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Marburger Bund
Die Ärztegewerkschaft
Der Marburger Bund ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.
Organspende
Ernüchternder Rückgang!
NRW-Ministerin Barbara Steffens fordert zügig neues Transplantations-Gesetz
Düsseldorf (mhe). Für die über 12.000 schwer kranken Patienten auf den Wartelisten ist es eine erschreckende Nachricht: Trotz positiver Meinungsumfragen in der Bevölkerung und einem nicht nachlassenden Engagement in der Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern gingen die Organspenden im vorigen Jahr bundesweit zurück.
Sie sank nach Angaben der Deutschen Stiftung Organspende (DSO) im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent auf das Niveau von 2008. 2011 konnten bundesweit in den Kliniken nur 1.200 Organspenden durchgeführt werden. Das waren 96 Spender weniger als 2010. Pro eine Million Einwohner ist damit die Zahl der Organspender von 15,9 auf 14,7 zurückgegangen.
Aufgrund der gesunkenen Organspenderrate ist auch die Zahl gespendeter Organe von 4.205 auf 3.917 um knapp sieben Prozent zurückgegangen. Wurde 2010 noch 4.326 Menschen mit einer Transplantation von Organen geholfen, waren es im Vorjahr mit 4.054 deutlich weniger.
Die Zahl der Organspender ist in Nordrhein-Westfalen im Vorjahr im Vergleich zu 2010 ebenfalls, wenn auch nicht so stark wie im Bundesdurchschnitt, gesunken. In NRW wurden im Vorjahr 243 Organspenden registriert, 2010 waren es 256. Das entspricht einem Rückgang um 5,1 Prozent.
Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens ruft den Bund auf, jetzt zügig die Novellierung des Transplantationsgesetzes zu vollziehen. Nordrhein-Westfalen hatte bereits im September 2011 einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Transplantationsgesetzes hin zu einer Erklärungslösung bei der Organspende vorgelegt.
Um die Diskrepanz zwischen geäußerter Zustimmung und dem tatsächlichen Bekenntnis zur Organspende zu schließen, müsse die Bevölkerung aktiv und nachdrücklich angesprochen werden. Ausgeräumt werden müssten auch mögliche Rechtsunsicherheiten, die bei der Organspende im Zusammenhang mit einer Patientenverfügung entstehen können, so die Ministerin weiter.
„Der Mangel an Spendern liegt einerseits daran, dass es trotz intensiver öffentlicher Diskussion noch nicht gelungen ist, mehr Menschen zu motivieren, ihre Spendebereitschaft auch zu dokumentieren. Andererseits muss der Versorgungsauftrag Organspende in den Krankenhäusern auch tatsächlich erfüllt werden.“
Sie sank nach Angaben der Deutschen Stiftung Organspende (DSO) im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent auf das Niveau von 2008. 2011 konnten bundesweit in den Kliniken nur 1.200 Organspenden durchgeführt werden. Das waren 96 Spender weniger als 2010. Pro eine Million Einwohner ist damit die Zahl der Organspender von 15,9 auf 14,7 zurückgegangen.
Aufgrund der gesunkenen Organspenderrate ist auch die Zahl gespendeter Organe von 4.205 auf 3.917 um knapp sieben Prozent zurückgegangen. Wurde 2010 noch 4.326 Menschen mit einer Transplantation von Organen geholfen, waren es im Vorjahr mit 4.054 deutlich weniger.
Die Zahl der Organspender ist in Nordrhein-Westfalen im Vorjahr im Vergleich zu 2010 ebenfalls, wenn auch nicht so stark wie im Bundesdurchschnitt, gesunken. In NRW wurden im Vorjahr 243 Organspenden registriert, 2010 waren es 256. Das entspricht einem Rückgang um 5,1 Prozent.
Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens ruft den Bund auf, jetzt zügig die Novellierung des Transplantationsgesetzes zu vollziehen. Nordrhein-Westfalen hatte bereits im September 2011 einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Transplantationsgesetzes hin zu einer Erklärungslösung bei der Organspende vorgelegt.
Um die Diskrepanz zwischen geäußerter Zustimmung und dem tatsächlichen Bekenntnis zur Organspende zu schließen, müsse die Bevölkerung aktiv und nachdrücklich angesprochen werden. Ausgeräumt werden müssten auch mögliche Rechtsunsicherheiten, die bei der Organspende im Zusammenhang mit einer Patientenverfügung entstehen können, so die Ministerin weiter.
„Der Mangel an Spendern liegt einerseits daran, dass es trotz intensiver öffentlicher Diskussion noch nicht gelungen ist, mehr Menschen zu motivieren, ihre Spendebereitschaft auch zu dokumentieren. Andererseits muss der Versorgungsauftrag Organspende in den Krankenhäusern auch tatsächlich erfüllt werden.“

