Weiter Bewegung in der Krankenhauslandschaft Schleswig-Holstein
Nach dem Einstieg von Helios in die Damp-Gruppe und dem angekündigten Verkauf der Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg werden nun an der Westküste Verhandlungen geführt. Das Westküstenklinikum und die Nordfriesland-Kliniken führen Gespräche über mögliche Formen einer Kooperation. Die Krankenhäuser in Heide, Brunsbüttel (WKK), Tönning, Husum, Niebüll und Wyk auf Föhr (NF) befinden sich in kommunaler Trägerschaft. Nach Presseinformationen überlegen die Landräte der Kreise Dithmarschen und Nordfriesland, ob eine Zusammenarbeit in Teilbereichen sinnvoll wäre, aber auch eine Fusion sei nicht ausgeschlossen.
Auftakt der Tarifverhandlungen für das Klinikum Itzehoe
Am Montag, den 30. Januar 2012 haben die Tarifverhandlungen für den Haustarifvertrag mit dem Klinikum Itzehoe begonnen. Im Rahmen erster konstruktiver Gespräche wurden die Forderungen des MB besprochen. Diese orientierten sich auf Wunsch der Ärztinnen und Ärzte an denen zum TV-Ärzte/VKA. Die Verhandlungen werden am 14.02.2012 fortgesetzt.
Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg vor Verkauf
Die Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg (Randgebiet Hamburg) soll bis Mitte 2012 verkauft werden. Seit 2009 war in diesen Standort investiert worden, während die stationäre Versorgung am Standort Kaltenkirchen zurückgefahren wurde. Trotz dieser "Neuausrichtung" scheint nun ein Verkauf beschlossene Sache zu sein. Ein Pressesprecher der Paracelsus-Klinikgruppe (ein Standort auch auf Helgoland) bestätigte die Verkaufsabsichten und verwies zur Begründung auf den enorm gewachsenen Wettbewerbsdruck in der Region.
Große Tarifkommission des MB stimmt Sondierungsergebnis mit VKA zu - Streikmaßnahmen werden ausgesetzt
Die Große Tarifkommission des Marburger Bundes hat dem Sondierungsergebnis in der Tarifauseinandersetzung mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zugestimmt. Die zum 26. Januar angekündigten Ärztestreiks werden ausgesetzt. „Das mit den kommunalen Arbeitgebern erzielte Ergebnis ist ein schwieriger, teilweise auch schmerzhafter Kompromiss. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Insgesamt überwiegen die positiven Aspekte“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. Das für Dienstag, den 24.01.2012, geplante Ärztetreffen in Bad Segeberg fällt damit aus.
Ab 26.01.2012 Ärztestreik an kommunalen Kliniken in S-H
Ab dem 26.01.2012 wird auch den 19 Kliniken in Schleswig-Holstein, die Mitglied in der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände sind, gestreikt. Um den Notdienst nicht übermäßig zu belasten, raten wir allen Patienten mit planbaren Krankenhausaufenthalten, sich frühzeitig mit dem einweisenden Arzt zu beraten. Neben einer Verschiebung der Einweisung besteht auch die Option, sich in einem anderen Krankenhaus behandeln zu lassen. Es könnte daher sinnvoll sein, sich frühzeitig um ein Bett in einer Ausweichklinik zu kümmern. Nachfolgend eine Auflistung der vom Streik betroffenen Kliniken:
Westküstenklinikum Heide/Brunsbüttel; Kliniken Nordfriesland (Husum, Niebüll, Tönning); Regio-Kliniken (Elmshorn, Pinneberg, Wedel); Johanniter-Krankenhaus Geesthacht; Sana Klinik Lübeck; Sana Kliniken Ostholstein (Eutin, Oldenburg, Fehmarn); FEK Neumünster; Klinik Preetz; Städtisches Krankenhaus Kiel; imland-Kliniken (Rendsburg, Eckernförde); AK Segeberger Kliniken.
Urabstimmung: Ärzte in kommunalen Kliniken votieren für Streik
Ein klares Votum für Arbeitskampfmaßnahmen hat die einmonatige Urabstimmung der Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) erbracht: Mit 92,7 Prozent stimmten die Mitglieder des Marburger Bundes in den kommunalen Kliniken für einen Ärztestreik. Der Marburger Bund-Vorsitzende Rudolf Henke erwartet den Streikbeginn für den 26. Januar. Der Streikaufruf werde alle rund 600 kommunalen Krankenhäuser im Tarifbereich der VKA betreffen. Für den 24.01.2012 lädt der Landesverband zu einem Ärztesprechertreffen der vom VKA-Streik betroffenen Kliniken ein. Ab 18.00 Uhr soll mit je 1-2 Vertretern aus den jeweiligen Kliniken auf der Geschäftsstelle in Bad Segeberg über das weitere Vorgehen beraten werden.
Hauptversammlung des Landesverbandes findet am 21. März 2012 statt
Die Hauptversammlung des Landesverbandes Schleswig-Holstein wird am 21.03.2012 ab 16.00 Uhr in den Fortbildungswerkstätten der Ärztekammer in Bad Segeberg stattfinden. Im öffentlichen Teil wird dieses Jahr das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der Tätigkeit der Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus diskutiert werden.
Besetzung der Geschäftsstelle über die Feiertage
Vom 27. bis 30. Dezember und am 02. Januar sind die Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Landesverbandes zwischen 8 und 13 Uhr erreichbar. Ab dem 03. Januar gelten dann wieder die üblichen Geschäftszeiten.
MB-Karrieremesse DocSteps am 24. April 2012
Austauschen, informieren, Kontakte knüpfen – die Karrieremesse DocSteps des Marburger Bundes bietet Medizinstudierenden sowie Ärztinnen und Ärzten auch 2012 die ideale Plattform, um sich auf den Berufseinstieg vorzubereiten und ihre Karriere in der Medizin zu gestalten. Aufgrund des großen Erfolgs der letzten Jahre lädt der Marburger Bund auch 2012 erneut in das Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin ein. Erwartet werden über 1.000 Teilnehmer sowie zahlreiche Aussteller.
