft suchen, in die Wirtschaft gehen oder unserem wunderbaren Beruf ganz den Rücken kehren. Das wäre ein fataler Exodus!
Das wollen wir nicht, wir kämpfen weiter für bessere Arbeitsbedingungen, für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Privatleben und Familie. Für angestellte und beamtete Ärztinnen stellt nur der Marburger Bund in Rheinland-Pfalz eine originäre Interessenvertretung dar. Übrigens laden wir am 1. September zur Fachtagung „Beruf und Familie – Selbstgänger oder Hindernislauf“ in den Erbacher Hof in Mainz ein. Nähere Infos unter Telefon: 06131 / 288 22 20.
Als Marburger Bund fordern wir, dass Familienfreundlichkeit nicht nur in öffentlichen Debatten ein gerne genutztes Schlagwort darstellen darf. Familienfreundlichkeit ist für Praxen und unsere Kliniken ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor im Wettbewerb um die besten Ärztinnen und Ärzte auf dem Arbeitsmarkt.
Die Nachfrage nach familienfreundlichen Arbeitszeiten und mehr Teilzeitstellen für Ärzte und Ärztinnen wird in den nächsten Jahren angesichts der zunehmenden Zahl an Ärztinnen zunächst in den Krankenhäusern deutlich steigen. Dies wird auch Anpassungen der Weiterbildung erforderlich machen.
Von unseren über 18.500 Mitgliedern in der Landesärztekammer sind heute schon über 7.100 Ärztinnen, stationär tätig sind davon 3.100 Ärztinnen. Dies sind über 43 Prozent der Ärztinnen. Unter den ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzten in Rheinland-Pfalz befinden sich 2.238 Frauen, was 33,79 Prozent entspricht. Weitere gut 750 Ärztinnen arbeiten in Ämtern und Behörden, in der Wirtschaft, in Verwaltungen, in der Pharmabranche oder als Medizinjournalistinnen.
In unserer Doppelfunktion als Berufsverband für angestellte und verbeamtete Ärztinnen und Ärzte und als Ärztegewerkschaft sind wir überzeugt, dass nur bessere Rahmenbedingungen und ein größeres Angebot an flexiblen Arbeitszeiten den Ärztinnen in Rheinland-Pfalz langfristig eine ihren hohen Qualifikationen entsprechende Ausübung des Berufes ermöglichen können. Wir fordern für Ärztinnen eine faire Teilhabe an beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten in Krankenhäusern.
Die generell schwierig zu lösende Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben stellt junge Eltern vor ganz besondere Herausforderungen. Übrigens brachte schon eine Umfrage unseres Landesverbandes 2004 zum Ausdruck, dass sogar mehr Männer als Frauen sich eine Familienpause wünschen.
Ganz gleich ob für Ärztinnen oder Ärzte, die Arbeitszeiten in Krankenhäusern gehen über gewöhnliche Achtstundentage weit hinaus. Ruf- und Bereitschaftsdienste, Wochenend- und Nachtdienste fordern einen besonders schwierigen Spagat.
Wir werben in unseren Gremien im Marburger Bund, in unseren gewählten Funktionen in den Vertreterversammlungen und Ausschüssen der Landesärztekammer Rheinland- Pfalz sowie in den vier Bezirksärztekammern Koblenz, Pfalz, Rheinhessen und Trier, in der breiten Öffentlichkeit und auf der politischen Bühne konsequent für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Ärztinnen und Ärzte.
Über 100 Kliniken unterstützen bereits die von uns initiierte Kampagne „Das familienfreundliche Krankenhaus“. Das ist erst ein Anfang. Es bedarf angesichts der bevorstehenden Zahl an neuen Ärztinnen noch eines wesentlich größeren Angebots. Dies auch, weil die Ärzteschaft in Rheinland-Pfalz vor einer bisher unbekannten Pensionierungswelle steht.
Die Krankenhäuser werden sich vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen unseren Forderungen nach familienfreundlicheren Arbeitszeiten, nach Kinderbetreuung und flexibleren Arbeitszeitmodellen für Ärztinnen und Ärzte nicht länger widersetzen können. Wenn sich die beruflichen Angebote für Ärztinnen und Ärzte mit Kindern in naher Zukunft nicht grundlegend verbessern, wird sich auch die neue Generation an Ärztinnen schnell für die nächsten Jahre aus den Kliniken verabschieden und ihren eigenen Weg außerhalb unserer stationären Versorgungslandschaft suchen, in die Wirtschaft gehen oder unserem wunderbaren Beruf ganz den Rücken kehren. Das wäre ein fataler Exodus!
Das wollen wir nicht, wir kämpfen weiter für bessere Arbeitsbedingungen, für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Privatleben und Familie. Für angestellte und beamtete Ärztinnen stellt nur der Marburger Bund in Rheinland-Pfalz eine originäre Interessenvertretung dar. Übrigens laden wir am 1. September zur Fachtagung „Beruf und Familie – Selbstgänger oder Hindernislauf“ in den Erbacher Hof in Mainz ein. Nähere Infos unter Telefon: 06131 / 288 22 20.

