Themen und Positionen

MB-Thesenpapier zur ärztlichen Weiterbildung

Der Marburger Bund spricht sich mit Nachdruck für eine kompetenzorientierte Neugestaltung der ärztlichen Weiterbildung aus, wie sie in der geplanten Novellierung der Muster-Weiterbildungsordnung angelegt ist. Die Rolle der Landesärztekammern als Organisatoren und Richtliniengeber der Weiterbildung zum Facharzt muss gestärkt werden.

Die inhaltliche und zeitliche Struktur der Weiterbildung sollte in einem verbindlichen Weiterbildungsplan zu Beginn der Tätigkeit vereinbart werden. Darüber hinaus können Weiterbildungsverträge, die neben dem arbeitsrechtlichen Beschäftigungsverhältnis geschlossen werden sollten, den Ablauf der Weiterbildung möglichst klar strukturieren. Eine zentrale Rolle soll ein sogenannter „Kümmerer" einnehmen, der junge Ärzte in der Weiterbildung begleitet.

Weiterbildungsstätten müssen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass ihre Weiterbildungsbefugten sowie ihre jungen Ärztinnen und Ärzte ausreichend Zeit für die Facharztweiterbildung haben. Zusätzliches Personal, veränderte Arbeitsabläufe, eine flexible Dienstplangestaltung und die Umstellung auf moderne IT-Systeme bzw. digitale Anwendungen sind unverzichtbare Maßnahmen zur Schaffung von mehr Freiraum für ärztliche Weiterbildung.

Auch die geltenden Mindestweiterbildungszeiten gehörten auf den Prüfstand. Die Dauer ärztlicher Weiterbildung muss auf ein sinnvolles Maß von Mindestzeiten reduziert werden. Für sinnvoll erachtet der Marburger Bund zum Beispiel die Vorgabe einer Gesamt-Weiterbildungszeit von maximal 60 Monaten.

Thesenpapier Weiterbildung PDF | 98 KB

Reform Mutterschutzgesetz
Junge Ärztinnen kritisieren häufig den „Verlust" von Weiterbildungszeiten während der Schwangerschaft. So werden schwangere Ärztinnen vielfach auf Tätigkeiten verwiesen, die für die Weiterbildung nicht angerechnet werden können. Die Ende März 2017 im Bundestag verabschiedeten Neuregelungen des Mutterschutzrechtes können in dieser Situation zukünftig mehr Gestaltungsmöglichkeiten geben. Der Arbeitgeber wird verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen und der Schwangeren ein Gespräch über weitere Anpassungen ihrer Arbeitsbedingungen anzubieten. Das Gesetz ist zustimmungsbedürftig im Bundesrat und soll am 1. Januar 2018 in Kraft treten.
MB-Stellungnahme zum Mutterschutzgesetz

MB-Positionspapier zur ambulanten Weiterbildung
Nach der mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz in das SGB V eingefügten Neuregelung des § 75a sind Arztpraxen und andere ambulante Weiterbildungsstätten verpflichtet, den von der Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenkassen zur Verfügung gestellten Förderbetrag auf die im Krankenhaus gezahlte Vergütung anzuheben und an die angestellten Ärztinnen und Ärzte auszuzahlen. Der MB begrüßt ausdrücklich die gesetzliche Klarstellung, dass in ambulanter Weiterbildung befindliche Ärztinnen und Ärzte zukünftig eine dem Tarifgehalt in Krankenhäusern entsprechende Vergütung erhalten sollen. Zur Umsetzung der gesetzlichen Neuregelung hat der Bundesvorstand ein umfangreiches Positionspapier beschlossen. Darin nimmt der Marburger Bund neben der Finanzierung und Vergütung der ambulanten Weiterbildung auch Stellung zur Aufgabe der Landesärztekammern im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung, zu Kompetenzzentren und Stiftungsmodellen sowie zur Ausrichtung der Weiterbildung an der Grundversorgung.
MB-Positionspapier zur ambulanten Weiterbildung

