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Marburger Bund
Die Ärztegewerkschaft
Der Marburger Bund ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.
20.05.2012
121. Hauptversammlung
MB warnt vor bedenklichen finanziellen Anreizen in Chefarztverträgen
Der Marburger Bund sieht mit Sorge, dass immer mehr Chefarztverträge
variable Einkommensbestandteile enthalten, die primär an das Erreichen
ökonomisch orientierter Ziele gekoppelt sind. Solche rein öko¬nomisch
orientierten Anreize, beispielsweise zur Steigerung der Fallzahlen,
würden die berufsrechtlich gebotene ärztliche Unabhängigkeit von
medizinischen Entscheidungen gefährden, erklärte die 121.
Hauptversammlung des Marburger Bundes in Nürnberg.
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20.05.2012
121. Hauptversammlung
Krankenhausfusionen kontrollieren, Trägerpluralität bewahren
Fusionen von Krankenhausunternehmen sollten einer strengen
wettbewerbsrechtlichen Prüfung unterliegen. Dies hat der Marburger Bund auf
seiner 121. Hauptversammlung in Nürnberg gefordert. Geprüft werden müsse
insbesondere, ob in einzelnen Regionen und für einzelne Fachdisziplinen eine
marktbeherrschende Stellung entstehe. Wo dies der Fall sei, müsse das
Bundeskartellamt konsequent von der Möglichkeit zu Auflagen Gebrauch machen. Es
dürfe auch nicht dazu kommen, dass die Mitarbeiter für die Kosten einer
Krankenhausübernahme oder Fusion geradestehen müssten.
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20.05.2012
121. Hauptversammlung
Marburger Bund fordert bessere finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser
Der Marburger Bund hat deutliche Kritik an der Unterfinanzierung der Krankenhäuser geübt. „Die Krankenhäuser müssen finanziell ausreichend ausgestattet werden“, forderte die 121. Hauptversammlung des Marburger Bundes in Nürnberg. Personaleinsparungen und hohe Arbeitsverdichtung belasteten Patienten und Krankenhausmitarbeiter gleichermaßen. Die durch Investitionskosten, Tarifsteigerungen und Fortschritte in der Medizin entstehenden Finanzprobleme dürften nicht auf dem Rücken der Patienten und Beschäftigten ausgetragen werden. Notwendig seien eine vollständige Refinanzierung von Tariferhöhungen und die bindende Einführung des durch das Statistische Bundesamt ermittelten vollständigen Kostenorientierungswertes ab 2013.
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18.05.2012
Tarifpolitik
Marburger Bund und Rhön vereinbaren Tarifabschluss
Die Verhandlungskommissionen des Marburger Bundes und der Rhön Klinikum
AG haben sich am Dienstag dieser Woche (15. Mai) in Wiesbaden in der dritten
Verhandlungsrunde auf einen Tarifabschluss geeinigt. Die Vereinbarung
sieht vor, dass die Ärztegehälter rückwirkend zum 1. Mai 2012 linear um
2,6 Prozent sowie zum 1. April 2013 um 2,1 Prozent steigen. Zusätzlich
werden die Tabellenentgelte in den Stufen 4, 5 und 6 der Entgeltgruppe
Ä1 (Arzt) ab 1. Juli 2012 um 60 Euro erhöht. In der Entgeltgruppe Ä4 ist
eine Erhöhung um 70 Euro ab 1. Juli 2012 vorgesehen. Der neue
Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2013.
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16.05.2012
Tarifpolitik
Marburger Bund und Berufsgenossenschaftliche Kliniken erzielen Einigung
Ärzte an den BG-Kliniken erhalten rückwirkend ab 1. April 3,4 Prozent mehr Gehalt!
Rund 1.000 Ärztinnen und Ärzte an den elf
berufsgenossenschaftlichen Kliniken und zwei Behandlungsstellen in neun
Bundesländern erhalten rückwirkend zum 1. April 2012 eine Gehaltserhöhung von
3,4 Prozent. Der neue Tarifvertrag (TV Ärzte VBGK) hat eine Laufzeit von 18
Monaten. Er schließt direkt an den vorherigen Tarifvertrag an, der am 31. März
2012 endete.
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15.05.2012
Lutz Hammerschlag verlässt den Marburger Bund
Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes und
langjährige Leiter des MB-Tarifreferates, Lutz Hammerschlag, wird auf eigenen
Wunsch den Marburger Bund verlassen, um ab 1. September 2012 eine neue Aufgabe
zu übernehmen.
