• Marburger Bund

    Die Ärztegewerkschaft

    Der Marburger Bund ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.

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Aktueller Kommentar des MB-Vorsitzenden Rudolf Henke
Teilnahme an der Evaluation der Weiterbildung ist eine berufliche Pflicht!
Noch kein Zugang zum Onlineportal erhalten? Melden Sie sich bis Ende August selber bei Ihrer Ärztekammer an!
„Der 114. Deutsche Ärztetag fordert alle Kollegen in Weiterbildung auf, sich an der laufenden Evaluation der Weiterbildung zu beteiligen. Eine Verbesserung der Weiterbildung ist nur mit hoher Beteiligung möglich und daher Pflicht jeder Ärztin und jedes Arztes.“ So lautet ein Beschluss, den der Ärztetag nach Beratungen auf der Hauptversammlung des Marburger Bundes in Kiel auf Antrag von Mitgliedern des MB-Bundesvorstands gefasst hat. Die darin enthaltene Bitte, an der Evaluation der Weiterbildung teilzunehmen, möchte ich noch einmal nachhaltig verstärken.
Das entsprechende Online-Portal der Ärztekammern ist seit dem 1. Juni 2011 freigeschaltet. Alleine in Nordrhein sind mehr als 4.000 Weiterbildungsbefugte und 10.000 Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung aufgerufen, sich an der Online-Befragung zu beteiligen.
Gute Weiterbildung – das muss ein zentrales Anliegen für die ärztliche Selbstverwaltung sein. Es ist uns wichtig, dass möglichst viele Weiterbildungsbefugte und Weiterzubildende diese Chance nutzen. Der Marburger Bund hat viel dafür getan, das Interesse der Kammern daran zu verstärken, was die Ärztinnen und Ärzte vor Ort, in Klinik und Praxis, positiv bewerten und wo sie Schwachstellen sehen. Der soeben wieder an die Spitze der Weiterbildungsgremien der Bundesärztekammer berufene Kollege Franz Bartmann betont zu Recht, dass es bei der Befragung um Erkenntnisgewinn geht, um eine gute Weiterbildung besser zu gewährleisten und dem zunehmenden Ärztemangel zu begegnen.
Auch 2009 hatte die Bundesärztekammer gemeinsam mit den Landesärztekammern eine Evaluation der Weiterbildung vorgenommen. Damals beteiligten sich bundesweit rund 30.000 Ärztinnen und Ärzte. Die Weiterbildung selbst wurde über alle Fachgebiete mit einer Durchschnittsnote von 2,6 bewertet. Die Weiterzubildenden beklagten vor allem die Rahmenbedingungen, insbesondere zu hohe Arbeitsbelastung, Bürokratie und Überstunden in ihrem Berufsalltag.
Wie 2009 wird auch die zweite Befragungsrunde durch die „Professur Consumer Behavior“ der ETH Zürich wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die Schweiz verfügt inzwischen über eine 14-jährige Erfahrung mit der Evaluation der Weiterbildung, die dort einmal jährlich stattfindet. Anders als in der Schweiz, wo die Befragung der Assistenzärzte per Post und Papier über die Weiterbildungsbefugten erfolgt, werden die Beteiligten in Deutschland über ein Internetportal befragt.
Zum ersten Mal erhalten die weiterzubildenden Ärztinnen und Ärzte ihre Zugangsdaten zur Befragung unmittelbar und persönlich von der Ärztekammer zugesandt. Voraussetzung hierfür ist, dass sich der Weiterbildungsbefugte bereits registriert hat. Weiterzubildende können sich aber auch unabhängig von der Registrierung des WBB an der Befragung beteiligen.

Dazu kann man sich an die für die Evaluation der Weiterbildung geschaltete Telefon-Hotline wenden, in Nordrhein an die der Ärztekammer Nordrhein unter 0211/43022570 oder per E-Mail wbevaluation@aekno.de, in Westfalen-Lippe an die der Ärztekammer Westfalen-Lippe unter 0251/929-2929 und in Rheinland-Pfalz an die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz (06131/28 822 -47/-48).

Dort fordert man seinen Zugangscode an, insbesondere, wenn bis Ende Juli 2011 kein Zugangscode automatisch durch die Ärztekammer zugestellt wurde. Die Hotlines sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr besetzt. Nach Anmeldung kann der Arzt den Fragebogen für die weiterzubildenden Ärztinnen und Ärzte ausfüllen.
Die Anonymität der Teilnehmer wird von den Kammern gewährleistet. Ärztinnen und Ärzte, die in einer kleinen Abteilung arbeiten, können zudem festlegen, dass ihre Bewertung nur in die Landes- und Bundesberichte eingeht. Am 31. Juli 2011 endet die Möglichkeit zur Teilnahme der Weiterbildungsbefugten an der Befragung. Einen Monat später – am 31. August 2011 – müssen die Weiterzubildenden ihren Fragebogen abgesendet haben.
Die Ergebnisse bezüglich der eigenen Weiterbildungsstätte sollen den Weiterbildungsbefugten im Herbst 2011 als sog. individueller Befugtenbericht im Webportal zur Verfügung gestellt werden. Nach der Befragung 2011 sollen ausgewählte aggregierte Mittelwerte zu einzelnen Fragekomplexen aus dem Individuellen Befugtenbericht in Form eines Spinnendiagramms der Weiterbildungsstätte veröffentlicht werden. Allerdings: Die Befugten können einer Veröffentlichung in einer vorgegebenen Frist widersprechen. Wir nehmen nicht an, dass viele Ärzte davon Gebrauch machen werden, denn fehlende Veröffentlichungen werden sicher nicht als besonders überzeugendes Qualitätsmerkmal gewertet.

 
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