Tarifabschluss für die BG Nordsee Reha-Klinik St. Peter-Ording
Für die Ärztinnen und Ärzte der BG Nordsee Reha-Klinik in St. Peter-Ording konnte rückwirkend ab dem 01. Oktober 2011 ein neuer Tarifvertrag ausgehandelt werden. Dieser war von den Mitgliedern gewünscht worden, nachdem die Klinik von der Lielje-Gruppe 2011 veräußert worden war. Unter Berücksichtigung kleinerer Abweichungen ist es gelungen, sich auf die Anwendung der Bestimmungen des TV-Ärzte/VBGK zu einigen. So gilt z.B. für 18 Monate die aktuelle Tabelle TV-Ärzte/VBGK auf Basis einer 38,5 Stunden-Woche, diese "Übergangsphase" hatten sich der "neue" Arbeitgeber erbeten.
VKA-Verhandlungen sind gescheitert! Urabstimmung ab dem 09.12.2011
Der Marburger Bund hat die seit Mitte September 2011 andauernden Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) abgebrochen und für gescheitert erklärt. In ihrer heutigen Sitzung beschloss die Große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft, die Mitglieder des Marburger Bundes im Geltungsbereich des Tarifvertrages für die Ärzte an kommunalen Kliniken (Tarifbereich VKA) zur Urabstimmung über die Einleitung von Arbeitskampfmaßnahmen aufzurufen. Die Urabstimmung wird in der Zeit vom 09.12.2011 bis 09.01.2012 durchgeführt. Bei einem positiven Votum der Mitglieder des Marburger Bundes müssen sich die rund 600 kommunalen Kliniken im Tarifbereich der VKA - in S-H z.B. das FEK in Neumünster oder das Sana-Krankenhaus in Lübeck- ab 26. Januar 2012 auf Arbeitskampfmaßnahmen der Ärzte einstellen.
Tarifverhandlungen für den TV-Ärzte/VKA: Marburger Bund weist das Angebot der Arbeitgeber zurück
Der Marburger Bund weist das völlig unzureichende Angebot der Vereinigung kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) für die rund 45.000 Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern zurück. Grundvergütung und die Bereitschaftsdienstentgelte sollen danach um 1,48 v.H. im Jahr 2012 angehoben werden. Völlig unzureichend ist der Vorschlag der VKA, dem Thema Gesundheitsschutz der Ärztinnen und Ärzten "verstärkt Rechnung tragen zu wollen". „Das Angebot der kommunalen Arbeitgeber ist nichts anderes als ein Affront. Die VKA hat heute den Bogen weit überspannt und gezielt einen Konflikt mit dem Marburger Bund provoziert. Wir unterbrechen deshalb die Tarifverhandlungen mit der VKA. Auf der Grundlage des heute vorgelegten Angebotes sehen wir keine derzeit keine Möglichkeit, auf dem Verhandlungswege zu einem Kompromiss zu kommen. Aus diesem Grunde sind kurzfristig die Tarifgremien des Marburger Bundes zusammen gerufen worden, um das weitere Vorgehen einschließlich eines möglichen Abbruchs und Scheiterns der Tarifverhandlungen zu beraten“, erklärte Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bundes, nach der heutigen vierten Verhandlungsrunde mit der VKA.
Nachbesprechungen zum Abschluss TV-Ärzte
Nachdem sich die Tarifverhandlungspartner nun doch auf einen Abschluss geeinigt haben, möchten wir uns bei unseren Mitgliedern in Kiel und Lübeck, die sich an den Vorbereitungen zum Streik aktiv beteiligt haben, bedanken und laden in Kiel am 07.11.2011 um 17.15 Uhr ins Casino der Kinderklinik und in Lübeck am 10.11.2011 um 17.oo Uhr in den Hörsaal Z 3 des Zentralklinikums zu Nachbesprechungen ein.
Einigung für den TV-Ärzte erzielt - kein Streik ab Montag!
Die kurzfristig am 4. und 5. November vorgenommene Tarifverhandlungsrunde zwischen dem Marburger Bund und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder hat zu einem Abschluss geführt. Somit wird es ab Montag, dem 7. November keinen Streik am UK SH geben. Die Ärztinnen und Ärzte erhalten ab dem 01.11.2011 eine Gehaltssteigerung von 3,6%, zudem wird die Nachtarbeit sowohl bei Vollarbeit als auch im Bereitschaftsdienst zukünftig mit einem Zuschlag von 20% honoriert. Die Vorsitzende des MB S-H, Dr. Hannelore Machnik, sprach in einer ersten Stellungnahme von einem vertretbaren Ergebnis, da insbesondere die Forderung nach einer besseren Bewertung der Nachtarbeit durchgesetzt werden konnte.
Auch die dritte Verhandlungsrunde für den TV-Ärzte/VKA ohne Ergebnis
Die dritte Verhandlungsrunde zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat zu keinem greifbaren Ergebnis geführt. „Wir haben der VKA heute noch einmal sehr ausführlich unser Gesamtpaket an Forderungen dargelegt. Leider gibt es auf der Arbeitgeberseite bisher keine Bereitschaft, das Potenzial an Verbesserungen für die kommunalen Kliniken zu erkennen. Wir können nur hoffen, dass bei der nächsten Verhandlungsrunde mehr Bewegung in die Tarifverhandlungen kommt“, sagte Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bundes.
Uniklinik-Ärzte stimmen für Streik: ab 7. November Arbeitsniederlegungen auch am UK S-H
Vom 7. bis 20. Oktober konnten die Mitglieder des Marburger Bundes an den Universitätskliniken im Tarifbereich TdL über einen Ärztestreik abstimmen. Das Votum der Urabstimmung ist eindeutig: 97,4 Prozent der teilnehmenden Ärzte haben für die Aufnahme von Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt. Die Große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft hat daraufhin beschlossen, Vorbereitungen für einen unbefristeten Vollstreik an den 23 Universitätskliniken im Tarifbereich der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu treffen, der ab 7. November beginnen wird.
Urabstimmungen in Kiel und Lübeck
In Kiel und Lübeck haben sich die Ärztinnen und Ärzte am UK S-H anlässlich der Urabstimmung mit 95% für einen Streik ausgesprochen. Maßgeblich für den weiteren Verlauf wird aber letztlich das bundesweite Ergebnis der Urabstimmung sein, weilches vom Bundesverband am kommenden Freitag bekannt gegegben werden wird. Gleichwohl spricht bereit jetzt vieles dafür, dass der Bundesverband zum Streik aufrufen wird. Weitere Infos unter
www.marburger-bund.de
2. Runde der Tarifverhandlungen für die Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern
Auch in der zweiten Runde am 18.10.2011 der Tarifverhandlungen für die rund 45.000 Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern hat es keine Annäherung zwischen den Tarifvertragsparteien gegeben. Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bundes sagte nach der Runde:"Die Arbeitgeberseite muss sich endlich mehr darum bemühen, den wachsenden Bedarf nach familienfreundlichen Arbeitsbedingungen Rechnung zu tragen. Die Ärztinnen und Ärzte verlangen verlässliche und planbare Arbeitszeiten, um Beruf und Privatleben besser in Einklang zu bringen. Deshalb wollen wir in dieser Tarifrunde auch bessere Regelungen für Nacht- und Wochenenddienste erreichen." Zu den kommunalen Krankenhäusern gehören in Schleswig-Holstein z.B. das Städtische Krankenhaus Kiel, das FEK in Neumünster oder das WKK in Heide.
