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Marburger Bund
Die Ärztegewerkschaft
Der Marburger Bund ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.
In den Verhandlungen der Arbeitsrechtlichen Kommission zur alljährlichen Anpassung der Gehälter warteten die diakonischen Arbeitgeber mit der Forderung auf, ein Einkommen der Beschäftigten zunächst durch eine Beteiligung an den Aufwendungen zur zusätzlichen Altersversorgung um ein Prozent zu kürzen. Abgesehen davon, dass dieser Betrag die jüngsten Steigerungen bei der direkten Umlage übersteigt, liegt die Belastung diakonischer Arbeitgeber durch die Aufwendungen für die Zusatzversorgung nach wie vor deutlich unter derjenigen vergleichbarer Arbeitgeber, erklären hierzu die Dienstnehmer nach der ersten Verhandlungsrunde. Die nächste Verhandlungsrunde ist Ende März, bei deren Scheitern wäre eine Schlichtung die Folge.
Die Dienstnehmerseite hat bereits im Januar folgende Forderungen aufgestellt: Zum einen sollen in den Beratungen über die Gehälter strukturelle Verbesserungen im Gehaltssystem erfolgen, zum anderen sollen die Gehälter um 6,5 Prozent erhöht werden. Diese Forderung berücksichtigt, dass das Gehaltsniveau im Bereich der Diakonie nach wie vor deutlich hinter dem öffentlicher Arbeitgeber mit gleichen Aufgaben - z.B. im Gesundheitswesen und in der Altenhilfe - zurückbleibt. Nur zum aktuellen Lohnrunden-Vergleich: Die Gewerkschaften im Bereich der öffentlichen Arbeitgeber gingen in dieser Woche mit analogen Forderungen in ihre Tarifrunde.
Zum Hintergrund: Der Marburger Bund ist mit zwei Mandatsträgern in der zwölfköpfigen Dienstnehmerseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Deutschlands vertreten.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Michael Helmkamp, Pressesprecher des Marburger Bundes NRW/RLP. E-Mail: Michael.Helmkamp@netcologne.de.

