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NRW-Kabinett beschließt zeitweise Erhöhung der Medizin-Studienplätze
Insgesamt 935 neue Studienplätze an sechs Universitäten bis zum Jahr 2015
Ministerin Svenja Schulze: Bessere Zugangschancen für doppelten Abiturjahrgang
Düsseldorf (mhe). Die Chancen für mehr ärztlichen Nachwuchs im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen erhöhen sich. Angesichts des doppelten Abiturjahrgangs 2013 und der Aussetzung des Wehr-und Zivildienstes werden in den nächsten fünf Jahren an sechs nordrhein-westfälischen Universitäten insgesamt 935 zusätzliche Studienplätze im Fach Humanmedizin eingerichten. Dies beschloss nun formell das Düsseldorfer Kabinett.

Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schultz und die Rektorinnen der Uni Münster und die Rektoren der Universitäten Aachen, Bochum, Düsseldorf, Duisburg-Essen und Köln.

"Der Kabinettsbeschluss stellt sicher, dass wir mit Blick auf den doppelten Abiturjahrgang zeitweise die Zahl der Studienplätze in der Medizin erhöhen können, ohne dass es auf Kosten der Ausbildungsqualität geht", betonte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. "Das ist ein weiterer Baustein für faire und gute Studienchancen für die Schülerinnen und Schüler des doppelten Abiturjahrgangs."

Die Zahl der Medizin-Studienplätze wird damit vorübergehend jährlich um knapp zehn Prozent erhöht. "Damit haben auch diejenigen gute Chancen auf einen Medizinstudienplatz, die zu einer Zeit ihr Studium aufnehmen wollen, in der die Nachfrage besonders hoch sein wird", sagte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Finanziert wird die Aufstockung mit insgesamt 50 Millionen Euro aus dem Hochschulpaktes II von Bund und Ländern. Das Programm soll zum kommenden Wintersemester starten. Pro Studienanfänger werden die Hochschulen 52.000 Euro erhalten.

Mit den zusätzlichen Mitteln können die Hochschulen entsprechendes Personal für die Lehre und die Betreuung der Studierenden, aber auch die Ausstattung von Laboren und Bibliotheken sowie Investitionen in die Infrastruktur finanzieren.

Die zusätzlichen 935 Studienplätze oberhalb der bisherigen Aufnahmekapazität verteilen sich wie folgt auf die sechs Hochschulen: TH Aachen 125 (Studienjahr 2010/2011: 258), Kooperation Universität Duisburg-Essen (bisher: 169) / Bochum 225 (304), Universität Düsseldorf 175 (371), Universität Köln 285 (319) und Universität Münster 125 (260).

 
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