MB Veranstaltung am 19.10.2011 in Heide
Der Marburger Bund Landesverband Schleswig-Holstein lädt seine Mitglieder (Gäste sind willkommen) am 19.10.2011 um 17.00 Uhr ins Tivoli in Heide ein. Die Veranstaltung beinhaltet zwei Vorträge, und zwar wird es zum einen um arbeitsrechtliche Aspekte gehen und zum anderen um die Weiterbildung. Für das Thema Weiterbildung haben sich Frau Dr. Breindl und Herr Dr. Herrmann von der Ärztekammer S-H bereit erklärt, grundlegende Informationen dazu zu referieren. Die Veranstaltung ist kostenlos.
Studenten: Fit for Future am 12. Oktober in Lübeck
Die Deutsche Ärzte Finanz, Service-Center Lübeck, lädt am 12. Oktober 2011 die PJ`ler der Universität Lübeck zu einem Vortragsabend mit dem Thema "Professionelle Vorbereitung auf den Berufsstart" in die Media Docks zu Lübeck ein. Ab 18.30 Uhr werden zum einen Frau Dr. med. Breindl und Herr Dr. med. Herrmann von der Ärztekammer S-H über die Anforderungen an die Weiterbildung berichten und zum anderen Herr RA Arp (MB S-H) Informationen zum ersten Arbeitsvertrag und den Arbeitsbedingungen im Krankenhaus geben. Anmeldungen bitte an
lars-peter.rittgen@aerzte.finanz.de
Landesrechnungshof S-H: "UK S-H im Grundsatz pleite"
Stellungnahme des Marburger Bundes Landesverband Schleswig-Holstein zu den Ausführungen des Landesrechnugshofes:
Auf der Suche nach den Schuldigen für wirtschaftliche Schieflage des UK S-H scheint man, wenn man den Ausführungen des Landesrechnungshofes Glauben schenkt, fündig geworden zu sein.
Einsparpotentiale bei den Chef- und Oberärzten würden nicht genutzt und nun kommt auch noch der Marburger Bund und verlangt für die Ärztinnen und Ärzte an den Universitätskliniken 5% mehr Gehalt und eine bessere Bezahlung der Nachtdienste.
Dazu ist zu sagen:
Erst seit 2005 handelt der Marburger Bund als Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands als eigenständige Gewerkschaft Tarifverträge für seine Mitglieder aus.
An den Universitätskliniken gilt seit dem 01.11.2006 der TV-Ärzte, den der Marburger Bund nach wochenlangen Erzwingungsstreiks mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder abgeschlossen hatte.
Ausdrücklich ausgenommen von der Anwendung des TV-Ärzte waren die UK S-H Standorte Kiel und Lübeck. Dort galt seit 2004 auch für die Ärzte und dann bis zum 31.12.2007 der sogen. Beschäftigungspakt, also eine Art Sanierungsvertrag. Die auch von den Ärztinnen und Ärzten geleisteten Sanierungsbeiträge werden in der aktuellen Diskussion vollständig außer acht gelassen.
Stattdessen werden als Gründe für die Kostensteigerung im Bereich des ärztlichen Personals auch die Tarifsteigerungen seit 2007 um bis zu 26% genannt. Der Marburger Bund Landesverband Schleswig-Holstein weist daher noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Ärztinnen und Ärzte am UK S-H erst seit 2008 den TV-Ärzte des Marburger Bundes erhalten. Zudem muss deutlich gemacht werden, dass die wöchentliche Arbeitszeit während der Geltung des Beschäftigungspaktes zunächst 38,5 Stunden betrug und auf 42 Stunden angestiegen ist.
Betrachtet man zudem die aktuellen Forderungen des Marburger Bundes in der derzeitigen Tarifverhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, erweisen sich diese Forderungen nach 5% mehr Gehalt und nach besserer Bezahlung der Nachtdienste als Bestandteile eines Tarifvertrages, die an anderen Krankenhäusern schon längst Realität sind. Seit 2010 erhalten Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern pro Nachtarbeitsstunde einen Zuschlag von 15%. 5% mehr Gehalt auf die monatliche Grundvergütung würde den Ärztinnen und Ärzte an den Universitätskliniken eine Vergütung bringen, die so aktuell schon z.B. den Ärztinnen und Ärzten an den DAMP Kliniken in S-H bezahlt wird.
Daher kann der Marburger Bund auch der Aussage nicht zustimmen, dass es für die Oberärzte eine Art „Rundum-sorglos-Paket“ gebe. Nach Kenntnisstand des Marburger Bundes werden die Oberärzte am UK S-H nach Tarif bezahlt, somit im Vergleich zu den Bezahlungen an anderen Krankenhäusern aktuell sogar schlechter.
Diesem Vergleich müssen sich die Universitätskliniken stellen, also auch das UK S-H, denn im Wettbewerb um die besten Mediziner wird man nicht mithalten können, wenn die Vergütung dem Anspruch an Spitzenmedizin nicht gerecht wird.
Der Marburger Bund Schleswig-Holstein kritisiert auch die Aussagen des externen Experten Thomas Kolb, den der Landesrechnungshof zu Rat gezogen hat. Dieser hatte folgendes gesagt:
„Der relativ niedrige Fallmix lasse zudem darauf schließen, dass viele leichte Fälle behandelt werden. Sinnvoller wäre es, sich stärker auf die hochschulnahe Maximalversorgung zu konzentrieren. Patienten, die ambulant behandelt werden könnten, müssten dann schon mal abgewiesen werden. Das passiert woanders auch.“
Dazu kommt dann noch die nachfolgende Aussage:
„Chefarztverträge würden im UK S-H ohne Wirtschaftlichkeitsberechnung abgeschlossen. So seien im Ärztlichen Dienst hohe Personalkosten entstanden, die nicht durch Erlöse aus den Leistungen der Ärzte hätten gedeckt werden können. Leistungsabhängige Gehaltsanteile seien zudem niedriger als üblich.“
Der Marburger Bund Landesverband Schleswig-Holstein bemängelt, dass dies die Sprache der Betriebswirte ist, die nicht mit dem ärztlichen Berufsethos in Einklang zu bringen ist. Gerade die Chefärzte an Universitätskliniken haben ein hohes Maß an Verantwortung zu tragen. Forschung und Lehre, Weiterbildung junger Assistenzärztinnen und –ärzte sowie die Patientenversorgung dürfen nicht an irgendwelche von Betriebswirten jenseits des Krankenhausalltages festgelegten Parameter gekoppelt werden, die dann über ein mehr oder weniger bei der Vergütung der Chefärzte entscheiden.