Weiterbildung muss Kernkompetenz unserer Ärztekammern bleiben
Kompetenzzentren und Stiftungsmodell lösen nicht den Mangel an Allgemeinmedizinern
von Prof. Dr. med. Ingo Flenker und Dr. med. Hans-Albert Gehle
Die gute Nachricht zuerst: Es ist begrüßenswert, dass mit dem neuen GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) immerhin die Zahl der geförderten allgemeinmedizinischen Weiterbildungsstellen von 5.000 auf künftig 7.500 erhöht wird. Zudem sollen weitere 1.000 allgemeinmedizinische Weiterbildungsstellen bei anderen Fachrichtungen – wie etwa der Psychiatrie oder Pädiatrie – gefördert werden. Hier geht es insgesamt um ein Gesamtvolumen von 375 Millionen Euro.
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Weiterbildung ist ärztliche Arbeit
Die von in Weiterbildung befindlichen Ärztinnen und Ärzten geleistete ärztliche Arbeit ist untrennbarer Bestandteil der medizinischen Gesamtleistung der weiterbildenden Institution. Diesen Stellenwert der ärztlichen Weiterbildung betont der Marburger Bund in einem seiner Beschlüsse der 125. Hauptversammlung im Mai 2014.

Strukturierte Weiterbildung
Der Marburger Bund fordert eine qualitativ hochwertige und strukturierte Weiterbildung für Ärztinnen und Ärzte.Beschlüsse zur konkreten Umsetzung hat die 125. Hauptversammlung des Marburger Bundes im Mai 2014 gefasst.

Weiterbildung für die Generation Y
Was erwarten junge Ärztinnen und Ärzte von ihrem Beruf, was fordern sie für ihre Weiterbildung zum Facharzt? Wie soll sich die Weiterbildung entwickeln, welche Konzepte gibt es im europäischen Ausland? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des MB-Symposiums „Weiterbildung für die Generation Y“, das am 23. Februar 2013 in Berlin stattfand. Mehr...

Vereinbarkeit Beruf & Familie
Bereits Anfang 2007 hat der Marburger Bund die Kampagne „Für ein familienfreundliches Krankenhaus" ins Leben gerufen. Das Thema stellt sich für junge Ärztinnen und Ärzte in der Facharztweiterbildung angesichts der langen Weiterbildungszeiten in besonderem Maße. Mehr...

Weiterbildung im Ausland
Viele deutsche Ärztinnen und Ärzte sehen in einer zeitweisen Auslandstätigkeit einen Karrierebaustein, der dem Erwerb wertvoller beruflicher Erfahrung dient und auch eine persönliche Bereicherung darstellt. Dies gilt insbesondere für im Ausland abgeleistete Weiterbildungsabschnitte. Bei der Entscheidung für ein bestimmtes Zielland spielen Fragen der gegenseitigen Anerkennung der Diplome, der Arbeitsmarkt, die Struktur der Weiterbildung sowie die eigenen Sprachkenntnisse eine wesentliche Rolle. Mehr...

Weiterbildung ausländischer Ärztinnen und Ärzte in Deutschland
Der Marburger Bund setzt sich politisch für die Belange ausländischer Ärztinnen und Ärzte in Deutschland ein. Er informiert und berät ausländische Ärztinnen und Ärzte über Voraussetzungen und Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland. Mehr...

MB-Symposium „Weiterbildung“
Mit dem Thema Weiterbildung im Ausland hat sich das Symposium „Weiterbildung“ des Marburger Bundes am 23. Februar 2013 in Berlin intensiv auseinandergesetzt. Präsentiert wurden Beispiele für fachärztliche Spezialisierung aus Ländern wie Schweden, FrankreichGroßbritannien und der Schweiz.

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Reform Mutterschutzgesetz
Junge Ärztinnen kritisieren häufig den „Verlust" von Weiterbildungszeiten während der Schwangerschaft. So werden schwangere Ärztinnen vielfach auf Tätigkeiten verwiesen, die für die Weiterbildung nicht angerechnet werden können. Die Ende März 2017 im Bundestag verabschiedeten Neuregelungen des Mutterschutzrechtes können in dieser Situation zukünftig mehr Gestaltungsmöglichkeiten geben. Der Arbeitgeber wird verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen und der Schwangeren ein Gespräch über weitere Anpassungen ihrer Arbeitsbedingungen anzubieten. Das Gesetz ist zustimmungsbedürftig im Bundesrat und soll am 1. Januar 2018 in Kraft treten.

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