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11.05.2012
Approbationsordnung
MB: Approbationsordnung endlich grünes Licht geben!
Der Marburger Bund fordert den Bundesrat auf, der neuen
Approbationsordnung für Ärzte heute in der vorgelegten Form zuzustimmen.
"Die von der Bundesregierung beschlossenen Änderungen werden von den
Studentenvertretern und den Spitzenorganisationen der Ärzteschaft nachdrücklich
unterstützt. Die Länder sollten diesen großen Konsens nicht in Frage stellen
und die Beschlussfassung der Novelle nicht weiter hinauszögern“, forderte
Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, vor der heutigen Beratung
der Novelle im Plenum des Bundesrates.
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19.03.2012
Tarifrecht
MB: Professorenvorschlag beseitigt Parität im Arbeitskampf
„Es darf kein Streikrecht erster und zweiter Klasse geben. Die heute
bekannt gewordenen Forderungen einer Gruppe von Rechtsprofessoren nach
gesetzlichen Einschränkungen von Arbeitskämpfen sind mit den in unserer
Verfassung verankerten Grundrechten tarifmächtiger Gewerkschaften
unvereinbar“, kommentierte Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger
Bundes, die Überlegungen der Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftung für
einen Gesetzentwurf zur Regelung von Arbeitskämpfen in der
Daseinsvorsorge. „In kaum einem anderen westlichen Industrieland wird so
wenig gestreikt wie in Deutschland. Auch das verstärkte Auftreten von
tariffähigen Berufsgewerkschaften in den vergangenen Jahren hat daran
nichts geändert. Die Verhältnisse sind durch das Richterrecht gut
geregelt“, sagte Ehl.
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07.03.2012
Tarifrecht
"Tarifautonomie und Streikrecht sind unteilbar"
Marburger Bund kritisiert BDA/SPD-Initiative zur Tarifeinheit
Im Bündnis mit den Arbeitgeberverbänden hat sich der Vorsitzende der
SPD-Bundestagsfraktion Dr. Frank-Walter Steinmeier offen für einen
gesetzlichen Zwang zur Tarifeinheit im Betrieb und eine Einschränkung
des Streikrechts ausgesprochen. Damit vollzieht Steinmeier eine
180-Grad-Wendung: „Es ist noch nicht lange her, da hat Herr Steinmeier
als Vertreter der Bundesregierung keinen gesetzgeberischen
Handlungsbedarf gesehen. Wir haben den Eindruck, dass jetzt mutwillig
eine andere Faktenlage konstruiert wird, um damit Eingriffe in die
verfassungsrechtlich geschützte Koalitionsfreiheit zu legitimieren“,
kritisierte Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes.
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01.03.2012
Tarifrecht
Henke warnt vor Aktionismus - Tarifvertragssystem funktioniert
„Grundrechte, in deren Genuss nur Mehrheiten kommen, sind keine
Grundrechte mehr, sondern Privilegien der Macht. Deshalb warnen wir
eindringlich vor Veränderungen im Tarifvertragsrecht, die auf eine
Einschränkung gewerkschaftlicher Freiheit abzielen. Das von den
Arbeitgeberverbänden geforderte Schnellschuss-Gesetz zur Festschreibung
der Tarifeinheit im Betrieb würde einer verfassungsrechtlichen Prüfung
nicht standhalten. Die Tarifautonomie der Berufsgewerkschaften ist in
unserer Verfassung ausdrücklich verbürgt. Sie hat keinen geringeren Rang
als die Tarifautonomie der DGB-Gewerkschaften und der
Arbeitgeberverbände“, kommentierte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des
Marburger Bundes, die neuerlichen Forderungen der Bundesvereinigung der
Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), die Koalitionsfreiheit aus Artikel 9
Absatz 3 Grundgesetz auszuhebeln.
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29.02.2012
Mitgliederentwicklung
Marburger Bund verzeichnet neuen Mitgliederrekord
Ärztegewerkschaft hat jetzt mehr als 110.000 Mitglieder - über die Hälfte sind Frauen
Der Marburger Bund hat im Jahr 2011 seine starke Stellung als
Ärztegewerkschaft und Berufsverband der angestellten und beamteten
Ärztinnen und Ärzte weiter ausbauen können. Zum 1. Januar 2012 waren in
den 14 Landesverbänden des Marburger Bundes insgesamt 110.305 Mitglieder
organisiert. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete der Verband einen
Zuwachs von 3.827 Mitgliedern (+ 3,6%). „Die großen Mitgliederzugewinne
sind ein hoher Vertrauensbeweis und eine große Ermutigung, die
erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre konsequent fortzusetzen. Wir
sind als Berufsverband und als Gewerkschaft die starke Stimme der
angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Mit ihrer
Entscheidung für den Marburger Bund bekräftigen die Ärzte auch ihren
verfassungsrechtlichen Anspruch, selbst zu entscheiden, welcher
Gewerkschaft sie beitreten wollen und wem sie zutrauen, unter Beachtung
der Verantwortung für die Gesellschaft ihre Interessen wahrzunehmen“,
sagte Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes.