Gute Arbeit – gutes Geld! Unter diesem Motto finden die derzeitigen Tarifverhandlungen für die Ärzte an den Universitätskliniken statt. Ein Motto, das genauso für die Chefärztinnen und Chefärzte der Krankenhäuser gilt!
Keine Einigung mit der TdL - Tarifverhandlungen abgebrochen!
Auch in der 5. Verhandlungsrunde am 29. September 2011 konnte keine Einigung für die rund 20.000 Ärztinnen und Ärzte an den Uniklinika erreicht werden. Die TdL war zu keiner Zeit bereit, dem Marburger Bund ein faires Angebot zu machen, auch in der fünften Verhandlungsrunde war nicht erkennbar, dass die TdL bereit ist, den entscheidenden Schritt auf die Uniklinik-Ärzte zuzugehen. Daraufhin hat die Große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft den Abbruch und das Scheitern der Tarifverhandlungen erklärt. Ferner beschloss die Große Tarifkommission, die Mitglieder des Marburger Bundes im Geltungsbereich des Tarifvertrages für die Ärzte an den Unikliniken im Tarifbereich der TdL kurzfristig zur Urabstimmung über die Einleitung von Arbeitskampfmaßnahmen aufzurufen. In Kiel und Lübeck werden die Urabstimmungen vor Ort stattfinden, die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.
Knapp 100 Ärztinnen und Ärzte in Lübeck "im Ausstand"
Rund 100 Ärztinnen und Ärzte sind dem Aufruf des MB in Lübeck gefolgt und haben sich zwischen 12 und 13 Uhr im Eingangsbereich des Zentralklinikums versammelt. Dabei zeigte sich der Unmut bei den Anwesenden über die Verhandlungsführer der TdL, gleichzeitig war von vielen Besuchern und Patienten Verständnis für die Ärzte geäußert worden.
Über 150 Ärztinnen und Ärzte beteiligen sich in Kiel an dem Aufruf des Marburger Bundes
Der Marburger Bund hatte aufgrund der stockenden Verhandlungen mit der TdL zum Warnstreik aufgerufen, um den Verhandlungsführern der TdL zu signalisieren, dass die Ärztinnen und Ärzte vor Ort in den Universitätskliniken nicht bereit sind, die Verhandlungsstrategie der TdL zu akzeptieren. Über 150 Ärztinnen und Ärzte am UK S-H Campus Kiel haben sich an der Aktion gestern zwischen 13 und 14 Uhr beteiligt. Viele der anwesenden Ärztinnen und Ärzte berichteteten, dass es Ihnen sehr häufig schon gar nicht möglich sei, überhaupt die Mittagspause in Anspruch zu nehmen, das Arbeitspensum lasse das häufig gar nicht zu. Heute folgen die Ärztinnen und Ärzte am Campus Lübeck zwischen 12 und 13 Uhr dem Aufruf des Marburger Bundes.
Warnstreiks bei den Tarifverhandlungen für den TV-Ärzte Universitätskliniken
Die Tarifverhandlungen für den TV-Ärzte Universitätskliniken sind an einem kritischen Punkt angelangt. Die Arbeitgeber haben bisher in vier Verhandlungsrunden eine deutliche Blockadehaltung den berechtigten Forderungen des Marburger Bundes gegenüber gezeigt. Um die Forderungen, z.B. nach einer besseren Bezahlung der Arbeit in der Nacht, noch einmal deutlich zu betonen, wird der Marburger Bund den Druck erhöhen. Aus diesem Grund soll es in der Zeit vom 26. bis 28. September Warnstreiks an den jeweiligen Kliniken geben. In Kiel sind die Ärztinnen und Ärzte daher aufgerufen, sich am 27.09. zwischen 13 und 14 Uhr auf dem Roten Platz einzufinden, in Lübeck am 28.09. zwischen 12 und 13 Uhr im Eingangsbereich des Zentralklinikums.
Das UK S-H und der schmale Grat
Das UK S-H bleibt in öffentlicher Hand, aber wie geht es nun weiter? Einerseits ist es sicher zu begrüßen, dass nun endlich dringend notwendige Baumaßnahmen in Angriff genommen werden können, andererseits ist der zu zahlende Mietzins (zweistelliger Millionenbetrag pro Jahr wird genannt) eine Belastung, die erst einmal Jahr für Jahr erwirtschaftet werden muss.
Stichwort Wirtschaftlichkeit, nachdem bereits in Hessen eine "Beerdigung" (so MB Hessen zu Marburg-Gießen) stattgefunden hat, wird auch in Schleswig-Holstein die Partikeltherapie (NRoCK) nicht kommen. Begründung: Im Bereich der Patientenversorgung zu teuer! Verlierer: Wieder einmal die Patienten!
Keine Bewegung bei den Tarifverhandlungen mit der TdL
Auch die 4. Verhandlungsrunde mit den Vertretern der TdL für den TV-Ärzte hat keine Fortschritte gebracht. Die Forderungen des Marburger Bundes nach strukturellen Veränderungen in den Entgelttabelle sowie einer besseren Bewertung der Arbeit zu ungünstigen Zeiten wie z.B. in der Nacht werden bisher nicht im Sinne des Marburger Bundes gewürdigt. Gleichwohl ist auf beiden Verhandlungsseiten nach wie vor die Bereitschaft vorhanden, die Tarifverhandlungen fortzuführen, was am 29.09.2011 in der dann 5. Verhandlungsrunde geschehen wird. Betroffen von den Verhandlungen sind die Ärztinnen und Ärzte an den UK S-H Standorten Kiel und Lübeck.
