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Marburger Bund
Die Ärztegewerkschaft
Der Marburger Bund ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.
Im Mittelpunkt der Interessenvertretung stehen unter anderem der Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und leistungsgerechte Vergütung in Krankenhäusern, die Karriereförderung von Ärztinnen und der Einsatz für eine praxisnahe Medizinerausbildung.
Mit inzwischen rund 108.000 Mitgliedern sind wir die einzige tariffähige Ärztegewerkschaft in Deutschland und Europas größte Ärzte-Organisation mit freiwilliger Mitgliedschaft. Unsere Mitglieder arbeiten in
- Krankenhäusern und Universitätskliniken,
- Behörden und Einrichtungen der Sozialversicherung,
- dem öffentlichen Gesundheitsdienst der Landes- und Kommunalbehörden,
- der Bundeswehr und im Zivildienst,
- Betrieben der Pharma-Industrie und
- Praxen niedergelassener Kollegen.
Zu unseren Mitgliedern zählen zudem die Medizinstudentinnen und -studenten.
Der Marburger Bund engagiert sich außerdem besonders für arbeitslose und arbeitssuchende Ärztinnen und Ärzte.
Die große Gemeinschaft gibt den Medizinern den notwendigen Rückhalt, wenn einmal konkret Unterstützung bei einer arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung, in Fragen der Weiterbildung oder beim Abschluss Ihres Arbeitsvertrages benötigt wird.
Unsere Ziele
Neubewertung ärztlicher Tätigkeit
Der Marburger Bund setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte ein. Wir fordern geregelte Arbeitszeiten und planbare Familien- und Freizeitgestaltung durch arztspezifische Arbeitszeitmodelle.
Leistungsgerechte Vergütung
Ärztinnen und Ärzte sind die Leistungsträger in den Krankenhäusern. Sie haben Anspruch auf leistungsgerechte Bezahlung. Trotzdem verdienen deutsche Ärzte im europäischen Vergleich mit am wenigsten. Der Marburger Bund setzt sich bei den Tarifverhandlungen für höhere Gehälter ein.
Mehrarbeit vergüten
Bereitschaftsdienst und Überstunden gehören zum Krankenhaus-Alltag. Wir engagieren uns für die entsprechende Vergütung der Mehrarbeit. Unbezahlte Mehrarbeit ist Ausbeutung. Sämtliche Arbeitsleistungen müssen deshalb vollständig bezahlt werden.
Unbefristete Arbeitsverträge für Ärztinnen und Ärzte
Patientenversorgung ist eine unbefristete Aufgabe. Befristete Arbeitsverträge gefährden die kontinuierliche Patientenversorgung, drangsalieren und verschüchtern Kolleginnen und Kollegen.
Verbesserung der beruflichen Situation von Ärztinnen
Der Marburger Bund fordert die Einführung von Frauenförderplänen, die Schaffung neuer Stellen durch Abbau von Überstunden und sonstiger Mehrarbeit, die Einführung verschiedener Formen der Teilzeitarbeit und Maßnahmen im Bereich der Weiterbildung. Die Karriereförderung von Ärztinnen liegt dem MB besonders am Herzen. Hierfür hat er eigene Mentoring-Projekte aufgelegt.
Weiterbildung erleichtern, nicht bürokratisch einengen
Wer nicht ewig Assistent im Krankenhaus bleiben will, und wer sich niederlassen will, muss de facto Facharzt werden. Deshalb ist die Weiterbildung ein Schwerpunktthema des Marburger Bundes. Wir kämpfen für den Wegfall der Wechselverpflichtung, für die Erleichterung der Teilzeit-Weiterbildung und mehr Gerechtigkeit bei Facharzt-Prüfungen.
Gastarzt-Unwesen bekämpfen
"Gastärzte" oder "Volontärärzte" sind Schwindeletiketten für geringfügige Bezahlung. Deshalb setzt sich der Marburger Bund mit allen Mitteln gegen das Gastarzt-Unwesen ein.
Niederlassungsfreiheit erhalten
Der Marburger Bund hat vor dem Bundesverfassungsgericht die Niederlassungsfreiheit als Kassenarzt erkämpft. Trotzdem versuchen immer wieder vor allem Politiker, Krankenkassen und Organisationen niedergelassener Ärzte, dieses Recht einzuschränken. Der Marburger Bund steuert allen Versuchen entgegen, dieses zentrale Recht des ärztlichen Berufes außer Kraft zu setzen.
Einsatz für praxisnahe Medizinerausbildung
Wir setzen uns dafür ein, dass das Studium der Humanmedizin realitäts- und praxisnäher gestaltet wird. Die zunehmende Arbeitsverdichtung in Kliniken steht einer effizienten Ausbildung am Krankenbett im Wege. Wir nehmen den Gesetzgeber in die Pflicht, für eine zeitgemäße und fachgerechte Medizinerausbildung Sorge zu tragen. Mit der Änderung der Approbationsordnung durch den Gesetzgeber konnten wir uns mit unserer Forderung nach patientenorientierter Ausbildung bereits während des Studiums durchsetzen.
Unsere Erfolge