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27.02.2012
Krankenhausfinanzierung
Sonderopfer der Krankenhäuser beenden - Kostenorientierung endlich einführen
„Die Krankenhäuser haben Anspruch auf eine kostenorientierte Vergütung. Wir erwarten, dass der Gesetzgeber endlich den bereits mit dem Reformgesetz 2009 eingeführten, dann aber ausgesetzten Mechanismus der Kostenorientierung auf den Weg bringt und den Krankenhäusern hilft, ihren tariflichen Pflichten gerecht zu werden“, erklärte heute Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, anlässlich des DKG-Symposiums zur Krankenhausfinanzierung in Berlin. Der Marburger Bund fordere daher die Rücknahme der Budgetkürzungen um 0,5 Prozentpunkte und die Einführung einer Kopplung des Basisfallwerts an dem zugesagten Orientierungswert mit einem Ausgleich der tarifvertraglich bedingten Personalkostensteigerungen.
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16.02.2012
Tarifpolitik
Botzlar: "Urteil des Verfassungsgerichts kann Signalwirkung für beamtete Ärzte haben"
Der Marburger
Bund begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur W-Besoldung der
Professoren. „Das Urteil kann Signalwirkung auf andere beamtete Personengruppen
mit herausgehobener Verantwortung haben und sollte Anlass sein, deren Besoldung
auf den Prüfstand zu stellen. An den Universitätskliniken,
Bundeswehrkrankenhäusern und Gesundheitsämtern gibt es einen wechselnd großen
Anteil von Ärztinnen und Ärzten, die als Beamte nach der A-Besoldung oder einer
vergleichbaren Besoldung eingruppiert sind. Hier besteht nach unserer Auffassung
eine nicht hinnehmbare Diskrepanz zu den Gehältern der angestellten Ärztinnen
und Ärzte in gleicher Verwendung, insbesondere auch deswegen, weil viele
Betroffene sehr lange bis dauerhaft in der Einstiegs-Eingruppierung A 13
verbleiben“, sagte Dr. Andreas
Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes.
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13.02.2012
Praktisches Jahr
Medizinstudierende warnen vor Länderplänen zur Abschaffung des Wahltertials im Praktischen Jahr (PJ)
Die Studierenden im Marburger Bund, im Hartmannbund und die
Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) warnen vor den
Plänen der Landesgesundheitsministerien, das Wahltertial im PJ zu Gunsten eines
viermonatigen Zwangsabschnitts in einer Hausarztpraxis abzuschaffen. Neben
massiven Bedenken bezüglich der Umsetzbarkeit und Kosten eines solchen
Vorhabens ist vor allem die Verschärfung des Ärztemangels in so gut wie allen
anderen Fachdisziplinen durch den Wegfall des orientierenden Abschnitts zu
bedenken. Ein Zwangstertial für fast 10.000 Studierende pro Jahr in einer
Hausarztpraxis ist nur mit erheblichen Qualitätsverlusten in der Lehre
umzusetzen, so dass dem Ziel einer Attraktivitätssteigerung der
Allgemeinmedizin hier zwangsläufig entgegen gewirkt wird. Neben der wichtigen
qualitativen Stärkung der Allgemeinmedizin in der Lehre sind es vor allem die
Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, die einen Beruf attraktiv machen.
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03.02.2012
DocSteps 2012
Erneut großes Interesse an der Karrieremesse des Marburger Bundes
Nur einen Monat nach Öffnung des Anmeldeportals unter www.docsteps.de haben sich bereits rund 600 Medizinerinnen und Mediziner für die
Karrieremesse DocSteps des Marburger Bundes angemeldet. DocSteps findet
am 21. April 2012 im Internationalen Congress Centrum (ICC) Berlin
statt. Insgesamt werden wie in den Vorjahren über 1000
Medizinstudierende sowie junge Ärztinnen und Ärzte erwartet.
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