Bundesweite Betriebs- und Personalrätekonferenz in Berlin
Für MB-Betriebs- und Personalräte sowie die Vertreter der MAV aus ganz Deutschland veranstaltet der Marburger Bund am 25. Oktober von 10-15 Uhr eine Schulungsveranstaltung. Thema wird u.a. sein die Gestaltung des Arbeitsplatzes Krankenhaus unter Berücksichtigung der Beteiligungsrechte nach dem Betriebsverfassungsgesetz.
Mitgliederversammlung UK S-H Campus Kiel
Am Mittwoch, den 14. September 2011, findet um 17.00 Uhr im Hörsaal Orthopädie am UK S-H in Kiel eine Mitgliederversammlung statt. Wie in der Woche zuvor in Lübeck geht es auch hier um die Information zum Stand der Tarifverhandlungen beim TV-Ärzte.
Mitgliederversammlung UK S-H Campus Lübeck
Am Mittwoch, den 07.09.2011, findet um 17.00 Uhr im Seminarraum 3b des Zentralklinikums eine Mitgliederversammlung für die Ärztinnen und Ärzte am UK S-H Standort Lübeck statt. Thema der Mitgliederversammlung ist die Tarifverhandlungsrunde 2011 für den TV-Ärzte.
Netzwerktreffen DAMP-Kliniken
Am 01. September 2011 von 16.00 - 17.30 Uhr findet in Hamburg (Saal 3 der Kassenärztlichen Vereinigung HH in der Humboldtstraße 56) ein Netzwerktreffen für die Ärztinnen und Ärzte der DAMP-Kliniken statt. In Schleswig-Holstein betrifft dies die Mitglieder der Ostseeklinik Damp, der Ostseeklinik Kiel, der Kliniken (MLK und FKSL) in Schleswig, der Reha-Klinik Damp, der Reha-Klinik Lehmrade und der Reha-Klinik Schloss Schönhagen. Anmeldungen zu diesem Treffen, bei dem es insbesondere um die Tarifverhandlungen zum TV-Ärzte DAMP gehen wird, bitte an
tarifpolitik@marburger-bund.de schicken.
Demonstration am 26. August in Kiel
Stellenabbau, hohe Arbeitsverdichtung, krankmachende Arbeitsbedigungen, sinkendes Berufsimage und fehlende Anerkennung der erbrachten Leistungen bringen auch die Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein in die Gefahr des "Ausbrennens".
Ziel der Demonstration, welche von den Arbeitnehmervertretungen vieler Krankenhäuser in S-H organisiert wird, ist es, der Landesregierung und allen im Landtag vertretenen Parteien zu verdeutlichen, dass Änderungen benötigt werden.
Treffpunkt ist der Exerzierplatz in Kiel, der Beginn der Demonstration ist für 10.00 Uhr festgelegt worden. Reisemöglichkeiten/Arbeitsbefreiungen bitte bei den jeweiligen Arbeitnehmervertretungen vor Ort erfragen.
Tarifabschluss für die Ostseeklinik Schönberg-Holm
Die Verhandlungen für den 2. Änderungstarifvertrag zum Haustarifvertrag zwischen dem Marburger Bund und der Ostseeklinik Schönberg-Holm sind abgeschlossen. Bei der Tabelle werden die Entgelte zum 01.07.2011 und zum 01.01.2012 angehoben, zusätzlich gibt es eine Einmalzahlung. Bei den Fachärzten konnte für die Tabelle eine zusätzliche Stufe ausgehandelt werden. Verbindlich geregelt wurde nunmehr auch der Anspruch auf Zusatzurlaub für Bereitschaftsdienste in der Nacht. Zudem konnten die Parteien eine Einigung dahingehend erzielen, dass 2013 eine elektronische Zeiterfassung eingeführt werden soll.
Evaluation der Weiterbildung
Sie sind Weiterbildungsbefugter oder Arzt in der Weiterbildung in Schleswig-Holstein?
Dann nutzen Sie die Gelegenheit sich über Stärken und Schwächen des Systems der ärztlichen Weiterbildung zu äußern und somit Einfluss auf die zukünftige Qualität der Weiterbildung zu nehmen!
Am 1. Juni 2011 ist die 2. Befragungsrunde der "Evaluation der Weiterbildung" gestartet. Damit erhalten sowohl Weiterbildungsbefugte (WBB) als auch Ärzte in der Weiterbildung (WBA) erneut die Möglichkeit, über ein Online-Portal (www.evaluation-weiterbildung.de) Auskunft über die Situation der Weiterbildung zu geben.
Weiterbildungsbefugte haben bis zum 31. August 2011 die Möglichkeit, sich an der Online-Befragung zu beteiligen. Für Ärzte in der Weiterbildung ist das Web-Portal bis zum 30. September 2011 geöffnet.
Schwierige Verhandlungen für den TV-Ärzte
Die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für den Tarifvertrag der Ärztinnen und Ärzte an den Universitätskliniken sind unterbrochen worden. Auch in der 3. Verhandlungsrunde haben die Vertreter der TdL dem Marburger Bund kein konkretes Angebot vorgelegt, so dass weitere Verhandlungen unter diesen Voraussetzungen für die Vertreter des MB keinen Sinn mehr ergaben. Die zuständigen Gremien des Marburger Bundes werden nun über das weitere Vorgehen beraten.
Schluss mit der miesen Krankenhausfinanzierung für Schleswig-Holstein!
Die auch vom Marburger Bund Schleswig-Holstein unterstützte Kampagne "Krankenhaus in Not" hat für den 26. August 2011 zu einer Demonstration in Kiel aufgerufen. Die Kampagne -bestehend aus den Arbeitnehmervertretungen vieler Krankenhäuser in Schleswig-Holstein- setzt sich vor allem dafür ein, dass der von der Politik einst vorgesehene Bundesbasisfallwert tatsächlich eingeführt wird. Es sei nicht einzusehen, warum eine Operation in Rheinland-Pfalz mehr wert sei als in Schleswig-Holstein, die Basisfallwerte der Länder wie Schleswig-Holstein, die im Vergleich am niedrigsten seien, müssten denen der Länder angepasst werden, die sich in oberen Bereich befinden. Die Veranstaltung beginnt um 10.00 Uhr auf dem Exerzierplatz und zieht dann in Richtung Landeshaus. Der Aufruf zur Teilnahme richtet sich an alle Beschäftigte in den Krankenhäusern von Schlewig-Holstein, der MB S-H würde sich sehr freuen, wenn auch viele Ärztinnen und Ärzte sich der Demo anschließen könnten.
Besetzung der Geschäftsstelle im Juli
In der Zeit vom 04. Juli bis einschließlich 22. Juli 2011 wird die Geschäftsstelle von 8 bis 14 Uhr besetzt sein.
Workshop "Familienfreundliches Krankenhaus" in Hamburg
Am Montag, dem 20. Juni 2011, findet im Renaissance Hamburg Hotel ein Workshop zum Thema "Familienfreundliches Krankenhaus" statt. Der Marburger Bund lädt zu dieser Veranstaltung ein, welche um 10.30 Uhr beginnen und voraussichtlich um 16.45 Uhr enden wird. Als Themen der Veranstaltung, die von Frau Dr. Benemann, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des MB Bundesverbands, moderiert wird, sind vorgesehen: "Kinderbetreuung - zentrales Kriterium für Vereinbarkeit", "Arbeitszeit gestalten" und "Flexible Arbeitszeitmodelle - Praxisbeispiel Klinikum Saarbrücken". Externe Referenten werden diese Themen darstellen, Anmeldungen bitte an
info@marburger-bund-sh.de.
Vorträge zum Thema Gehaltsabrechnung
Auf Einladung der jeweiligen Personalräte (w) an den Campi Lübeck und Kiel des UK S-H wird es für die dort beschäftigten Ärztinnen und Ärzte eine Fragestunde zum Thema "Gehaltsabrechnung" geben.
In Kiel wird diese am 8.6.2011 um 17.oo Uhr im Hörsaal Pathologie stattfinden, in Lübeck eine Woche später am 15.6.2011 um 17.15 Uhr.
Spitzenmedizin muss angemessen bezahlt werden
Auf der 119. Hauptversammlung des Marburger Bundes in Kiel haben die Delegierten kritisiert, dass die Tarifgehälter der universitären Spitzenmedizin deutlich hinter den Gehältern von Ärzten an anderen Kliniken zurückliegen. "Fachärztinnen und Fachärzte an Universitätsklinika verdienen mittlerweile bis zu 10 Prozent weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen an anderen Kliniken" heisst es dazu in einem der gefassten Beschlüsse.
Auch im Vergleich mit anderen akademischen Berufsgruppen schneiden Ärzte an Universitätskliniken deutlich schlechter ab. Nach einer Erhebung der IG Metall über typische Einstiegsgehälter für Universitätsabsolventen der Naturwissenschaften (Mathematik, Physik, Chemie) und Ingenieurwissenschaften (Maschinenbau und Elektrotechnik) beträgt das monatliche Einstiegsgehalt auf der Grundlage einer 35-Stunden-Woche 4.117 Euro. Selbst bei einer 42-Stunden-Woche und damit einer um 20 Prozent längeren Arbeitszeit bleibt ein Uni-Arzt mit 3.892 Euro deutlich darunter.
Tarifeinheit
Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein unterstützt die Position des Marburger Bundes! In einem Schreiben der Staatssekretärin Dr. Bettina Bonde vom 23. Mai 2011 heisst es: "Seien Sie daher versichert, dass ich Ihre Besorgnis bezüglich der Folgen einer gesetzlichen Festschreibung der Tarifeinheit teile. Auch aus meiner Sicht muss auf jeden Fall gewährleistet bleiben, dass die Tarifverträge des Marburger Bundes in den Krankenhäusern weiter Anwendung finden. Forderungen, den Grundsatz der Tarifeinheit im Betrieb gesetzlich zu normieren, werden daher vom schleswig-holsteinischen Arbeitsministerium nicht unterstützt."
Personalratswahlen
Die Personalratswahlen am Krankenhaus in Itzehoe sowie an den Standorten Kiel und Lübeck des UK S-H sind abgeschlossen. Wir gratulieren den Vorsitzenden des jeweiligen Personalrats zur Wahl:
Dr. med. Heike Lehmann (Itzehoe)
Dr. med. Arno Fischer (Kiel)
Dr. med. Hauke Nielsen (Lübeck)
Nachdem die Personalräte damit feststehen, wird es in naher Zukunft eine Einladung zu einem Treffen der Betriebs- und Personalräte sowie der Vertreter in den MAV´en geben, um z.B. über den Aufbau eines möglichen Netzwerkes zu sprechen.
MB-Hauptversammlung und Deutscher Ärztetag in Kiel
Am kommenden Wochenende (28. und 29. Mai) findet in Kiel die 119. Hauptversammlung des Marburger Bundes statt. Dazu werden in den neuen Räumlichkeiten der Stadtwerke Kiel über 200 Delegierte aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet, um über die geplanten Änderungen in der Berufsordnung der Ärzte oder auch über die Weiterbildung zu beraten. Traditionell dient diese Hauptversammlung auch der Vorbereitung auf den im Juni in Kiel stattfindenden Deutschen Ärztetag.
Honorarärzte in Schleswig-Holstein
Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein (KGSH) arbeiten in den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein ca. 100 sogen. Honorarärzte. Gegenüber dem NDR hat der Geschäftsführer des Westküstenklinikums Heide/Brunsbüttel Harald Stender dargelegt, dass der Einsatz solcher Ärztinnen und Ärzte auch kritisch zu würdigen sei. Denn die Honorarärzte würden ganz andere Stundensätze abrechnen als die angestellten Ärztinnen und Ärzte, zudem würden diese häufig die ungeliebten Dienste in den Nächten oder an den Wochenenden nicht übernehmen. Das habe dann schon Einfluss auf das Arbeitsklima.
Bericht Hauptversammlung 04.05.2011
In Anwesenheit von über 50 Mitgliedern fand gestern in Bad Segeberg die Hauptversammlung des Landesverbandes statt. Im öffentlichen Teil ging es dieses Jahr um die Frage der Zukunft des Marburger Bundes als Gewerkschaft - Stichwort Tarifeinheit. Zu diesem Thema referierten Prof. Dr. jur. Oetker von der CAU Kiel, Frau Dittmer als Personalleiterin des Klinikums Itzehoe und Frau Dickhöver-Döring als Vorsitzende der Juristenkonferenz des Marburger Bundes. Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Ärztinnen und Ärzte weiter wachsam sein müssen (
www.freie-gewerkschaften.de), die Hoffnung darauf, dass die Tarifverträge des MB weiter existieren können, aber durchaus berechtigt ist. Im Internen Teil wurden die Rechenschaftsberichte abgelegt, der Haushalt erörtert und eine Satzungsänderung beschlossen.
Info-Veranstaltung zum Arbeitsrecht und zur Weiterbildung
In Kooperation mit dem DÄF-Center Kiel findet am Donnerstag, dem 19. Mai, um 18.30 Uhr im Hörsaal der Orthopädie am Campus Kiel des UK S-H eine Veranstaltung statt, die sich mit Fragen zum Arbeitsrecht im Krankenhaus sowie zur Weiterbildung beschäftigen wird. Über Aspekte des Arbeitsrechts wird Herr RA Daniel Arp vom MB S-H berichten, Frau Dr. Breindl und Herr Dr. Herrmann werden für die Ärztekammer S-H alles Wichtige rund um die Weiterbildung ansprechen, moderiert wird die Veranstaltung von einem Vertreter der Deutschen Ärzteversicherung. Gerichtet ist die Veranstaltung an Assistenzärztinnen und -ärzte in der Weiterbildung, aber auch an Studierende kurz vor dem Examen. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten unter
info@marburger-bund-sh.de.
"Freiheit statt Tarifdiktatur"
Der Marburger Bund hat seine Kampagnenseite zur Unterschriftenaktion "Freiheit statt Tarifdiktatur" neu aufgesetzt. Unter der Internetadresse
www.freie-gewerkschaften.de können alle Mitglieder, aber auch Bekannte, Verwandte oder einfach am Thema interessierte Bürger die Erklärung gegen einen gesetzlich angeordneten Zwang zur Tarifeinheit unterzeichnen.
Hauptversammlung am 04.05.2011 in Bad Segeberg
Die Zukunft der Tarifverträge des Marburger Bundes wird das Thema des öffentlichen Teils der diesjährigen Hauptversammlung am Mittwoch, den 4. Mai, sein. Die HV beginnt um 17.oo Uhr in den Fortbildungsstätten der Ärztekammer S-H in der Esmarchstraße. Über die Frage, was eigentlich Tarifeinheit/Tarifpluralität bedeutet und ob der Gesetzgeber dem MB seine gewerkschaftlichen Rechte beschneiden kann, wird Prof. Dr. jur. Hartmut Oetker von der CAU Kiel referieren. Frau Gunda Dittmer, Leiterin der Personalabteilung am Klinikum Itzehoe, wird über ihre Erfahrungen aus der Praxis bzgl. des Vorhandenseins mehrerer Tarifverträge berichten. Angela Dickhöver-Döring, Geschäftsführerin des Landesverbandes HH des MB und Vorsitzende der Juristenkonferenz des Marburger Bundes, wird darlegen, was der MB alles unternommen hat, um den Gesetzgeber von seinen Plänen zur gesetzlichen Einführung der Tarifeinheit abzubringen.
Twitter und YouTube
Was gibt es Neues in der Marburger Bund-Welt? Antworten auf diese Fragen gibt es nun regelmäßig auf Twitter. (
http://twitter.com/marburger bund) Über den Kurznachrichtendienst können aktuelle Informationen des Marburger Bundes z.B. zu tarifpolitischen Themen mitverfolgt werden.
Auch bei YouTube ist der Marburger Bund präsent. Dort können Videoclips zu Aktionen und Projekten des MB abgerufen werden. Aktuell z.B. die gemeinsame Aktion am 04.04.2011 vor dem Kanzleramt unter dem Motto "Kein Tarifknast für Gewerkschaften".
Zukunft der Marburger Bund Tarifverträge
Das Thema "Tarifeinheit" sollte eigentlich am 05.04.2011 auf einer Sitzung des Koaltionsausschusses in Berlin besprochen werden. Kurzfristig -angeblich wegen der personellen Änderungen bei der FDP- wurde gerade dieses Thema aber wieder von der Tagesordnung gestrichen. Grund zum "Aufatmen" ist damit aber nicht gegeben, denn "aufgeschoben ist nicht aufgehoben". Die Gefahr ist nicht gebannt, die Ärztinnen und Ärzte werden weiter um den Bestand ihrer Tarifverträge kämpfen müssen!
Abschluss der Tarifverhandlungen für die August-Bier-Klinik
Nach nur einer Runde konnten die Verhandlungen mit den Vertretern der August-Bier-Klinik in Bad Malente abgeschlossen werden. Zum 01. April 2011 werden die Tabellenentgelte um ca. 3% linear angehoben, die Bereitschaftsdienstentgelte in den EG I-III entsprechen denen des TV-Ärzte/VKA. Ebenfalls analog TV-Ärzte/VKA konnten Zeitzuschläge für die Bereitschaftsdienste in der Nacht erreicht werden, hier allerdings in Höhe von 10%. Bei den Bereitschaftsdiensten gibt es nach 30 Diensten einen Tag Zusatzurlaub und nach 40 Diensten einen weiteren Tag.
Solidarität mit dem Marburger Bund
Die Kammerversammlung der Ärztekammer Schleswig-Holstein hat gestern mit Unverständnis auf die politischen Bestrebungen zur gesetzlichen Einführung der Tarifeinheit reagiert. Die Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Hannelore Machnik, hatte vor den Delegierten kurz und prägnant die Hintergründe erläutert (Aufgabe der Richterrechtsprechung zur Tarifeinheit, die DGB und BDA zum Anlass genommen haben, nach dem Gesetzgeber zu rufen). Alle anwesenden Kammer-Delegierten der 70 Mitglieder umfassenden Kammerversammlung trugen sich anschließend in eine Unterschriftenliste mit dem Titel "Freiheit statt Tarifdiktatur" ein. Ein Ausdruck der Solidarität in der Ärzteschaft und ein deutliches Signal an die Politik!
In Zukunft wieder TVöD?
Geht es nach den Vorstellungen von DGB und BDA, dann unterliegen die Ärztinnen und Ärzte zukünftig wieder dem TVöD. Der Kampf tausender Ärztinnen und Ärzte in den Jahren 2005/2006 wäre damit umsonst gewesen! Daher: Nehmen Sie an den Aktionen teil, die der Marburger Bund zur Rettung der Koalitionsfreiheit unternimmt. Eine Unterschriftenliste steht zum Beispiel auf der Homepage des Bundesverbands zum Download bereit. Der Landesverband Schleswig-Holstein wird auch die am 04.05.2011 um 17.00 Uhr in Bad Segeberg stattfindende Hauptversammlung diesem Thema widmen.
Marburger Bund Schleswig-Holstein unterstützt die Kampagne Über(das)Leben im Krankenhaus
In Schleswig-Holstein haben sich die Betriebs-, Personalräte und Mitarbeitervertreter verschiedener Krankenhäuser zu einer Kampagne zusammengeschlossen, die unter dem Namen "Über(das)Leben im Krankenhaus" auftritt. Ziel dieser unabhängigen Kampagne ist es insbesondere, die finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser in Schleswig-Holstein zu verbessern, um weitere Einsparmaßnahmen beim Personal zu verhindern. Im bundesweiten Vergleich gehört Schleswig-Holstein zu den Ländern mit dem niedrigsten Basisfallwert. Ursprünglich hatte der Gesetzgeber vorgesehen, einen bundeseinheitlichen Basisfallwert einzuführen, so dass es dann überall "gleiches Geld für gleiche Leistung" hätte geben sollen. Im Rahmen des GKV-Finanzierungsgesetzes ist dieses Ziel leider wieder aufgegeben worden. Der Vorstand des Landesverbandes Schleswig-Holstein begrüßt und unterstützt die Arbeit der Kampagne ausdrücklich.
Zusatzurlaub für nächtliche Bereitschaftsdienste
Ärzte, die nächtliche
Bereitschaftsdienste geleistet haben, können dafür Zusatzurlaub
beanspruchen. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) nun bestätigt und
damit im Auslegungsstreit zwischen dem Marburger Bund und der
Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hinsichtlich des
Anspruchs aus § 28 Abs. 3 TV-Ärzte/VKA zugunsten der Ärztinnen und
Ärzte beendet. Zu beachten ist beim TV-Ärzte/VKA, dass diese
Entscheidung nur die Ansprüche aus der Zeit vor dem Jahr 2010 betrifft,
da der TV-Ärzte/VKA seit 2010 einen geänderten Wortlaut hat. Ärzte, die
an einem Haus arbeiten, bei dem andere Bestimmungen die
Arbeitsbedingungen regeln, sollten sich bezüglich ihrer möglichen
Ansprüche auf Zusatzurlaub bei der Geschäftsstelle des MB S-H unter
04551-2080 erkundigen.
SPD-Praxistage Gesundheit und Pflege in Schleswig-Holstein
Auch die
Bundes-/Landtagsabgeordneten der SPD aus S-H werden vom 01. bis 03.
März 2011 an den SPD-Praxistagen Pflege und Gesundheit teilnehmen. Dazu
werden die Politiker einen Tag in einer Gesundheits- oder
Pflegeeinrichtung verbringen, leider in Schleswig-Holstein nicht in
einem Krankenhaus. Gleichwohl besteht die Möglichkeit, auf einer der
angekündigten Abendveranstaltungen, die sich dem jeweiligen Praxistag
anschließen, mit den Politikern über die Wünsche/Sorgen der Ärztinnen
und Ärzten in den Krankenhäusern zu sprechen. Folgende Termine sind
benannt:
1.3.2011 um 19.00 Uhr in der Alten Schiffsgalerie in Kappeln
2.3.2011 um 19.00 Uhr im Haus der Begegnung in Lensahn
2.3.2011 um 19.00 Uhr im Alten- und Pflegeheim Haus Simeon in Lübeck
2.3.2011 um 19.30 Uhr im Sozialkaufhaus in Bad Segeberg
3.3.2011 um 17.30 Uhr in der AWO-Wohnpflege in Tornesch
Personalratswahlen 2011
Im Zeitraum 01.März
bis 31.Mai 2011 werden in Schleswig-Holstein wieder die Personalräte
gewählt. Personalratswahlen werden am UK S-H, am Klinikum Itzehoe oder
auch bei den Ärzten im Öffentlichen Gesundheitsdienst stattfinden. Zu
der Bedeutung des Personalrates sagte Dr. Hauke Nielsen,
MB-Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Personalrates w am UK S-H:
"Muss am Wochenende gearbeitet werden, wie viele Überstunden/Mehrarbeit
können eigentlich von mir verlangt werden? Im Personalrat kann ich über
solche Fragen für die Abteilungen im Rahmen der Dienstplangestaltung
mitbestimmen und die Fragen dazu nehmen deutlich zu!"
Geht die Zukunft des UK S-H den MB nichts an?
Man könnte diesen
Eindruck gewinnen, wenn man die Mitteilung des Ministeriums für
Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes S-H zur Eröffnung des
Markterkundungsverfahrens liest. In der Mitteilung heisst es nämlich:
"Wie der Minister abschließend sagte, werden sowohl der Landtag, die
beiden Universitäten in Kiel und Lübeck, das UK S-H selbst, der
Wissenschaftsrat, der Medizin-Ausschuss und die Gewerkschaft ver.di
über die wesentlichen Inhalte der Markterkundung informiert." Unter
Hinweis zum einen auf einen bestehenden Tarifvertrag des Marburger
Bundes für die Ärztinnen und Ärzte am UK S-H und zum anderen auf die
hohe Anzahl der Mitglieder des MB an den beiden Standorten des UK S-H
haben wir den Minister angeschrieben und aufgefordert, auch den MB
zukünftig mit den notwendigen Informationen zu versorgen.
Hauptversammlung des LV S-H am 04.05.2011
Die diesjährige
Hauptversammlung des Landesverbandes S-H findet am 04. Mai in Bad
Segeberg statt. Die um 17.00 Uhr beginnende Veranstaltung wird sich im
offiziellen Teil mit der nach wie vor bestehenden Drohkulisse der
gesetzlichen Einschränkung der Tarifautonomie beschäftigen.
DIAKO Flensburg gewährt Ausgleichszahlung auf MB VKA-Niveau
Die Ärztinnen und Ärzte
der DIAKO in Flensburg erhalten ab dem 01.01.2011 eine Vergütung, die
an den Marburger Bund Tarifvertrag mit den kommunalen Krankenhäusern
(TV-Ärzte/VKA) angeglichen ist. Dazu wird den Ärztinnen und Ärzten die
sich ggf. beim Vergleich zwischen TV-Ärzte/VKA und AVR-EKD ergebende
Differenz in der Grundvergütung als Ausgleichszahlung Ärzte gezahlt.
Ebenfalls hat sich der kirchliche Arbeitgeber entschieden, auch die
Bereitschaftsdienste künftig auf dem Niveau des TV-Ärzte/VKA zu
vergüten. Es handelt sich dabei um Arbeitgeberzusagen, die zunächst für
zwei Jahre Gültigkeit besitzen. Etwaige Steigerungen in den AVR-EKD
bzw. im TV-Ärzte/VKA werden in diesem Zeitraum berücksichtigt.